Essen

Vegan – Eine Herausforderung?!

11. Sep. 2014 - Essen -
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Vegan ist hip, vegan ist cool. Mit veganem Etikett lässt sich neuerdings gut Geld verdienen. So wird aus Kunstleder plötzlich Vegan Leather und im Kühlregal findet sich veganer Käse, den ich hin und wieder kaufe, weil ich eben doch mal „so was wie die anderen“ auf dem Teller brauche – fürs Gefühl. Weit weg vom verteufelten Analogkäse wird die vegane Variante nicht sein.

Veganismus ist in aller Mundedie einen Leben es, die anderen reden drüber. Warum also soll veganes Leben ein Problem darstellen?

In jeder Talkshow, die etwas auf sich hält, ist Veganismus mindestens einmal behandelt worden. Focus, spiegel online und die Zeit widmen sich diesem Trend. Meist mit dem spöttisch-kritischen Unterton a la „sind Veganer wirklich bessere Menschen?“

Seit Oktober 2013 esse ich vegan. Ich bin aber kein Veganer. Dennoch ist es für mich im Alltag manchmal schwierig. Mich durch meine Ernährung zu outen ist manchmal leichter, machmal schwieriger. Warum ich dennoch dabei bleibe?

Heutzutage ist es gar keine allzugroße Herausforderung mehr, vagen zu essen.

 

Für diejenigen, die ihre Essgewohnheiten (erst mal) nicht weit weg von den bisherigen Pfaden gestalten wollen, gibt es einige sehr gute Bücher. So zum Beispiel „Vegan – tut gut, schmeckt gut“ von Jérôme Eckmeier: In diesem Buch findet ihr interessante Rezepte, die mit Produkten arbeiten, die es in (fast) jedem Bioladen, Reformhaus oder eben auch dm gibt. So lassen sich bekannte Gerichte wie Maultaschen, Bohneneintopf (zu dem für mich eigentlich immer eine Speckschwarte oder auch scharf angebratene Kabanossi gehörten) easy und vor allem lecker (weil dicht am Original) ohne großen Mehraufwand zubereiten. Die meisten Zutaten bekomme ich im gut sortierten Supermarkt, im Bioladen oder Reformhaus, einiges auch im Drogeriemarkt.

Bodenständig ist der Begriff, der mir zu Jérômes Gerichten zuerst einfällt.

Auch auswärts findet man mit etwas Vorbereitung immer eine Kleinigkeit, die einen satt macht. Nicht unbedingt kulinarische Höhenflüge an jeder Eck, aber ganz ehrlich? Das erwarte ich auch nicht von der Pizzeria nebenan. Besser essen gehen war schon immer eine Sache, die mit Aufwand und Planung einher ging.

Bereits im Frühjahr 2013 lieh ich mir Vegan for fit  aus – und brachte es bald wieder zurück, da es mir zu aufwändig und exotisch erschien. Zutaten, die mir vorher noch nie begegnet waren oder gegen welche ich eine langjährige Abneigung pflegte. Tofu, Avocado, Auberginen – mag ich nicht! und überhaupt ist das alles zu kompliziert.

Doch dann war ich bereit.

 

Ich wollte es probieren. Mir ging es schlecht und ich hatte das Gefühl, über so gar nix mehr die Kontrolle zu haben. 30 Tage lang nach einem Plan vegan ernähren – das muss doch machbar sein! Mich der Herausforderung stellen und neue Wege gehen. Daher startete ich mit „Vegan for Fit„.
Warum ich das wollte? Weil ich mich nicht mehr selbst verarschen wollte. Und wenn ich „so was kompliziertes schaffe“, dann kann ich auch andere Dinge angehen.

Die Rezepte in Hildmans Buch sind – anders als das meiste, was ich kannte. Ich gönnte mir die Zeit, die ich zur Zubereitung dieser Gerichte brauchte. Und ich gönnte mir die Zeit, die ich für die Gerichte der restlichen vier Familienmitglieder brauchte.
Denn ja! diese Umstellung kostete vor allem Zeit, die ich sonst mit anderen Dingen verbrachte:
Plötzlich musste ich mit einem (oder zwei) Einkaufszetteln los, da ich die Zutaten nicht mehr im Kopf hatte und eine Essen nicht mehr eben so im Supermarkt aus dem Ärmel schütteln konnte.
Ich brauchte Zeit, um die Geschäfte zu finden, die Agavendicksaft führen und am besten auch Matcha, Hafermilch und Kokosöl.
Es benötigte bei einigen Gerichten gehörigen Mut, nach langem draufstarren auch endlich zuzugreifen und die Kreation auch tatsächlich zu essen.
Und es brauchte Zeit, meine Erfahrungen in der zum Buch gehörigen Facebook-Gruppe zu posten.

Was ich auf keinen Fall wollte: Missionarischen Übereifer entwickeln, andere belehren und meine Erfahrungen aufzwingen.
Ich wollte schauen, ob ich es kann: Auf lieb gewonnene Gewohnheiten verzichten, mich den Angstgegenern im Gemüseregal stellen und meinen Horizont erweitern.

Aus meiner Sicht hat es geklappt.

 

Die 30 Tage Challenge nach „Vegan for Fit“ hat mir den Einstieg leicht gemacht. Das Konzept ist so weit weg von meinem persönlichen Familienalltag, das ich mich wirklich sehr konzentrieren musste. Neben dem Weglassen aller tierischen Produkte gehörte auch der Verzicht auf Weißmehl, Zucker und Alkohol. Gerade diese drei Punkte machten dann aber das Essen außer Haus schwer.
In diese Zeit fielen auch die beiden Abschlußkonzerte der letzten Tour der Toten Hosen in Düsseldorf… und ich hab es überlebt (und nur ein kleines Stück der Brezel geknabbert, die das große Kind sich holte). Somit kann ich sagen: es ist eine reine Willenssache.

Warum dann „Vegan. Eine Herausforderung?!“ als Beitragstitel?

 

Weil nun der Alltag einkehrt. Die Routine ist im neuen Leben eingezogen. Mittlerweile arbeite ich anders, die Kinder sind zum Teil auf neuen Schulen oder pflegen Hobbys zu Zeiten, die nicht ganz so gut zum bisherigen Plan passen. Das ist nicht schlimm. Aber dies macht es mir schwerer, mich zu organisieren.

Denn: die anderen vier Familienmitglieder essen weiterhin „omnivor“. Das ist die Herausforderung schlechthin. Die Kinder sind bereits zu alt, um ihnen einfach mal eben so neue Gerichte vorzusetzen, neue Verhaltensmuster vorzuleben und vorzuschreiben (wie man es bei Kleinkindern ja doch irgendwie tut). Die Mädels haben ihren eigenen Kopf, ihre eigene Geschichte in Bezug auf Essen.

 

Ganz langsam geht es (voran). Neue Ideen werden getestet.

 

Es gibt wieder deutlich mehr Salat als im letzten Sommer. Dabei essen ihn alle hier so gerne. Das kleinste Kind hat schon einen Antrag gestellt: „Kann ich denn nicht Salat – oder besser, nur die Salatsauce! als Schulbrot eingepackt bekommen?“

Leider haben meine drei Weiber alle eigene Vorlieben was Gemüse, Brot und Gerichte angeht. Die Schnittmenge ist – nun ja – überschaubar.

Wir üben noch immer. Gerade eben habe ich einen „Meal Planner“ heruntergeladen, der mir und uns helfen soll, einen Überblick zu bekommen über die Wünsche des Einzelnen. Wir suchen eine Möglichkeit, einen Weg zu finden, der alle zufrieden stellt.

Deswegen ist eine der größte Herausforderung immer noch: sich Zeit nehmen.

 

Zeit nehmen für die Interessen und Vorlieben jedes Einzelnen.
Zeit für die Planung der gemeinsamen und individuellen Termine.
Zeit nehmen, den anderen zuzuhören und seine Bedürfnisse war zu nehmen.

