Kategorie: Nähen

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Hoodie? Gehen immer!

28. Aug. 2014 - Nähen -
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Als ich neulich den Aufruf zum Probenähen eines Hoodies für Damen bei Worawo sah, musste ich mich einfach bewerben! Denn ich hab schon deren erstes Hoodie-Ebook Miro bewundert – vielmehr all die genähten Pullis, die plötzlich überall auftauchten. Da ich jedoch keine Männer zu benähen habe, schaute ich nur und bedauerte ein wenig, keine Verwendung für diesen Schnitt zu haben.

Zu meinem Glück wurde auch ich – neben ganz vielen anderen, unheimlich kreativen Damen – ausgewählt, um für Lady Miro  die Passform zu testen und das eBook auf Verständlichkeit zu prüfen.

Die größte Hürde war – anders als sonst – nicht die Wahl der richtigen Größe. Kein Messen von Brustumfang, Hüfte und Armlänge… sondern ein einfaches „nimm einen gut sitzenden Pullover und wir vergleichen“. Ein viel schlimmeres Problem war: die Stoffauswahl! Der LadyMiro bietet sooo viele Kombinations- und Variationsmöglichkeiten,  das es uns nicht leicht fiel, uns für ein Modell zum Start zu entscheiden.

Unser erster Miro ist aus Jersey und eher dezent….

Denn in der fünften Klasse … was erzähl ich euch? Ihr Mütter da draußen versteht es auch ohne große Worte.

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Von Hinten ist unser erstes Modell recht schlicht.

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Die Kapuze ist richtig kuschelig – und durch den hohen Steg vorne ist dieser Pulli auch echt Herbst- bzw. wintertauglich.

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Im Gegensatz zum eBook hab ich eine Kordel eingezogen. Ohne war uns die Kapuze zu weit, da nicht regulierbar.

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Ihr habt noch nie Ösen eingesetzt, keine Kordel eingefädelt? Dann schaut mal fix zur Bella Bunt hinüber – die hat ein feines Tutorial für euch!

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Im übrigen war ein so dunkler Stoff fürs erste Modell keine soooo gute Wahl. Hey, das lässt sich in der Sonne irgendwie total schwierig ablichten! (Beim Regen der letzten Tage noch weniger, ihr habt ja Recht.) Daher hab ich bis jetzt noch kein vorzeigbares Bild geschafft, wo unser Lady Miro von vorn zu sehen ist.

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Ein bisschen stolz bin ich darauf, das der Streifen im Ärmel genau da sitzt, wo er hin soll.

Zuerst stolperte ich in der Anleitung zum Ärmeleinsatz über den Text und die Bilder in meinem schwarz-weißen Ausdruck. Wenn man aber das Hirn ausschaltet – also das selbsttätige Denken einstellt – und nur das tut, das dort geschrieben ist – dann flutscht es! Farbige Bilder tun ihr übriges.

Wie immer gilt: Wer ein eBook wirklich liest, ehe er mit der Arbeit beginnt, hat Nicht-Lesern gegenüber einen klaren Vorteil!

Das eBook Lady Miro ist ein gut gegliedertes, einfach zu verstehendes Werk. Der Kinderschnitt verteilt sich auf 20, der Schnitt für Damen auf 30 Din A 4 Seiten.

Besondre gut gefällt mir, da zwischendrin – aber auch schon in der Einleitung – bereits viele, viele kleine und größere Tricks und Tips zu finden sind, die das Arbeiten mit Stoff und an der Nähmaschine erleichtern:

Ein Datenblatt zum Eintragen der Maße. Eine Schemenzeichnung des Hoodies mit Hinweise, wo man am besten welche Änderung vornimmt. Es gibt sogar eine ganze Seite zum Ausmalen oder Kleben…. „Mama! Darf ich von dem Stoff auch noch ein Stückchen haben, ich bin mir noch nicht sicher!“ wurde hier nicht nur einmal gefragt.

