Laufen

HAJ-Botschafter: Völlig planlos….

12. Jan. 2016 - Laufen -
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… ist mein Dezember verlaufen, nachdem ich wegen Krankheit den Marathon-Checkup verschieben musste und ganze fünf Wochen des Wintertrainings mit Halswickeln, Antibiotika und Co. verbrachte. Dementsprechend frustriert und orientierungslos eierte ich durch den Dezember. Der HAJ-Botschafter in mir sieht schon alle Felle für einen „Halbamarthon mit viel Spaß“ davon schwimmen.

Dieses Wetter! Optimal zum Laufen! Aber danke, „No sports!“ dank des Antibiotikums für ganze 14 Tage. GAR KEIN Sport. Das hat mich dann gleich noch kranker gemacht. Irgendwie. Na gut. Nicht kranker. Aber unzufriedener. Grmpf.

Zum Silvesterlauf bin ich wieder aufgestanden. Ja, es ist nach einer Pause nicht clever, gleich mit nem Wettkampf zu starten. Sollte ja auch ein etwas längerer Spazierlauf werden. So war der Plan. Für meine zwei allerliebsten Mitstreiterinnen Vanessa und Silvia WAR es das auch. Bei mir stand dann doch

Tempotraining+

„Dieses Training hat deine anaerobe Toleranz sowie deine maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) und Effizienz verbessert. Es hat außerdem die Geschwindigkeit gesteigert, die du halten kannst, ohne zu übersäuern (Laktat-Steady-State). Die Trainingsdauer war lang genug, um die Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdung bei der trainierten Geschwindigkeit zu erhöhen. Kohlenhydrate sind die Hauptenergiequelle, die dein Körper bei dieser Trainingsintensität verwendet.“

Quelle: polarflow

Und es war anstrengend. Trotz einer Pace von 7:14.

Neujahr musste ich dann gleich wieder los. Langsam war der Plan. Sozusagen Auslaufen. Na ja, war es. Aber irgendwie fast anstrengender als der Wettkampf am Tag davor. Das kann ja noch was werden….

Bewegungsanalyse und Laufdiagnostik

Wie schon auf Instagram und bei Facebook erwähnt, war ich beim Marathon-CheckUp.Gut einen Monat später als geplant. Ich hab mi dennoch drauf gefreut – auch wenn der Ausblick auf eine Analyse nach langer Zeit des Nichtstuns nicht ganz so rosig war.
Die Aufregung vorher war fast so schlimm wie der allererste Besuch beim Gynäkologen. Am Abend vorher las ich nochmal – äh zum ersten Mal – den Hinweis mit „Was zu beachten ist“.

„Frauen bringen bitte mit:

  • Bade- oder Unterhose in Slipform (Erforderlich zur exakten Markierung des Bewegungsapparates)
  • Bauchfreies Oberteil (Sport-BH, Bikini oder ähnliches) (Erforderlich zur exakten Markierung des Bewegungsapparates)“
    Quelle: Wallenborn

Mit einem Körperbild, das fast nicht schlechter sein kann, machte ich mich auf den Weg.

Und es war gar nicht soooo schlimm.

Zumindest nicht die Sache mit dem „in Unterwäsche auf dem Laufband rennen“. Auch wenn ich mich fühlte wie ein trächtiges Hängebauchschwein. Einfach laufen. Das kannste, ja? Viel peinlicher war mir dann aber tatsächlich, das ich vorher überhaupt nicht dran gedacht hatte, meine Schuhe abzubürsten. Nach den Tests auf dem Band hatte Marc Humpert verdammt viel Dormagener Erde auf seinem Praxisboden.

Das Ergebnis

Hätte besser sein können. Um ehrlich zu sein: ich hab mich hinterher absolut schlecht gefühlt. In Relation zur VO2max sind meine Leistungen echt okay bis gut. Dennoch… ich bin eine lahme Ente. Eine lahme Ente mit immernoch gut und gerne 5 BMI-Punkte, 10-15 kg zuviel. Das sind alles nur Zahlen. Wichtig ist, das der Rest gesund ist. JA! Klar ist das wichtig. Aber ein Körperfettanteil von 32 % finde ich – ehrlich gesagt – sehr beschämend, bei dem, was ich eigentlich an Kilometer abspule.

Eigentlich.

Denn genau das ist der Knackpunkt. Eigentlich.

Eigentlich weiß ich,

  • was mir gut tut.
  • welche Verhaltensweisen einem gesünderen Lebenswandel zuträglich sind.
  • wie viel ich mich besser fühle, wenn ich auf meinen Bauch höre.
  • das ich schon ne Menge geschafft habe. Manches davon sogar echt gut.

Uneigentlich lass ich mich manchmal ganz gerne ablenken, aus der Bahn werfen. Manchmal ist es einfach das Leben mit drei Kindern, Mann, zwei Jobs und einem Haus.

Der Tag – und auch der folgende – war für mich irgendwie gelaufen. Resignation machte sich breit.

Aber nicht mit mir.

Ich bin Läuferin. Ein Turtlerunner zwar, aber eben auch eine Läuferin. Das bleibt so. Das lasse ich mir nicht ausreden und auch nicht Mies machen.

Sonntag war herrlichstes Laufwetter: um die 10 Grad, Sonne und ein bisschen Wind. Nicht – wie angekündigt – eine massive Regenfront. Die Familie war unterwegs zu einer Veranstaltung des Segelclubs. Zeit für mich.

Zeit für einen langen Lauf.

Ganz allein. Ganze 14 Kilometer in knappen zwei Stunden auf Wegen, die ich zum Teil (im Hellen) noch nicht kannte. Zwei Stunden, die ich zum Nachdenken und Geniessen hatte. Ja, geniessen! Denn ich hab mich einfach leicht und locker gefühlt, den Wind im Haar gespürt und gedacht:

Mehr davon!

Seither bastle ich an meinem Trainingsplan. Für den Hannover-Halbmarathon – Stichwort: #runnover und #hajbotschafter – und den Rennsteig will trainiert werden. Ein paar Kilo dürfen weichen, ein paar Muskeln dürfen sich zeigen. Noch ist das ganze nicht in trockenen Tüchern, aber einen Anfang habe ich gemacht.

credit: FreeImages.com/Eran Becker
credit: FreeImages.com/Eran Becker

Auf in ein erfolgreiches, spannendes und friedvolles Miteinander in 2016!

Ich freu mich auf die Herausforderungen, die sich mir in den Weg stellen. Sie werden angenommen.

Wollt ihr meinen Plan für Turtlerunner hier auch sehen und nachlesen?
Dann bitte ich um einen Piep! Ich versuche, es grafisch für euch aufzubereiten.

Beim Running Hero Sascha könnt ihr übrigens auch einen finden. Der Kämpft gerade gegen sein Läuferknie. Ich glaub, ein bisschen Zuspruch kann er auch gebrauchen.

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