Nicht, das das alles schon klappt. Oft genug steh ich abends im Bad und denke. „Mist, schon wieder ist der Tag vorbei. Schon wieder hast du vergessen, den Essensplangedanken mit den Kids zu besprechen. Schon wieder gab es nur Bohneneintopf (den alle lieben, ich vor allem, weil er so schnell gerichtet ist)!“

Heute kann ich (fast) an jeder Ecken wertvolle Zutaten kaufen. Lebensmittel sind in Mengen vorhanden, auch gute Qualität ist käuflich. Vor fünf Jahren war es schwerer, auf vegane Ernährung umzusteigen. Vor zehn Jahren noch mehr. Und vor 20 Jahren waren Veganer die (auch von mir) belächelten Exoten, die nur Müsli futterten.

Die Welt verändert sich. Meine Umwelt verändert sich. Ich verändere mich. Das ist ein Prozeß, der nicht aufzuhalten ist.

Dennoch möchte ich festhalten: Nicht das vegane Essen ist die Herausforderung.

Viel mehr besteht die Herausforderung darin, sich seinem Leben zu stellen.

 

Herauszufinden, wo ich stehe und wo ich hin will.
Einen Weg gehen, der vielleicht weit ab vom Mainstream ist,
Dinge leben, die auf den ersten Blick seltsam erscheinen.
Werte für sich selbst definieren und auch leben.

Über 37 Jahre habe ich gelebt ohne wirklich zu wissen, wohin die Reise geht. Ehrlich gesagt weiß ich das heute auch noch nicht. Aber ich weiß heute, das ich bestimmte Dinge selbst in die Hand nehmen muss. Egal, ob andere das gut oder blöd finden. Erkennen, was mir wichtig ist und dafür zu kämpfen.
Und nicht vor lauter „Oh Gott, die Welt ist schlecht, ich bin allein und kann nix tun. Die Aufgabe ist zu groß. Ich kann da nicht 100%ig richtig machen. “ gar nicht erst anzufangen.

Vegan zu essen war der Anfang einer Reise zu mir selbst.

 

Vor der ich jahrelang die größte Angst hatte. Was, wenn ich mich selbst gar nicht leiden kann? Wenn das, war mir gut tut und mir gefällt, fremden Erwartungen widerspricht? Dann mag mich ja gar keiner mehr!

Diese Umstellung hat viel mehr bewegt als alle „Beratungsgespräche“, die ich je geführt habe. Es ist mein Leben. Ich trage (zur Zeit) noch die Verantwortung nicht nur für mich selbst, sondern auch für drei (zum Teil nicht mehr ganz so) kleine Hühner.
Meine Hoffnung besteht darin, ihnen ein Gefühl für sich und die eigenen Bedürfnisse vermitteln zu können. Deswegen koche ich zwei Gerichte, wenn es sein muss. Einmal mit und einmal ohne Tier.

Deswegen ist es mir wichtig, mich nicht als Veganer zu bezeichnen. Denn der bin ich ich nicht: ich habe nicht die Kraft dazu, mich um mehr Dinge als jetzt zu kümmern.
Ja, Lederproduktion ist genau so gruselig wie die Massentierhaltung für die Lebensmittelproduktion.
Ja, Tierversuche sind eine Quälerei – ob nun für Medikamente oder Kosmetik.
Ja, ich habe ein Problem damit, diese Dinge nicht auch noch „abarbeiten“ zu können.
Ja, ich bin nicht perfekt.

Dennoch:

Vegan zu essen tut mir gut. Mit all den Folgeerscheinungen.

 

Ich bin mutig und stelle mich den Fragen, die ich nicht zu 100% beantworten kann, für die es vielleicht auch keine Lösung gibt. Ich traue mich, diese auszuhalten.

 

Ich bin wie ich bin.

Damit muß ich leben. Und ihr auch. Wenn ihr wollt.

 

P.S.: Und vielleicht hab ich ja auch irgendwann mal die Muße, mich mit den ganzen Leuten auseinanderzusetzen die meinen, mir erzählen zu müssen „… vegan ist ungesund/noch viel schädlicher für die Umwelt als alles andere, weil ja auch für Soja Regenwald abgeholzt werden würde…“ und überhaupt: „Werd doch mal erwachsen! Punk ist sowas von gestern!“

Vielleicht aber auch nicht.

Nähen

Hoodie? Gehen immer!

28. Aug. 2014 - Nähen -
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Als ich neulich den Aufruf zum Probenähen eines Hoodies für Damen bei Worawo sah, musste ich mich einfach bewerben! Denn ich hab schon deren erstes Hoodie-Ebook Miro bewundert – vielmehr all die genähten Pullis, die plötzlich überall auftauchten. Da ich jedoch keine Männer zu benähen habe, schaute ich nur und bedauerte ein wenig, keine Verwendung für diesen Schnitt zu haben.

Zu meinem Glück wurde auch ich – neben ganz vielen anderen, unheimlich kreativen Damen – ausgewählt, um für Lady Miro  die Passform zu testen und das eBook auf Verständlichkeit zu prüfen.

Die größte Hürde war – anders als sonst – nicht die Wahl der richtigen Größe. Kein Messen von Brustumfang, Hüfte und Armlänge… sondern ein einfaches „nimm einen gut sitzenden Pullover und wir vergleichen“. Ein viel schlimmeres Problem war: die Stoffauswahl! Der LadyMiro bietet sooo viele Kombinations- und Variationsmöglichkeiten,  das es uns nicht leicht fiel, uns für ein Modell zum Start zu entscheiden.

Unser erster Miro ist aus Jersey und eher dezent….

Denn in der fünften Klasse … was erzähl ich euch? Ihr Mütter da draußen versteht es auch ohne große Worte.

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Von Hinten ist unser erstes Modell recht schlicht.

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Die Kapuze ist richtig kuschelig – und durch den hohen Steg vorne ist dieser Pulli auch echt Herbst- bzw. wintertauglich.

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Im Gegensatz zum eBook hab ich eine Kordel eingezogen. Ohne war uns die Kapuze zu weit, da nicht regulierbar.

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Ihr habt noch nie Ösen eingesetzt, keine Kordel eingefädelt? Dann schaut mal fix zur Bella Bunt hinüber – die hat ein feines Tutorial für euch!

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Im übrigen war ein so dunkler Stoff fürs erste Modell keine soooo gute Wahl. Hey, das lässt sich in der Sonne irgendwie total schwierig ablichten! (Beim Regen der letzten Tage noch weniger, ihr habt ja Recht.) Daher hab ich bis jetzt noch kein vorzeigbares Bild geschafft, wo unser Lady Miro von vorn zu sehen ist.

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Ein bisschen stolz bin ich darauf, das der Streifen im Ärmel genau da sitzt, wo er hin soll.

Zuerst stolperte ich in der Anleitung zum Ärmeleinsatz über den Text und die Bilder in meinem schwarz-weißen Ausdruck. Wenn man aber das Hirn ausschaltet – also das selbsttätige Denken einstellt – und nur das tut, das dort geschrieben ist – dann flutscht es! Farbige Bilder tun ihr übriges.

Wie immer gilt: Wer ein eBook wirklich liest, ehe er mit der Arbeit beginnt, hat Nicht-Lesern gegenüber einen klaren Vorteil!

Das eBook Lady Miro ist ein gut gegliedertes, einfach zu verstehendes Werk. Der Kinderschnitt verteilt sich auf 20, der Schnitt für Damen auf 30 Din A 4 Seiten.

Besondre gut gefällt mir, da zwischendrin – aber auch schon in der Einleitung – bereits viele, viele kleine und größere Tricks und Tips zu finden sind, die das Arbeiten mit Stoff und an der Nähmaschine erleichtern:

Ein Datenblatt zum Eintragen der Maße. Eine Schemenzeichnung des Hoodies mit Hinweise, wo man am besten welche Änderung vornimmt. Es gibt sogar eine ganze Seite zum Ausmalen oder Kleben…. „Mama! Darf ich von dem Stoff auch noch ein Stückchen haben, ich bin mir noch nicht sicher!“ wurde hier nicht nur einmal gefragt.

Es ist für mich das allererste eBook, wo mir nix fehlt. Während des Probenähens wurden ein paar Kleinigkeiten optimiert, die euch das Arbeiten mit diesem Schnitt noch leichter machen als es uns Mädels in der Testphase eh schon gefallen ist.

Alles in Allem: Wenn die Wahl des Stoffes und die Entscheidung, ob noch „Tüddelkram“ mitgenäht werden soll oder nicht, getroffen wurde – dann ist Lady Miro ruckizucki fertig!