Es ist für mich das allererste eBook, wo mir nix fehlt. Während des Probenähens wurden ein paar Kleinigkeiten optimiert, die euch das Arbeiten mit diesem Schnitt noch leichter machen als es uns Mädels in der Testphase eh schon gefallen ist.

Alles in Allem: Wenn die Wahl des Stoffes und die Entscheidung, ob noch „Tüddelkram“ mitgenäht werden soll oder nicht, getroffen wurde – dann ist Lady Miro ruckizucki fertig!

Die Unterteilung im Vorderteil? Kein Thema, lässt sich ganz einfach zuschneiden und nähen. Man muß nur darauf achten, das die drei Elemente ineinander greifen und man nicht ein Teil gegengleich zuschneidet. Schon passiert? Macht nix! Dann kannst du dein Rückenteil auch einfach dreiteilen!

Im unserer zweiten Version seht ihr auch die Tasche, welche in der Zeichnung zum Schnitt zu sehen ist. Für eine Jerseyvariante schien es mir nicht ganz so tauglich. Aber im Sweater… lasst euch überraschen!

Euch gefällt, was ich euch hier so vorgeschwärmt habe? Ihr wollt Lady Miro auch unbedingt nähen?

Dann müsst ihr leider noch bis zum 01.09. warten, denn dann geht das eBook bei Worawo endlich online. Oder ihr näht einfach eine Herrenversion? Oder … ihr nehmt an meiner Verlosung teil…. dieses Mal nur auf Facebook… dort könnt ihr ein Exemplar gewinnen!

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Ich verabschiede mich für heute. Die nächsten Lady Miros wollen fertig gestellt und für euch abgelichtet werden… bis bald!

Schnitt: Lady Miro von Worawo
Stoffe: DOTS und New Stars
Ösen und Kordel: emmeline, Lieblingsladen

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Taschenspieler 2 – Krempeltasche

22. Jun. 2014 - Nähen -
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Nachdem für die Herrentasche in der letzten Woche so gar kein Raum war und ich leider nicht beim Sew-Along dabei sein konnte, wollte ich wenigstens wieder bei der Krempeltasche mitmachen.

Wie ihr seht: es hat geklappt!

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Keine Tasche? Das ist ein Geldbeutel? Nenene, klar ist das eine Tasche! Und zwar eine, die man zusammenkrempeln kann und dann klein und fein in eine größere Tasche stecken kann.

Die Idee dieses Schnittes gefällt mir, gut sogar. Stoff war schnell ausgesucht (schon wieder pink. Anscheinend hole ich gerade meine „rosa Mädchenphase“ nach 🙂 meinte neulich ein lieber Mitmensch). Der leichte, graue Taschenstoff schien wie für so ein Modell gemacht – klar weiß ich, das dieser Stoff franst wie doof, das das Plastik extrem rutschig ist… aber hey, wir ich stelle mich ja auch ganz anderen Herausforderungen, was ist dagegen flutschiger Stoff?
Genial ist, das er abwaschbar, leicht und dunkel – also unempfindlich ist.Da ich grün, rot und blau schon vernäht habe, musste es dieses Mal grau werden. Weil mich bereits auf der Messe dieses Bügelbild angesprungen hat und „vernäh mich!“ rief, fand sich der Rest auch recht schnell zusammen.
Zuschneiden: einfach! Wenn man sich Zeit nimmt und nachdenkt, kann man im Vorfeld auch überlegen, ob man das aufgesetzte Teil (Patch) auf der Rückseite nicht evtl. zu einer Reißverschlußtasche umbauen möchte. Oder als Eingrifftasche. Oder irgendwie anders machen mag… Die Träger sind bei mir etwas kürzer als im Schnitt vorgeschlagen, da ich die Breite des Stoffes als ausreichend lang für mich empfinde.

Die Reihenfolge der Schritte werde ich nächstes Mal ein wenig ändern: zuerst den Kompletten Ring mit dem zwischengefassten Reißverschluss, dann erst die Außenteile. Ich mag es lieber, wenn die kniffeligen Sachen zum Schluß kommen, da bin ich dann „eingenäht“.

Viel zu erzählen gibts eigentlich gar nicht – daher erst mal die Bilder vom fertigen Werk…

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Hier seht ihr das Schätzchen in ganzer Größe: drinnen befinden sich 5 Ex-Irmas und eine Nackenrolle. Es passt also gut was rein. Und ja, beim nächsten Mal bemüh ich mich, zum ausfüllen eines durchscheinenden Stoffes nicht etwas auszuwählen, was so stark gemustert ist 🙂

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Farbverlaufsgarn finde ich toll! So wird aus langweiligem grau schnell ein Hingucker, der trotzdem nicht so knallt.

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Die Rückseite. So vollgestopft lässt sich die Tasche auch gut als Bodenkissen verwenden.

Was ich euch rate: Beachtet genau die Nahtzugaben (die an manchen Stellen anders ist). Auf 3mm zurückschneiden ist auch sinnvoll. Ich war so frei und hab es teilweise nicht überprüft und hab nun eine faltenreiche, ältere Dame, die gerne Pink trägt als Begleiterin bekommen. Und ja: die Anleitung nicht nur „Bildergucken-losgehts“ sondern auch lesen. Gerade dem, der mit schwarz-weiß-Ausdrucken arbeitet, ist diese Vorgehensweise sehr zu empfehlen.

An einer Stelle hab ich mich geärgert, weil ich mich an die Anleitung gehalten habe: Die Träger werden festgenäht und dann nochmal gesichert. Die angegebenen Zentimeter passen auf der Rückseite nicht ganz: wenn Patch bzw. RV-Aufsatz wie fürs längliche Täschchen aufgesetzt werden, wird vorne diese Naht durch den Reißverschluss bedeckt, hinten jedoch nicht. Schönheitsfehler. Schadet der Funktion auf keinen Fall. Aber… nun ja. Nächstes Mal weiß ich es besser.

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Nächstes Mal?

Ja, ich werde dieses Monsterchen nochmal nähen. Dann jedoch so, das die „kleine Tasche“, in die alles reimgekrempelt wird, aus unempfindlicherem Stoff genäht wird. Wachstuch wird wohl zu steif sein, die Rundungen stelle ich mir schwer zu nähen vor. Auch werde ich nochmal schauen, wie ich bei der aufgesetzten Tasche den Reißverschluss am Ende so fest bekomme, das ich tatsächlich einmal rundherum absteppen kann. Bei dieser Variante zog er sich immer unter das Patch. Leider.

„Warum stuft Farbenmix diese Tasche nun als schwieriger ein als alle vorherigen?“ wurde ich beim zuschneiden gefragt. Nun: ich denke, es liegt daran, das gerade bei dieser Tasche der Umgang mit dem Reißverschluss (auch an runden Stellen) und das präzise Arbeiten hier besonders wichtig sind.
Daher auch mein Fazit: keine Tasche, die mal eben schnell nebenbei genäht ist. Auch nix für totale Anfänger. Aber mit Geduld und ein bisschen Weitsicht ein tolles Projekt.

Wer nun noch mehr Krempeltaschen sehen möchte, schaut wieder bei Emma vorbei. Ich werde jetzt noch ein bisschen rumräumen, denn wir erwarten heute noch lieben Besuch, den wir nicht all zu oft sehen.

 

Schnitt: Kremepltasche der Taschenspieler 2 von farbenmix
Stoff: Lissabon von swafing via emmeline
Reissverschluß, Verlaufsgarn, Bügelbild: im echten emmeline-Lädchen erstanden 

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Taschenspieler 2 – Rucksack

03. Jun. 2014 - Nähen -
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Jetzt ist mein Rucksack schon soooo lange fertig – und wird erst jetzt hier gezeigt. Bei Emma hab ich ihn aber fix nach der Fertigstellung verlinkt 🙂 , den mir selbst gefällt er echt gut und ich musste ihn sofort in die Galerie einstellen. Aber ihr wisst ja alle, wie das ist: manche Dinge lassen sich drinnen doof ablichten, manchmal möchte man einen besonderen Rahmen oder eben auch ein netteres Setting… manchmal wäre man mit etwas Sonne schon zufrieden!