Die Unterteilung im Vorderteil? Kein Thema, lässt sich ganz einfach zuschneiden und nähen. Man muß nur darauf achten, das die drei Elemente ineinander greifen und man nicht ein Teil gegengleich zuschneidet. Schon passiert? Macht nix! Dann kannst du dein Rückenteil auch einfach dreiteilen!

Im unserer zweiten Version seht ihr auch die Tasche, welche in der Zeichnung zum Schnitt zu sehen ist. Für eine Jerseyvariante schien es mir nicht ganz so tauglich. Aber im Sweater… lasst euch überraschen!

Euch gefällt, was ich euch hier so vorgeschwärmt habe? Ihr wollt Lady Miro auch unbedingt nähen?

Dann müsst ihr leider noch bis zum 01.09. warten, denn dann geht das eBook bei Worawo endlich online. Oder ihr näht einfach eine Herrenversion? Oder … ihr nehmt an meiner Verlosung teil…. dieses Mal nur auf Facebook… dort könnt ihr ein Exemplar gewinnen!

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Ich verabschiede mich für heute. Die nächsten Lady Miros wollen fertig gestellt und für euch abgelichtet werden… bis bald!

Schnitt: Lady Miro von Worawo
Stoffe: DOTS und New Stars
Ösen und Kordel: emmeline, Lieblingsladen

Lieben

12 von 12 im August

12. Aug. 2014 - Lieben -
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1. Aufstehen und die Wäsche aufhängen. Pfadi nutzt den kurzen Zwischenstopp daheim, um die nassen Sachen zu waschen und zu trocknen. Das Lager geht weiter!

2. Frühstück! Zur Zeit meine Lieblingsvariante (neben den Smoothies) Avocado mit Tomate auf Brot.    Salz darf nicht fehlen (unübersehbar).

3. Heute wieder BASIC-KIDS im Lieblingsladen… Kaffee hilft, den zu kurzen Nachtschlaf zu vergessen.

4. Zeit für Urlaubsmitbringsel … lauter feine Sachen, die Bettina mir mitgebracht hat. Seht ihr die gelbe Schachtel? *grins* Der Gatte wird sich über den Inhalt freuen, mir genügt die Verpackung. – Herzlichsten Dank für all die lieben Sachen! Ich freu mich immer so sehr <3

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5. Mittagspause. Zeit für  einen „Der Urlaub war schön, wir haben uns gut erholt, geniessen wir das Leben!“-Sekt. Oder zwei.

6. Der Lieblingsvertreter war wieder da. Im feschen Hemd übrigens. Steht dir gut! Die Ausbeute am Wagen war heute klein, aber fein. Dafür haben wir ja gestern schon online für neue Überraschungen gesorgt… und für den Herbst ein paar feine Sachen geordert.
7. Die Minihühner sind im Ferien-Kreativkurs, der andere Zeiten abdeckt als mein Arbeitsplan. Somit dürfen die beiden mit dem ÖPNV unterwegs sein und sich melden, wenn sie angekommen oder losgefahren sind. Dieses Teilchen wurde schon so lange nicht benutzt, das wir es heute reaktivieren mussten.
8. Maren macht zauberhafte Bilder. In den unterschiedlichsten Techniken. Ich hab mich in ein Bild verliebt. Und heute zog es bei mir ein. Ist es nicht einfach wunderschön?

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9. 35 Minuten Grundlagenausdauer II – die Straße ist nass, der Kurs ist Asphalt pur… welchen Schuh nehme ich da? Nein, ich hab keinen Schuhtick. Meine Auswahl für den Alltag ist deutlich kleiner.
10. Geschafft! Zwischen zwei schwarzen Wolkenmauern bin ich gelaufen – und hab nur ein paar Tröpfchen abbekommen. Gut wars. Frisch wars. Erholsam wars!
11. Abendessenzeit. Hab dann wohl vorhin nicht aufgepasst – und nix is mit „geben wir den Substituten noch eine Chance“. Milcheiweiß ist drin. Somit nicht vegan. Kressebrot ist auch lecker. Und Nudeln mit Linsen auch.
12. Nachdem meine Fotoidee für #aufdietische nicht alleine darzustellen war, hab ich mir meine Trainingsstatistik angeguckt. Könnte mehr sein. 14 Tage nix tun sind nunmal 14 Tage nix tun. Hätte aber auch schlimmer sein können – ich hab mich wieder aufgerafft und die letzten Tage waren echt gut.

Das war mein Tag in 12 Bildern.

Warum, wieso, weshalb – das lest ihr bei Caro Kännchen.
Und wer noch dabei war, seht ihr hier.
Laufen

Ich bin nicht sportlich

06. Aug. 2014 - Laufen -
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„Mensch, du bist ja richtig sportlich geworden!“ höre ich in letzter Zeit ziemlich oft. Dann schau ich mich um und wundere mich: Wie? Du meinst mich? „Äh, ja? Danke!“

Ich bin nicht sportlich.

Das mag für viele vielleicht so aussehen, aber nach meiner persönlichen Definition bin ich nicht sportlich.

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Für mich bedeutet sportlich sein, das jemand mal eben und einfach so „zum Sport“ geht. So, wie andere Zähne putzen. Jemand, dem es leicht fällt, Volleyball zu spielen und dabei auch noch gut auszusehen. Sportlich ist für mich jemand, der sich gar nicht fragt, ob das, was er da gerade tut, Sport ist. Statt mit dem Auto zu fahren jeden Morgen mit dem Rad die 20 Kilometer ins Geschäft fahren – und abends wieder zurück. Nach dem Abendessen noch ne Runde Badminton? Warum nicht! Am Wochenende mit den Kids ne Inliner-Tour am Rhein entlang? Aber sicher! Natürlich macht ihnen das ganze auch noch Spaß, keine Frage. So sind sportliche Menschen eben.

Sportlich empfinde ich Menschen, für die eine körperliche Betätigung so zur Selbstverständlichkeit geworden ist, das man gar nicht mehr drüber redet.

Sport gehört einfach dazu.

Soweit bin ich noch nicht. Denn noch immer muss ich mein Lauftraining fest in den Alltag einplanen, Platz machen und andere Dinge hinten an stellen oder ganz rauswerfen.

Deswegen hole ich mir eure Unterstützung – ja, denn auch wenn es vielleicht anders aussieht:

Ich brauch ich euch da draußen.

Es tut gut, euren Zuspruch zu erfahren, wenn ich mal wieder etwas weniger motiviert oder Tuch die Hitze neulich ausgebremst zum Training aufbreche. Eure Begeisterung, wenn ich mich über neues Zubehör freue und euren Rückhalt, wenn ich nicht weiß, wo ich anfangen soll. Und natürlich freut es mich ganz, ganz dolle, wenn ich höre: „Nur weil du das so durchziehst und immer davon erzählst, hab ich auch angefangen!“ Das tut so richtig gut. Echt jetzt.

Mein Lieblingskanal ist zur Zeit Instagram – ein Bild sagt mehr als viele Worte, es geht herrlich schnell und durch die Hashtags findet man auch viele Gleichgesinnte. Manchmal finden sich so auch Menschen mit den gleichen Interessen – und es entstehen Gruppen, Bekanntschaften und hin und wieder entwickeln sich Freundschaften. So zum Beispiel war ich ja im Juli bei einer 4×4 Staffel in Hannover – ohne Instagram hätten wir nie voneinander erfahren.

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Zurück zum Sport.

Immer mal wieder gab es Phasen in meinem Leben, wo ich versuchte, mehr Bewegung in meinen Alltag zu bringen. Meist war es eine ganz doofe Intention: Ich wollte Abnehmen. Also hab ich quasi zum Sport gemusst. Das das nicht lange funktioniert, weiß  jeder Küchenpsychologe.

Jetzt laufe ich nur für mich. Aber da ich mich ja kenne weiß ich, das ich auch fürs „nur für mich laufen“ ein Ziel brauche. Etwas, das mich diesen doch sehr warmen Sommer über Laufen lässt zum Beispiel. Daher wählte ich mir ein Ziel am Ende des Sommers: Halbmarathon. Klingt ziemlich bescheuert. Aber machbar. Aktuell zweifle ich zwar ziemlich an der von der Trainerin vorgegebenen Pace – aber hej, sie wird das schon richtig einschätzen.

Da der Weg bis zum 21.09. noch lang war, als ich mir dieses Ziel setzte, baute ich ein paar kleine Highlights ein. Belohnungen sozusagen. Dazu gehören diese kleinen Läufe wie zum Beispiel der Rosellener Abendlauf oder auch die Frauenlaufserie von runnersworld.

Gerade bin ich zurück vom Women’s Run in Berlin – 8 km im Olympiapark. Erwartet hatten wir eine flache Strecke, lauen Abendwind… bekommen haben wir einen fiesen Anstieg, zweimal Treppenstufen und zweimal einen Anstieg auf einer Grasnarbe… plus 32° um 17:30h … auf den ersten drei Kilometern ärgerte ich mich noch darüber, das unter diesen Bedingungen der Plan (MEIN Plan, hej, der muss eingehalten werden!) absolut nicht zur erfüllen war. Danach begann das Umdenken: Wie gut, das du deine Kraft einteilen kannst, das du überhaupt laufen kannst und so etwas wie Spaß … nein, eher Freude dadurch erfährst…

runnerspoint
Photo via www.go4it-foto.de

… und so mach ich einfach weiter.

Ich laufe – meistens gerne.
Ich laufe nach Plan – weil ich sonst wunderbar im Chaos versinken würde.
Ich laufe mit Ziel – denn sonst würde ich gar nicht laufen.
Ich laufe draußen – weil ich die Zeit an der frischen Luft zu schätzen gelernt habe.

draussenIch laufe überall – um neue Perspektiven zu entdecken.
Ich laufe meist alleine – und lerne doch neue Menschen kennen.

Ich laufe, weil es mir einfach verdammt gut tut.

Und da nun am Samstag der nächste Lauf beim Women’s Run in Köln ansteht, werd ich mich in die Klamotten werfen und eine kleine Runde locker traben. Wie ich unterwegs bin, könnt ihr ja auf den Bildern oben sehen. Ich freu mich, wenn mich jemand anspricht, ganz sicher.

Wie stehst um euch? Bezeichnet ihr euch als sportlich? Was macht Sportlichkeit für euch aus?

 

Lieben

Ferienmodus – volle Kanne!

24. Jul. 2014 - Lieben -
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Letzter Beitrag vom 22. Juni – joa, das ist über einen Monat her und hej, warum? Ganz klar: Familie Huhn ist im Ferienmodus!

geschenkeschulabschluss Kleine TaTüTas von der Taschenspieler 1/Farbenmix – als Abschiedsgeschenke

Die letzten Tage oder gar Wochen vor dem Ferienbeginn ähneln einem Termimarathon einer sehr aktiven Geschäftsfrau – ein Termin jagt den nächsten, jeder Verein möchte einen Saisonabschluss feiern… und ganz besonders eng wird es, wenn eines der Kinderleins die Schule wechselt oder gar abschließt (ah! nächstes Jahr ist am 13. Juni Abiball… ).

Für das Hühnchen, das im nächsten Schuljahr neu auf das Gymnasium kommt, gab es zu Beginn der Ferien den lange ersehnten neuen Schulranzen… wobei Ranzen gar nicht mehr passt – es ist ein hypermoderner, ausgeklügelter Schulrucksack. Ich freu mich sehr, das wir beide den gleichen Geschmack hatten. War das Kind doch erleichtert, als ich nach der Auswahl nebenbei erwähnte, das ich auch GENAU dieses Modell gewählt  hätte.

ergobag2Ergobag Satch – Crasher

Gleich zu Beginn der Ferien flogen alle Hühnchen aus – die einen ins Zeltlager der Pfadfinder, die andere nach Berlin. Und welche Familie kennt das nicht? Kaum sind die Kinder aus dem Haus, wird es ruhig.
Nach dem Pfadfinderlager ging es nahtlos über in die „Oma-Phase“ der Minihühner-Ferien… zurück sind sie dann am 10. August. Der Teenie hat sich selbst diverse Trips quer durch die Republik organisiert und taucht zwischendruch für ein paar Fahrstunden und zum Wäsche wechseln daheim auf. Ich brauch gar nicht mehr wegfahren, denn so ist – trotz der ganz normalen Arbeit – diese Zeit wie Urlaub daheim.

Ein bisschen geh aber auch ich auf die Reise. Den Anfang machte ein Kurztrip nach Hannover. Dort traf ich mich mit ein paar Mädels aus meiner virtuellen Laufgruppe, um an der TEAMchallenge teilzunehmen.

laufenGEGENleidenGestartet für Laufen gegen Leiden

Abgesehen von der großen Hitze an diesem Tag war es einfach wundervoll! Liebe Menschen wieder sehen, anderen das erste Mal begegnen. Jedes Mal bin ich erleichtert, das die Chemie auch „in echt“ stimmt und wir eine tolle Zeit zusammen haben! Herzlichen Dank nochmal an Anne gürs Abholen am Bahnhof und den tollen Nachmittag in Hannovers City (ist das Kleid schon fertig?) und an Nicole für Logis und den Fahrdienst – aber vor Allem für die Gespräche, das gemeinsame Lachen und überhaupt!

Kurz vor der Abfahrt nach Hause traf ich noch eine, nein meine älteste Freundin (hej, das bezieht sich auf die Dauer, ja? nicht auf dein Alter!) und wir bummelten, aßen lecker bei denn’s zu Mittag…

dennsmittagich liebe es, wenn ich einfach so von der Karte veganes Essen bestellen kann!

… nur um nach einem kurzen Zwischenstop in einem edlen Taschenkaufhaus im Teestübchen am Ballhof zu landen. Dort ließen wir uns nieder –  Brunnengeplätscher, Klaviermusik und hausgemachter Eistee (für alles andere war es viel, viel zu warm!)  passten einfach 1a zu unserem reden, reden, reden…

teestünchentollste Teestube in Hannover – in der Ausbildung hab ich damals viele Mittagspausen hier verbracht.

Am 21.07. bekam ich dann das große Muffensausen…

… nur mehr 2 Monate, dann ist der Halbmarathon schon wieder Geschichte. NUR noch 2 Monate! Hilfe, so langsam bekomme ich echt Angst. Was hab ich mir da nur eingebrockt? Und dann hab ich auch nach allen (und der Welt da draußen) von diesem Projekt erzählt… bin ich noch ganz bei Trost?

Zwei Wochen mit „gar nix“ haben sich dazwischen geschummelt. Erst die vielen Termine, dann die Zeit nach dem Besuch und den vielen Festen… und zu guter Ketzt noch der Dauerregen. Mich hat das richtig ausgebremst: wusste nimmer, wo vorne oder hinten ist und wo ich anfangen soll.

Da ich mich ja kenne, hab ich damals sehr bewusst den Termin nach den Sommerferien gewählt für das Projekt #halbmarathonichkomme – denn so Wetter wie in den letzten Tagen lädt – mich zumindest – nicht sonderlich zu sportlichen Betätigungen ein. Jetzt muss ich – ich will ja auch – nur… WANN ist bei den dauerhaft hohen Temperaturen DER Moment, wo man mal locher 90 Minuten und mehr laufen kann?

Wie macht ihr das, die noch „quasi Laufeinsteiger“ seid und ein ähnliches Projekt plant?

Zum Glück haben wir einen See vor der Haustür, den wir nutzen können. Zum Segeln, zum Schwimmen … vor allem aber zum Entspannen. Dort war ich in den letzten Tagen häufiger des Abends. Auch wenn schwimmen doof ist – zur Erfrischung ist es einfach herrlich!

see1„unser“ See

Wie ihr seht, ist dieser See noch ein aktiver Baggersee. Lange hab ich gebraucht, überhaupt dort ins Wasser zu gehen oder auch nur meinen Lieben beim Segeln zuzusehen. Doch mittlerweile bleiben die fiesen Bilder von Bade- und anderen Wasserunfällen aus. Ja, wenns denn sein muß, schwimme ich mit Rettungsweste.

Abends, wenn die Stadtrandbetreuung zu Ende ist, die Feierabend-Sportler auftauchen und es relativ ruhig ist…

… dann ist die schönste Zeit am Tag. Badezeug, eine Schüssel voll Obst, dazu ein Buch….

abendrot

… und wenn die Sonne untergeht, ist es Zeit für den Heimweg.