Meinereiner hat nur auf ein wenig Sonne gewartet. Bis mir mal Zeit zufliegt, darauf warte ich gar nicht erst.

Doch – oh Wunder! – Sonntag schien hier im Rheinland tatsächlich die Sonne und ich schnappte mit meine Kamera. Das besondere Setting: unser Garten… wer mag, stellt sich passend zum Design des Rucksacks bitte einen Steg, Wellenrauschen und das Flattern von Segeln vor, ja?

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Genäht war der Rucksack eigentlich recht fix. Da mir von den Schnittteilen und den Mustern auf der Swafing Hausmesse schon klar war, das der Rucksack recht Mini werden würde, hab ich ihn im „kindgerechten“ Design genäht. Bei meinen segelnden Kindern passt dieser leichte Jeans einfach herrlich! Nun werden darin die Segelpässe, ein kleines Handtuch, Mobiltelefon und Kleinigkeiten für die Regatten verstaut.

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Ich hab während des Zusammennähens die Berichte der anderen im Kopf gehabt: mich stören die offenen Nähte innen… und hatte versucht, mir eine Version zusammenzubasteln, wo alle Nähte verstürzt würden. Klappte an diesem Tag einfach nicht. Somit wurde unser Segelrucksack mit nur einer Änderung genäht: der Reißverschluss wurde „ganz normal“ zwischengefasst.

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Noch bastle ich an der ultimativen „Rucksackgurtlängenverstellung“ – ich stelle mich wahrlich doof an. Das rutscht irgendwie einfach nicht. Liegt vielleicht auch am Baumwollgurtband? Hat da jemand einen Tip, wie genau ich das nun auffädeln muß?

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Ihr könnt erkennen, was ich meine, gell? Für so einen kleinen Rucksack sehen die Gurte schon ganz schön lang aus, müssen aber so sein, um meinen 140 cm langen Damen gut am Rücken zu sitzen.

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Ein bisschen Stolz bin ich auf den wasserabweisenden Boden. Da Miriam bei Instagram schon nachgefragt hat: nein, den Stepper gibt es „nicht auch noch“, sondern wurde von mir höchstselbst für diesen Rucksack angefertigt. Ist aber keine Hexerei: Einfach einen (wasserabweisenden) Stoff nehmen, H640 mit Sprühkleber fixieren und dann in regelmäßigen Abständen zusammensteppen.

Fazit: Der Rucksack ist echt knuffig und tatsächlich fix genäht!

Wunschzettel zum Schnitt: Ich möchte so gerne ein sauberes Innenleben – wenn eine von euch da draußen mal so frei ist und einen Weg gefunden hat, darf mir gerne Bescheid gesagt werden. Mein persönlicher Wunsch an Farbenmix: gerne auch in Größer! (oder klappt das etwa einfach mit größer Ausdrucken?)

Schnitt: Rucksack/Crossbag der Taschenspieler 2 von farbenmix
Stickdatei: veflixt, muß ich nachreichen, ist auf dem Stick an der Maschine
Stoffe, Reißverschluß, Gurtband, Webbandemmeline

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Taschenspieler 2 – Tropfentasche

24. Mai. 2014 - Nähen -
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Tropfentasche. Okay. Was hab ich es mir schwer getan mit der Stoffauswahl. Die Form sagte mir ganz und gar nicht zu, sie erscheint mir eher unpraktisch. Lange Diskussionen geführt, viel Zeit mit Betrachten der Werke bei Emma verbracht… von den bisher verlinkten Taschen gefielen mir genau eineinhalb. Meine Unlust auf diese Tasche teilte ich den Mädels meiner Nähgruppe mit – siehe da: entweder hatte die eine die CD nur wegen dieser Form gekauft, die anderen eher „obwohl“. Da platze der Knoten. Denn diejenige, welche so gerne diese Tropfentasche nähen wollte, hat gerade keine Energie dafür übrig. Hurra! Meine Stunde ist gekommen!

Ruckzuck war das Farbkonzept angelegt, zugeschnitten, begonnen…

Obwohl die Tasche so richtig doll aufwändig aussieht, sind es eine überschaubare Zahl von Schnittteilen und auch das nähen war jetzt kein Hexenwerk. Allerdings gab es schon den ein oder anderen Fallstrick. Wohlweislich sah bei mir ein Zwischenschritt so aus:

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Habe ich doch schon einige „runde“ Taschen genäht und nicht nur einmal gemotzt, weil ich trennen durfte. Mein Fehler war: Oben rechts anfangen und links dann – mal mehr, mal weniger – Stoff zuviel. Dieses Mal halfen mir die genialen Wonderclips beim Stecken (Kunstleder!) und der Trick, eben unten am Boden sowohl mit dem Stecken als auch dem Nähen zu beginnen. So bleibt kein Stoff übrig. Erste Hürde gemeistert.

Eine weitere Herausforderung: Annähen der Passe. Gelöst dadurch, das ich seit 3627 Nähstunden mal wieder den Freiarm bemühte.

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Der Kranz besteht nur zur Hälfte aus Kunstleder. Aber wie bekomme ich diesen immer noch sehr dicken Teil nun vernünftig an den Körper genäht? Leider habe ich mich für die zweitbeste Möglichkeit entschieden: So nähen, wie es in der Anleitung beschrieben steht. Einfacher wäre es wohl gewesen, wenn ich zuerst die Innentasche, dann die Aussentasche genäht und dann zusammengesetzt hätte. Sollte ich dieses Modell ein weiteres Mal nähen, werde ich mich auch länger damit auseinandersetzet, ob ich die Träger seitlich mitfasse oder aufsetze.

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Mit jeder Naht gefiel mir meine Wahl besser. Anfangs noch sehr skeptisch, ob das alles so funktioniert, wie ich mir das dachte… lief es dann richtig gut. Sogar an die zwei Magnetveschlüße habe ich (rechtzeitig, sic!) gedacht.

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Ein weiterer „Wie soll ich das nur lösen?“-Punkt waren die Träger: die vorgeschlagene Länge sah für mich einfach unproportional aus. Allerdings weiß ich von der zukünftigen Eigentümerin, das sie eine „Querträgerin“ ist. Also: variabel soll es werden. Aber wie nur? Bei irgendeinem Modellbeispiel sah ich dann meinen Weg vorgezeichnet… ich nähe kleine Schlaufen mit D-Ringen, an die mit Karabiner(n) die gewünschte Länge angeklipst werden kann. Schwups, ein Gurt in der für mich sinnvollen Länge mit Hilfe von Bundfix genäht, schon ist die Tasche tragbar!

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Sind das nicht schöne, leuchtende Farben? Ich bin zur Abwechslung mal ganz verliebt in mein Werk 🙂

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So sieht sie übrigens aus, wenn der Blasebalg per Reißverschluß geschlossen wurde. Durch das Kunstleder ist die Tasche sehr robust, pflegeleicht und hat eine gewisse Stabilität, die den Beutelcharakter dieses Modells etwas mildert.

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Was meint ihr: Lieben oder Hassen? Hat euch das Nähen der Tropfentasche Spaß gemacht? Ist es „eure“ Tasche geworden, ein Werk für den Shop oder auch ein Geschenk?

Ich geh jetzt nochmal zu Emma. Gucken, was nach Tasche Nummer 58 noch so alles in die Galerie gestellt wurde… und geselle mich dazu. Ach, und gucken, was nächste Woche dran ist muß ich auch noch!