Zurück zu #halbmarathonichkomme – heute morgen hab ich es wirklich geschafft, um kurz nach Sechs aufzustehen, das „ich kann unmöglich nüchtern laufen gehen“-Frühstück aus zwei Medjool-Datteln und zwei Gläsern Reis-Cocosdrink genossen – und raus gings!

Laut Plan waren 95 Minuten angepeilt. Hab ich geschafft!

Allerdings war ich hinterher sehr, sehr durstig. Ich brauch dringend ein Trinksystem für diese Distanz bei diesem Wetter. Nur kann ich mich immernoch nicht entscheiden. Verflixt nochmal. Und einen persönlichen Wasserträger kann ich mir (für diese Uhrzeit) nicht leisten…

Welche Trinksysteme nutzt ihr? Oder geht ihr gar nicht raus zum Laufen, wenns so warm ist? Lauft ihr Rundkurse und deponiert irgendwo ein Fläschchen?

Ich bin auf eure Berichte gespannt…

Die Ferien gehen weiter… bald bin ich für den Women’s Run mit einer lieben Freundin in Berlin (yeah, Wellnesswochenende, wir kommen!) , danach gleich in Köln… und irgendwann kommen die Kinder wieder, denke ich, hoffe ich…

… bis dahin: lasst es euch gut gehen, geniesst die Ferien und euren Urlaub!

 

Nähen

Taschenspieler 2 – Krempeltasche

22. Jun. 2014 - Nähen -
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Nachdem für die Herrentasche in der letzten Woche so gar kein Raum war und ich leider nicht beim Sew-Along dabei sein konnte, wollte ich wenigstens wieder bei der Krempeltasche mitmachen.

Wie ihr seht: es hat geklappt!

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Keine Tasche? Das ist ein Geldbeutel? Nenene, klar ist das eine Tasche! Und zwar eine, die man zusammenkrempeln kann und dann klein und fein in eine größere Tasche stecken kann.

Die Idee dieses Schnittes gefällt mir, gut sogar. Stoff war schnell ausgesucht (schon wieder pink. Anscheinend hole ich gerade meine „rosa Mädchenphase“ nach 🙂 meinte neulich ein lieber Mitmensch). Der leichte, graue Taschenstoff schien wie für so ein Modell gemacht – klar weiß ich, das dieser Stoff franst wie doof, das das Plastik extrem rutschig ist… aber hey, wir ich stelle mich ja auch ganz anderen Herausforderungen, was ist dagegen flutschiger Stoff?
Genial ist, das er abwaschbar, leicht und dunkel – also unempfindlich ist.Da ich grün, rot und blau schon vernäht habe, musste es dieses Mal grau werden. Weil mich bereits auf der Messe dieses Bügelbild angesprungen hat und „vernäh mich!“ rief, fand sich der Rest auch recht schnell zusammen.
Zuschneiden: einfach! Wenn man sich Zeit nimmt und nachdenkt, kann man im Vorfeld auch überlegen, ob man das aufgesetzte Teil (Patch) auf der Rückseite nicht evtl. zu einer Reißverschlußtasche umbauen möchte. Oder als Eingrifftasche. Oder irgendwie anders machen mag… Die Träger sind bei mir etwas kürzer als im Schnitt vorgeschlagen, da ich die Breite des Stoffes als ausreichend lang für mich empfinde.

Die Reihenfolge der Schritte werde ich nächstes Mal ein wenig ändern: zuerst den Kompletten Ring mit dem zwischengefassten Reißverschluss, dann erst die Außenteile. Ich mag es lieber, wenn die kniffeligen Sachen zum Schluß kommen, da bin ich dann „eingenäht“.

Viel zu erzählen gibts eigentlich gar nicht – daher erst mal die Bilder vom fertigen Werk…

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Hier seht ihr das Schätzchen in ganzer Größe: drinnen befinden sich 5 Ex-Irmas und eine Nackenrolle. Es passt also gut was rein. Und ja, beim nächsten Mal bemüh ich mich, zum ausfüllen eines durchscheinenden Stoffes nicht etwas auszuwählen, was so stark gemustert ist 🙂

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Farbverlaufsgarn finde ich toll! So wird aus langweiligem grau schnell ein Hingucker, der trotzdem nicht so knallt.

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Die Rückseite. So vollgestopft lässt sich die Tasche auch gut als Bodenkissen verwenden.

Was ich euch rate: Beachtet genau die Nahtzugaben (die an manchen Stellen anders ist). Auf 3mm zurückschneiden ist auch sinnvoll. Ich war so frei und hab es teilweise nicht überprüft und hab nun eine faltenreiche, ältere Dame, die gerne Pink trägt als Begleiterin bekommen. Und ja: die Anleitung nicht nur „Bildergucken-losgehts“ sondern auch lesen. Gerade dem, der mit schwarz-weiß-Ausdrucken arbeitet, ist diese Vorgehensweise sehr zu empfehlen.

An einer Stelle hab ich mich geärgert, weil ich mich an die Anleitung gehalten habe: Die Träger werden festgenäht und dann nochmal gesichert. Die angegebenen Zentimeter passen auf der Rückseite nicht ganz: wenn Patch bzw. RV-Aufsatz wie fürs längliche Täschchen aufgesetzt werden, wird vorne diese Naht durch den Reißverschluss bedeckt, hinten jedoch nicht. Schönheitsfehler. Schadet der Funktion auf keinen Fall. Aber… nun ja. Nächstes Mal weiß ich es besser.

Krempeltasche6

Nächstes Mal?

Ja, ich werde dieses Monsterchen nochmal nähen. Dann jedoch so, das die „kleine Tasche“, in die alles reimgekrempelt wird, aus unempfindlicherem Stoff genäht wird. Wachstuch wird wohl zu steif sein, die Rundungen stelle ich mir schwer zu nähen vor. Auch werde ich nochmal schauen, wie ich bei der aufgesetzten Tasche den Reißverschluss am Ende so fest bekomme, das ich tatsächlich einmal rundherum absteppen kann. Bei dieser Variante zog er sich immer unter das Patch. Leider.

„Warum stuft Farbenmix diese Tasche nun als schwieriger ein als alle vorherigen?“ wurde ich beim zuschneiden gefragt. Nun: ich denke, es liegt daran, das gerade bei dieser Tasche der Umgang mit dem Reißverschluss (auch an runden Stellen) und das präzise Arbeiten hier besonders wichtig sind.
Daher auch mein Fazit: keine Tasche, die mal eben schnell nebenbei genäht ist. Auch nix für totale Anfänger. Aber mit Geduld und ein bisschen Weitsicht ein tolles Projekt.

Wer nun noch mehr Krempeltaschen sehen möchte, schaut wieder bei Emma vorbei. Ich werde jetzt noch ein bisschen rumräumen, denn wir erwarten heute noch lieben Besuch, den wir nicht all zu oft sehen.

 

Schnitt: Kremepltasche der Taschenspieler 2 von farbenmix
Stoff: Lissabon von swafing via emmeline
Reissverschluß, Verlaufsgarn, Bügelbild: im echten emmeline-Lädchen erstanden 

Laufen

Schwimmen ist doof! oder: Wer lesen kann, ist im Vorteil

15. Jun. 2014 - Laufen -
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Am Freitag begann das 24-Stunden-Schwimmen hier in unserer Stadt. Leider hatte ich einige Termine während der Dauer dieser Veranstaltung, so daß ich weiter keinen Gedanken daran verschwendete außer: Wäre schön gewesen. 2001 oder 2002 habe ich schon mal an einem 24-Stunden-Schwimmen teilgenommen – im HofBad. Der Teenager hatte damals gerade schwimmen gelernt und wir schwammen beide die Distanz die man absolvieren musste, um das Andenken-Tshirt zu erhalten. Ich weiß nicht mehr, wie viel es war, aber wir beide sind stolz nach Hause gegangen.

Freitag Abend war ich auf einer Geburtstagsparty. Ein schöner Abend, wir saßen draussen und liessen es uns gut gehen. Für mich war am Samstag ausschlafen eingeplant, denn Mittags sollte die Abschlußparty der 4.Klässler meiner Mini-Hühner gefeiert werden.

Wie es der Teufel will: Ausgeschlafen hatte ich trotz später Zu-Bett-Geh-Zeit bereits um 6:30h. Raus aus dem Schlafzimmer, runter ins Wohnzimmer und – wie morgens immer – erst mal gucken, was die anderen so treiben bzw. während meiner Nachtruhe anstellten: eine kleine Runde bei Facebook und Instagram.
Elkes Beitrag aus der Nacht ließ mich kurz inne halten – nachdenken (Gatte und Hühner schalten eh lange… neunzig Minuten am Stück schaffst du locker… endlich hat das Bad mal geöffnet, wie es zu mir passt….) und dann zur Homepage des TSV surfen um zu gucken, wie das Startgeld ist. Fix einen Matchs Latte angerührt, Schwimmtasche gepackt… he, wo ist meine Schwimmbrille? … schnell noch zwei Bananen und den Rest der Cocos-Reismilch in die Tasche geworfen… los gehts.

Am Bad angekommen erwartete mich strahlender Sonnenschein, Musik, fröhliche Menschen… an der Kasse mein Startgeld bezahlt und eine Wettkampfkarte erhalten. Brav ausgefüllt. Ab um die Ecke: Was für ein Anblick! Endlich mal keine Kette quer durch die 50 m-Bahn! Schwups, in die Umkleide, Kleider und Wertsachen eingeschlossen, duschen… und ins Wasser. Bahn aussuchen, Karte dem „Kampfrichter“ übergeben.

Natürlich hab ich mich wieder für eine Bahn am Rand entschieden. Keine Ahnung warum, aber mir ist es lieber so. Außerdem war es die Bahn, wo aktuell die wenigsten Schwimmer unterwegs waren.

Wie handhabt ihr das denn, wenn ihr schwimmen geht und wählen könnt? Vorausgesetzt, es ist ein reines Schwimmerbecken?

Langsam einschwimmen. Mittlerweile war es viertel vor Acht. Neunzig Minuten war der Plan – so wäre ich gegen halb zehn wieder daheim… pünktlich zum Frühstück mit der Familie. Blauer Himmel, wenige Leute im Wasser – perfekt! Ich schwamm friedlich vor mich hin.

Und das, obwohl ich schwimmen eigentlich ziemlich doof finde.

Der Aufwand, bis man an der Sportstätte ist. Die Duschen, die entweder zu heiß oder zu kalt sind. Das Wasser, welches oft (zu stark) gechlort oder zu warm ist. Das „aus den Klamotten pellen“ und schlimmer noch – in einer dämpfigen, engen Umkleide hinterher wieder angezogen werden muss. Doch das sind nur die Umstände. Zum Schwimmen an sich: Ich kann das nicht. Nicht gut. Finde ich. Lange Zeit schwamm ich nur noch mit „bloß den Kopf über Wasser halten und nichts in die Augen bekommen.“ Das gab dann einen steifen Nacken und nix war mit dem erholsamen Effekt, den die Orthopäden gerne dem Schwimmen zuschreiben. Schwimmen gehen ist Stress pur. Dabei hab ich noch gar nicht erwähnt, wie sehr es mich stört, im Bad quasi nackt – nur mit einem Badeanzug unterwegs zu sein. Daher gleicht der Weg von der Umkleide eher einem Sprint eines Nilpferdes als dem eleganten Schreiten eines Flamingos.

Also: Schwimmen ist doof. Alles, was ich nicht gut kann, finde ich doof.

Dennoch überwinde ich mich immer mal wieder und trau mich ins Wasser. Ob in öffentlichen Bädern (wo ich das Freibad ganz klar dem Hallenbad vorziehe) oder im See. See ist toll, denn meist ist das Wasser dort wirklich erfrischend, weniger Leute toben um einen herum und es gibt genügend Ausweichmöglichkeiten für die, die tatsächlich schwimmen und nicht planschen, Aquajoggen oder Kaffeeklatschen wollen. Allerdings hab ich Schiss vor Baggerseen. Die oftmals unerwarteten kalten Strömungen, wenn man über eine tiefere Stelle schwimmt. Den Grund, den man nicht sehen kann… Oder Entengrütze und ähnliches, welches dir auf Mundhöhe entgegenschwimmt… manchmal auch Surfer, Segler, Motor- oder Tretbootfahrer…

Für dieses Jahr (nein, für den Rest meines Lebens) hab ich mir vorgenommen, mich meinen Ängsten zu stellen. Deswegen war ich im ersten Quartal dieses Jahres auch zum Krafttraining. Nein, ich kann bis heute nicht Kraulen. Für mich hätte der Unterricht durch mehr Wiederholungen geprägt sein müssen, um mich um Erfolg zu bringen. Aber ich war dort. Ich hab meinen Kopf unter Wasser gehalten, ich lernte (wieder), vernünftig zu atmen und nicht sofort aufzugeben, wenn ich mal Wasser in die Lunge bekam. Ich bin langsamer als alle anderen gewesen. Ich schwamm auch am Ende des Kurses nur mit Flossen, da ich sonst nicht vom Fleck kam. Immer letzter sein macht überhaupt keinen Spaß.

Aber: Ich hab es durchgezogen.

Und im Herbst mach ich das nochmal. Kann ja nicht sein, das meine Kinder besser schwimmen als ich 🙂 Und ganz vielleicht lerne ich dann auch mal, mit einem Kopfsprung ins Wasser zu gleiten.

Zurück zu gestern: Ich schwamm also friedlich meinen Bahnen. Zunächst noch mit der „Kopf über Wasser“ Methode. Merkte aber ziemlich schnell, das mich das bremst und ich am Ende wohl wieder mit Nackenproblemen aus dem Wasser klettern würde. Also mutig die Brille auf die Augen gesetzt, die ersten Züge gewagt. Es war super! Vor allem, da gerade einer der gruseligsten Songs der letzten Jahre aus den Boxen neben meiner Bahn dröhnte. Einatmen – Kopf unter Wasser, einen Armzug lang –  Kopf hoch, ausatmen … und weiter so. Tat gar nicht weh. Und mit der Zeit fand ich meinen Rhythmus.

Nach gut 30 Minuten schweiften meine Gedanken ab: „Hm, in der Ausschreibung stand was von Medaillen. Wäre doch schon cool, eine mit nach Hause zu nehmen, gell? Aber 5.000 m? Himmel, wie viele Bahnen sind das denn? Viele. Viel zu viele! Und welcher Idiot lässt die Leute für Bronze so weit schwimmen?“ Und verflixt: Ich muss mal! Raus aus dem Wasser, Sprint zur Pipibox, wieder rein ins Wasser – vorher aber noch kurz das Mädel vor meiner Karte gefragt, wie weit ich denn sei… 1.100 m … ah, so wenige erst? … wieder rein ins Wasser. 90 Minuten, das schwimm ich sonst auch immer. Das schaffe ich. Und dann nach Hause.

Pustekuchen. Irgendwas in mir wollte mehr. Die 5.000 m und die Bronzemedaille wollten von mir erobert werden. Ich hab es gespürt. So bat ich, nach jedem Kilometer von meinem Fortschritt informiert zu werden. Denn selber mitzählen hab ich nicht geschafft. Immer wieder lies ich mich von anderen Schwimmern ablenken. Bei 3.000 km musste ich schon wieder auf Klo. Und hatte Hunger! Man gut, das ich mir doch noch Bananen eingepackt hatte. Eine davon musste daran glauben, ebenso der Rest des Drinks. Eigentlich wollte ich ja schon längst wieder daheim sein. Eigentlich.

Wieder im Wasser. Die Gedanken kreisten um „Man, bist du egoistisch, lässt den Rest der Familie allein zu Hause. Müssen ihr Frühstück selber machen.“ und auch „Bist du eigentlich blöd? Schwimmen ist doof. Du kannst das doch gar nicht richtig! Wie langsam du bist!“

Mittlerweile hatte ich auf meiner Bahn allerdings zwei ältere Damen, die jedes Mal, wenn man in den Nichtschwimmerbereich schwamm, mit Aquajoggen anfingen. Argh! Slalomschwimmen! Kaum etwas finde ich lästiger, als um andere Leute herumschwimmen zu müssen. Ich bin langsam. Und gerade, wenn man eine Bahn im Kreisverkehr benutzt – oft genug kannst du eben nicht überholen, da der Gegenverkehr gerade just in diesem Moment auf gleicher Höhe ist. Am schönsten ist es natürlich, wenn der Gegenverkehr ein Rückenschwimmer ist, der sehr raumgreifend seine Zickzackbahnen absolviert. *ironieaus* Ich hab versucht, mich nicht zu sehr darüber zu ärgern. Ist mir gelungen. Meistens.