Schnitt: Tropfentasche der Taschenspieler 2 von farbenmix
Stoffe: Kunstleder & Vichykaro von emmeline, Bunter Stoff vom Stoffmarkt 2013
Reiß- & Magnetverschluß, Bundfix, D-Ringe: emmeline
Karabiner: Baumarkt 

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Taschenspieler 2 – Klappentasche

21. Mai. 2014 - Nähen -
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Klappentasche – da war doch noch was. Genau.

Eigentlich ist meine Tasche ohne Klappe ja schon laaaange zugeschnitten. Und in Gedanken auch schon längst fertig.

Wenn da nicht die vielen „wenns und aber“ wären. Ach, „hätte“ ist auch noch im Angebot.

Wenn… Bettina sich im Urlaub nicht den Arm gebrochen hätte, wäre ich nicht so oft im Lädchen.
Hätte … ich zu Hause nicht so viel um die Ohren (ungeplante Arzt- und Krankenhausbesuche, den alltäglichen Mamataxi-Job und der Garten), könnte ich ja hier in Ruhe nähen.
Aber … dazu müsste ich ja a) das zugeschnittene aus dem Laden heimtragen, Platz schaffen und gut zwei Stunden am Stück nähen können.
Wenn … nicht noch die Nähkurse am Abend plus Volkshochschule plus Elternabende wären.
Wenn … nicht auch noch der Rosellener Abendlauf (Bericht folgt) ein wichtiger Termin in dieser Woche gewesen wäre!
Aber… an Montag Morgenden ist es ja eher ruhig im Laden. Normalerweise.
Wenn … nicht die Dawanda-Rabattaktion, ein (für die ganze Woche!!!) kaputtes Internet und die dadurch entstehende Pendelei zwischen Laden und daheim wäre, könnte auch genäht worden sein.
Aber … macht nix, kannste ja schon mal die Teile besticken – wenn … die Datei nicht nur daheim auf dem Rechner abgelegt worden und der Stick nicht im Laden wäre.
Ich befürchte, das war noch gar nicht alles.

ABER… Bettina hatte im April auf unserem Nähtreffen schon eine Klappentasche genäht. Die kann ich euch wenigstens zeigen. Mit Gips tippt es sich nämlich schlecht (und nähen geht noch schlechter).

Deswegen schmücke ich mich heute mit fremden Federn. Darf ich vorstellen? Klappentasche mit breiter Klappe a la emmeline!

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P.S.: die Tropfentasche hab ich noch nicht mal im Kopf. Irgendwie… nicht mein Design. Wer weiß, vielleicht springt sie mich noch an, die zündende Idee oder die Stoffkombi im Regal?!

 

Stoffe: Taschenstepper Moskau, Klappe: Nina Safari, Gurtband und Co – alles von emmeline
Schnitt: Taschenspieler2 – Klappentasche von Farbenmix

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Taschenspieler 2 – Kosmetiktasche

09. Mai. 2014 - Nähen -
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Grad erst die Markttasche gepostet kommt heute schon das aktuelle Projekt: Die Kosmetiktasche. Zumindest heisst dieses süße Modell Kosmetiktasche. Wer mich kennt weiß, das ich „sowas“ wie Make-up äußerst selten bis gar nicht benutze. Doch seit ich a) vermehrt laufen gehe und anschliessend ins Geschäft und b) die Haare wieder kurz trage ist es manchmal gar nicht verkehrt, ein solches Täschchen dabei zu haben.

Ursprünglich war der Plan, das Täschchen passend zur Markttasche zu nähen. Doch wie es der Teufel (gekannt Schusseligkeit) wollte, hab ich gestern Abend nach dem Kurs meine Zuschnitte im Laden liegen gelassen. Heute früh dann – noch vor einem Termin in der großen Stadt nebenan – hab ich mich dann fix an das Täschchen gesetzt. Was soll ich sagen: auch wenn es total schwierig aussieht mit diesem „Puff“effekt – es lässt sich total easy nähen!

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Vor dem heimatlichen Schrank stehend war schnell klar, das es dieses Mal nicht pink oder rot werden wird, sondern schwarz-gelb. Leider sind das die letzten Meter meines Bestandes Dutch Love , die ich hierfür angeschnitten habe.

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Ich liebe die Designs, die Frau Hamburger Liebe für uns Große entwirft. Gerade die kleingemusterten, oft floralen oder eben auch grafischen Motive haben es mir angetan.  Ich sehe zu, mir das eine oder andere Meterchen meines Lieblingsdesigns zu sichern… aber…

Geht euch das auch so? Verlustängste beim Anschneiden eines Stöffchens? Himmel, dabei darf das Produkt doch tatsächlich bei mir bleiben!

Heute habe entschied ich mich gegen Endlosplastikreißverschluß – hab ich doch von Lena vor einer gefühlten Ewigkeit mal eine tolle Kiste mit Reißverschlüssen bekommen. Heute also der große Auftritt für einen von Ihnen.

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Mit dem Alter *lach* kommt dann wohl auch die Liebe zu Pflanzen oder viel mehr Blumen. Hab ich früher meine Mutter eher belächelt, wenn sie mir erzählte, wie entspannend Gartenarbeit oder die Pflege von Orchideen sei… heute freu ich mich wie eine Schneekönigin, wenn mein Wachsblümchen drinnen oder draußen der Flieder blüht. Aber noch viel mehr freut sich mein Herz, wenn das Minihuhn mit einer ganzen Blumenwiese nach Hause kommt (Nein liebes Kind, ich tausche dieses Mal nicht „Bild gegen Fillygedöns“ – ein reeller Preis darf aber gerne in die Verhandlung eingebracht werden!).

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Die Größe meiner Dutch Love Schönheit ist optimal für meine Bedürfnisse: Das Armband fürs Smartie, Kopfhörer, ebenso mein Notfallarmband, Deo, etwas Schminkzeugs – passt alles prima hinein.

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Da ja das Wetter in den nächsten Tagen nicht wirklich großartig sonniger werden soll, hab ich wieder im grauen Licht fotografiert – und ein bisschen mit Snapseed gespielt. Keine Ahnung von nix – aber ich liebe die Effekte, welche man so einfach nutzen kann, um ein langweiliges Bild etwas aufzupeppen.

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Ich geh dann mal schauen, was nächste Woche genäht wird. Vielleicht kann ich mir ja eine große Tasche passend zu dieser nähen. Ein bisschen was ist ja noch da, von (m)einem Lieblingsstöffchen.

Mehr Kosmetiktaschen findet ihr bei Emmas SewAlong – schaut mal vorbei!

Reißverschluß: privat
Stoffe: Dutch Love von Hilco übers Görlitzer Stofflädchen
Schnitt: Kosmetiktasche der Taschenspieler 2 DVD von farbenmix

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Taschenspieler 2 – Markttasche

07. Mai. 2014 - Nähen -
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Oh, so lange war die Markttasche in meinem Kopf schon fertig entworfen – doch fehlte mir ein zum Kunstleder passender Kombistoff. Gestern wurde er dann geliefert, heute flugs zugeschnitten – fertig!

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Warum ich so kurz angebunden bin? Die ganzen letzten zehn Tage war ich kaum daheim oder hatte mal eine ruhige Minute. Heute ist es nicht anders: Zwischen Arbeit, Mamataxi von der Schule zur Schulveranstaltung zur Freundin zum Training stehle ich mir gerade diese paar Minuten.

Details folgen also heute Abend … äh, Nacht…

Bis später und näht fleissig weiter!

edit 08.Mai um 8:23 h

natürlich kommt alles anders als man denkt. Denn das Training dauerte länger, der Heimweg wurde entsprechend später angetreten… und die Sonne kam auch nicht mehr raus.
Gerade packte ich meine Taschen für den VHs-Kurs, der heute neu beginnt. Da ich weiß, das einige der Teilnehmerinnen den einen oder anderen Taschenkurs gebucht haben, nehme ich diese linke Schönheit auch mit.