Geht es euch auch so? Schwimmbad und andere Schwimmer, die eure Bahnen kreuzen… Ist halt so oder drüber ärgern? Anraunzen oder gelassen weiterschwimmen?

Als wir irgendwann mit Helene Fischer beschallt wurden, änderte ich meine Strategie von einem Zug unter Wasser auf zwei Züge unter Wasser. Ganz vorsichtig. Und freute mich wie eine Schneeköningin, als ich weder unter Atemnot sofort abbrechen musste noch beim auftauchen wie ein Fisch auf dem Trockenen nach Luft schnappen musste. ICH! kann wieder einigermassen vernünftig Brustschwimmen!

So bei Kilometer Vier merkte ich dann, das ich langsam steifer wurde, die Bewegungen nicht mehr so flüssig. Haderte mit mir und meiner Entscheidung, die 5 km für sowas Blödes wie eine Bronzemedaille zu schwimmen. „Aber hey, nur noch 1.000 m, 20 Bahnen, was ist das denn schon im vergleich zu dem, was zu schon geschafft hast. Jetzt aufgeben? Peinlich, oder? Klar weiß keiner davon… aber viel cooler ist es doch, hinterher zu sagen: ich war da. Ich hab es geschafft!“ Also weitergeschwommen. Und nochmal: Pipibox. Wie machen das bitte die anderen, die lange Strecken im Bad schwimmen? Müssen die gar nicht müssen?

Die letzten Meter waren zäh. Zumal dann meine Bahn verschoben und mit der daneben zusammengelegt wurde. Um zehn startete nämlich das Schwimmen der Grundschulen. Noch mehr Rückenschwimmer auf meiner Bahn. Und von nebenan das Geplansche einer Horde Grundschüler… die haben vielleicht eine Welle gemacht. Ruhig und gleichmässig ging bei mir dann kaum noch.

4.900 m – ich hab also richtig mitgezählt. Zwei Bahnen noch und ich bin fertig. Die Sonne scheint. Ich bin zufrieden mit mir. Und stolz auf mich. Und fertig. Meine Schulter zieht. Ich bin müde. Und hungrig.

An der Kasse dann meinen Zettel abgegeben, Urkunde erhalten. Und eine Goldmedaille. Hab ich erst gar nicht gemerkt. Auf dem Weg zum Auto beim Versuch, ein vernünftiges Foto für Instagram zu machen, ist es mir aufgefallen. Egal. Ich will nach Hause, eine warme Dusche und meine Blackroll. Etwas gescheites Essen und ja, trinken! Das man nach circa 2:30 Stunden im Wasser so einen Durst haben kann!

Zu Hause brach meine Familie – wie erwartete – nicht in Jubelrufe ob meiner sportlichen Höchstleistung aus (ganz im Gegensatz zu meinen lieben Followern bei Instagram und Facebook :-)). Immerhin war der Tisch gedeckt und wir frühstückten zusammen in aller Ruhe. Meine Sorge, das die Armen ohne mich alleine essen müssten und ohne meine Anwesenheit total aufgeschmissen wären war grundlos: sie sind alle erst gegen 10:15 aus den Betten geplumpst.

5kswim

Später las ich dann die Ausschreibung nochmal – und musste herzhaft lachen:

Ich hatte mich verlesen!

Bereits bei 500 m gab es eine Bronzemedaille, ab 3.000 m dann Gold. Ich bin quasi an meinem Minimalziel um 4.500 m vorbeigeschwommen. Zum Glück kann ich heute sagen: Denn das Schwimmen von 5.000 m hatte ich mir selbst nie im Leben zugetraut. Auch nicht, jemals 2:30 h am Stück im Wasser zu sein und mich schwimmend fortzubewegen. Somit hatte es irgendwie doch was Gutes, das ich die Ausschreibung nicht zu Ende las:

Ich hab mich selbst übertroffen. Und bin stolz darauf.

Warum ich euch allen das erzähle? Weil ich selbst immer wieder froh darüber bin, auf andere Menschen zu stoßen, die ähnliche Erfahrungen machen. Von denen lasse ich mich gerne mitziehen und motivieren. Eine, die ich seit Anfang des Jahres verfolge und sehr schätze ist Judith mit ihrem Blog „Vegan Marathon„. Über Nacht entschieden: Ich will Marathon laufen – und einfach anfangen. Andere daran teilhaben lassen – an Höhen und Tiefen, an Erfolgen und Selbstzweifeln. Ihr glaubt gar nicht, wie hilfreich es ist, „da draußen“ auf diesem Planeten andere zu wissen, die ähnlich ticken wie ihr. Quasi über Nacht begann ich, vegan zu essen. Fast genau so spontan traf ich die Entscheidung, einen Halbmarathon zu laufen. Dabei bin ich weder sonderlich strukturiert, noch organisiert noch sportlich. Aber ich schaff das. Auch weil ich weiß, das ich mittlerweile andere angesteckt habe – meine Motivation zieht Kreise.

Und das fühlt sich verdammt gut an!

Herzlichen Dank an dieser Stelle an alle, die mich an ihren Erlebnissen teilhaben lassen: durch Blogs, Fotos bei Instagram, Mails oder – ja, das gibt es auch noch! – Gespräche von Angesicht zu Angesicht. Ich bin froh über die Möglichkeiten, die die gar nicht mehr so neue Welt der mobilen Kommunikation uns allen bietet.

Motivation ist alles – wir packens!

 

 

 

 

 

 

 

 

Nähen

Taschenspieler 2 – Rucksack

03. Jun. 2014 - Nähen -
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Jetzt ist mein Rucksack schon soooo lange fertig – und wird erst jetzt hier gezeigt. Bei Emma hab ich ihn aber fix nach der Fertigstellung verlinkt 🙂 , den mir selbst gefällt er echt gut und ich musste ihn sofort in die Galerie einstellen. Aber ihr wisst ja alle, wie das ist: manche Dinge lassen sich drinnen doof ablichten, manchmal möchte man einen besonderen Rahmen oder eben auch ein netteres Setting… manchmal wäre man mit etwas Sonne schon zufrieden!

Meinereiner hat nur auf ein wenig Sonne gewartet. Bis mir mal Zeit zufliegt, darauf warte ich gar nicht erst.

Doch – oh Wunder! – Sonntag schien hier im Rheinland tatsächlich die Sonne und ich schnappte mit meine Kamera. Das besondere Setting: unser Garten… wer mag, stellt sich passend zum Design des Rucksacks bitte einen Steg, Wellenrauschen und das Flattern von Segeln vor, ja?

rucksack1

Genäht war der Rucksack eigentlich recht fix. Da mir von den Schnittteilen und den Mustern auf der Swafing Hausmesse schon klar war, das der Rucksack recht Mini werden würde, hab ich ihn im „kindgerechten“ Design genäht. Bei meinen segelnden Kindern passt dieser leichte Jeans einfach herrlich! Nun werden darin die Segelpässe, ein kleines Handtuch, Mobiltelefon und Kleinigkeiten für die Regatten verstaut.

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Ich hab während des Zusammennähens die Berichte der anderen im Kopf gehabt: mich stören die offenen Nähte innen… und hatte versucht, mir eine Version zusammenzubasteln, wo alle Nähte verstürzt würden. Klappte an diesem Tag einfach nicht. Somit wurde unser Segelrucksack mit nur einer Änderung genäht: der Reißverschluss wurde „ganz normal“ zwischengefasst.

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Noch bastle ich an der ultimativen „Rucksackgurtlängenverstellung“ – ich stelle mich wahrlich doof an. Das rutscht irgendwie einfach nicht. Liegt vielleicht auch am Baumwollgurtband? Hat da jemand einen Tip, wie genau ich das nun auffädeln muß?

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Ihr könnt erkennen, was ich meine, gell? Für so einen kleinen Rucksack sehen die Gurte schon ganz schön lang aus, müssen aber so sein, um meinen 140 cm langen Damen gut am Rücken zu sitzen.

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Ein bisschen Stolz bin ich auf den wasserabweisenden Boden. Da Miriam bei Instagram schon nachgefragt hat: nein, den Stepper gibt es „nicht auch noch“, sondern wurde von mir höchstselbst für diesen Rucksack angefertigt. Ist aber keine Hexerei: Einfach einen (wasserabweisenden) Stoff nehmen, H640 mit Sprühkleber fixieren und dann in regelmäßigen Abständen zusammensteppen.

Fazit: Der Rucksack ist echt knuffig und tatsächlich fix genäht!

Wunschzettel zum Schnitt: Ich möchte so gerne ein sauberes Innenleben – wenn eine von euch da draußen mal so frei ist und einen Weg gefunden hat, darf mir gerne Bescheid gesagt werden. Mein persönlicher Wunsch an Farbenmix: gerne auch in Größer! (oder klappt das etwa einfach mit größer Ausdrucken?)

Schnitt: Rucksack/Crossbag der Taschenspieler 2 von farbenmix
Stickdatei: veflixt, muß ich nachreichen, ist auf dem Stick an der Maschine
Stoffe, Reißverschluß, Gurtband, Webbandemmeline

Nähen

Taschenspieler 2 – Tropfentasche

24. Mai. 2014 - Nähen -
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Tropfentasche. Okay. Was hab ich es mir schwer getan mit der Stoffauswahl. Die Form sagte mir ganz und gar nicht zu, sie erscheint mir eher unpraktisch. Lange Diskussionen geführt, viel Zeit mit Betrachten der Werke bei Emma verbracht… von den bisher verlinkten Taschen gefielen mir genau eineinhalb. Meine Unlust auf diese Tasche teilte ich den Mädels meiner Nähgruppe mit – siehe da: entweder hatte die eine die CD nur wegen dieser Form gekauft, die anderen eher „obwohl“. Da platze der Knoten. Denn diejenige, welche so gerne diese Tropfentasche nähen wollte, hat gerade keine Energie dafür übrig. Hurra! Meine Stunde ist gekommen!

Ruckzuck war das Farbkonzept angelegt, zugeschnitten, begonnen…

Obwohl die Tasche so richtig doll aufwändig aussieht, sind es eine überschaubare Zahl von Schnittteilen und auch das nähen war jetzt kein Hexenwerk. Allerdings gab es schon den ein oder anderen Fallstrick. Wohlweislich sah bei mir ein Zwischenschritt so aus:

tropfentasche9

Habe ich doch schon einige „runde“ Taschen genäht und nicht nur einmal gemotzt, weil ich trennen durfte. Mein Fehler war: Oben rechts anfangen und links dann – mal mehr, mal weniger – Stoff zuviel. Dieses Mal halfen mir die genialen Wonderclips beim Stecken (Kunstleder!) und der Trick, eben unten am Boden sowohl mit dem Stecken als auch dem Nähen zu beginnen. So bleibt kein Stoff übrig. Erste Hürde gemeistert.

Eine weitere Herausforderung: Annähen der Passe. Gelöst dadurch, das ich seit 3627 Nähstunden mal wieder den Freiarm bemühte.

tropfentasche8

Der Kranz besteht nur zur Hälfte aus Kunstleder. Aber wie bekomme ich diesen immer noch sehr dicken Teil nun vernünftig an den Körper genäht? Leider habe ich mich für die zweitbeste Möglichkeit entschieden: So nähen, wie es in der Anleitung beschrieben steht. Einfacher wäre es wohl gewesen, wenn ich zuerst die Innentasche, dann die Aussentasche genäht und dann zusammengesetzt hätte. Sollte ich dieses Modell ein weiteres Mal nähen, werde ich mich auch länger damit auseinandersetzet, ob ich die Träger seitlich mitfasse oder aufsetze.

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Mit jeder Naht gefiel mir meine Wahl besser. Anfangs noch sehr skeptisch, ob das alles so funktioniert, wie ich mir das dachte… lief es dann richtig gut. Sogar an die zwei Magnetveschlüße habe ich (rechtzeitig, sic!) gedacht.

Tropfentasche3 Tropfentasche6

Ein weiterer „Wie soll ich das nur lösen?“-Punkt waren die Träger: die vorgeschlagene Länge sah für mich einfach unproportional aus. Allerdings weiß ich von der zukünftigen Eigentümerin, das sie eine „Querträgerin“ ist. Also: variabel soll es werden. Aber wie nur? Bei irgendeinem Modellbeispiel sah ich dann meinen Weg vorgezeichnet… ich nähe kleine Schlaufen mit D-Ringen, an die mit Karabiner(n) die gewünschte Länge angeklipst werden kann. Schwups, ein Gurt in der für mich sinnvollen Länge mit Hilfe von Bundfix genäht, schon ist die Tasche tragbar!

Tropfentasche2

Sind das nicht schöne, leuchtende Farben? Ich bin zur Abwechslung mal ganz verliebt in mein Werk 🙂

Tropfentasche4

So sieht sie übrigens aus, wenn der Blasebalg per Reißverschluß geschlossen wurde. Durch das Kunstleder ist die Tasche sehr robust, pflegeleicht und hat eine gewisse Stabilität, die den Beutelcharakter dieses Modells etwas mildert.

Tropfentasche1

Was meint ihr: Lieben oder Hassen? Hat euch das Nähen der Tropfentasche Spaß gemacht? Ist es „eure“ Tasche geworden, ein Werk für den Shop oder auch ein Geschenk?

Ich geh jetzt nochmal zu Emma. Gucken, was nach Tasche Nummer 58 noch so alles in die Galerie gestellt wurde… und geselle mich dazu. Ach, und gucken, was nächste Woche dran ist muß ich auch noch!

Schnitt: Tropfentasche der Taschenspieler 2 von farbenmix
Stoffe: Kunstleder & Vichykaro von emmeline, Bunter Stoff vom Stoffmarkt 2013
Reiß- & Magnetverschluß, Bundfix, D-Ringe: emmeline
Karabiner: Baumarkt 

Nähen

Taschenspieler 2 – Klappentasche

21. Mai. 2014 - Nähen -
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Klappentasche – da war doch noch was. Genau.

Eigentlich ist meine Tasche ohne Klappe ja schon laaaange zugeschnitten. Und in Gedanken auch schon längst fertig.

Wenn da nicht die vielen „wenns und aber“ wären. Ach, „hätte“ ist auch noch im Angebot.

Wenn… Bettina sich im Urlaub nicht den Arm gebrochen hätte, wäre ich nicht so oft im Lädchen.
Hätte … ich zu Hause nicht so viel um die Ohren (ungeplante Arzt- und Krankenhausbesuche, den alltäglichen Mamataxi-Job und der Garten), könnte ich ja hier in Ruhe nähen.
Aber … dazu müsste ich ja a) das zugeschnittene aus dem Laden heimtragen, Platz schaffen und gut zwei Stunden am Stück nähen können.
Wenn … nicht noch die Nähkurse am Abend plus Volkshochschule plus Elternabende wären.
Wenn … nicht auch noch der Rosellener Abendlauf (Bericht folgt) ein wichtiger Termin in dieser Woche gewesen wäre!
Aber… an Montag Morgenden ist es ja eher ruhig im Laden. Normalerweise.
Wenn … nicht die Dawanda-Rabattaktion, ein (für die ganze Woche!!!) kaputtes Internet und die dadurch entstehende Pendelei zwischen Laden und daheim wäre, könnte auch genäht worden sein.
Aber … macht nix, kannste ja schon mal die Teile besticken – wenn … die Datei nicht nur daheim auf dem Rechner abgelegt worden und der Stick nicht im Laden wäre.
Ich befürchte, das war noch gar nicht alles.

ABER… Bettina hatte im April auf unserem Nähtreffen schon eine Klappentasche genäht. Die kann ich euch wenigstens zeigen. Mit Gips tippt es sich nämlich schlecht (und nähen geht noch schlechter).

Deswegen schmücke ich mich heute mit fremden Federn. Darf ich vorstellen? Klappentasche mit breiter Klappe a la emmeline!

klappentaschebettina

P.S.: die Tropfentasche hab ich noch nicht mal im Kopf. Irgendwie… nicht mein Design. Wer weiß, vielleicht springt sie mich noch an, die zündende Idee oder die Stoffkombi im Regal?!

 

Stoffe: Taschenstepper Moskau, Klappe: Nina Safari, Gurtband und Co – alles von emmeline
Schnitt: Taschenspieler2 – Klappentasche von Farbenmix