Auf alle Fälle werde ich bei diesem Modell noch einen Magnetknopf oben einsetzen. Man gut, das ich bisher keine Zeit hatte, die Wendeöffnung zu schließen.

Emma beschreibt in ihrem Blog, wie sie die doppelte Lage hinter der aufgesetzten Tasche und somit das Verdecken der Stofflagen vermieden hat. Diesen Plan hatte ich auch erst. Aber die Kombination Kunstleder und dünne Baumwolle waren nicht dazu geeignet. Also hab ich gaaanz lange vor dem Regal mit den Webbänder gestanden, bis ich mich dann endlich für eins entschieden habe.

Sonst hab ich nichts weiter verändert. Die Größe ist echt genial – ich denke, diese Tasche ist auch stoffmarkttauglich. Etwas skeptisch bin ich noch bei der Breite der Träger. Vielleicht folgt bald eine Variante mit 3 oder 4 cm Sicherheitsgurtband… mal sehen. Denn dies ist die erste Tasche von der Taschenspieler 2, wo ich weiß: es folgen noch mehr! ganz sicher auch die leichte Variante a la Farbenmix.

Jetzt lasst uns gemeinsam auf besseres Wetter hoffen – ich möchte euch diese Tasche doch gerne noch im Detail zeigen.

edit 11.Mai um 17:51h

Hurra! Zwischendurch schien heute tatsächlich die Sonne! Da konnte ich die Gunst der Stunde… äh Minuten …. nutzen, um meiner Mama die Tasche nochmal zu entwenden. Denn diese erste Markttasche ist ein Geschenk an meine Mama – einfach so. Hätte sie auch ohne Muttertag bekommen, aber manchmal treffen Ideen, Fertigstellung und (relativ) spontane Dates gut aufeinander.

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Ich war ja erst sehr, sehr skeptisch – so viel Webband, so viel Pink und Rosa – aber so im Detail finde ich die Zusammenstellung echt gelungen.

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Heute früh hab ich dann noch fix ein „Gebamsel“ für den Zippe gebastelt – nur ein kleines Stückchen Webband war irgendwie zu dezent für dieses knallige Werk.

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Nicht nur von mir, sondern auch eine von Mamas liebsten Stickdateien ziert die Rückseite.

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Der Schmetterling wurde mit einem Verlaufsgarn von Madeira gearbeitet. Kommt ganz gut rüber,gell?

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Und ja, hier ist er: der Magnetverschluß. Bei dieser Größe klafft die Tasche schon arg auf, wenn man sie abstellt. Daher  nachträglich noch fix etwas Vlies ins Futter gebügelt, Knopf eingesetzt: Voilá!

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Was sich so alles drin verstecken kann, sehr ihr hier: Nicht nur die normale Handtasche, auch  Getränke, Einkäufe, Kameras… haben Platz – und es ist noch Luft! Ein wahres Raumwunder – und schön noch dazu. Ich werde auf alle Fälle noch ein Modell für mich nähen. Wenn da nicht wieder die Wahl der Stoffe anstünde… doch zuerst geht es an die Klappentasche. Der Schnitt ist schon ausgedruckt… und eine Entscheidung wurde schon getroffen: MIT Reißverschluß, auf alle Fälle!

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Stoffe, Reißverschluß, Gurt- und Webband: emmeline
Stickdatei: Springtime von smilasworld
Schnitt: Markttasche von Taschenspieler2

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Taschenspieler 2 – Ordnungshelfer

28. Apr. 2014 - Nähen -
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Ordnungshelfer – ja, sowas dürfte hier gerne einziehen. Wenn auch eher „in persona“ als in Form einer Tasche.
Denn ja – ich gehöre zu denen, die sagen „creativity is messy!“ – aber eigentlich total unglücklich sind mit dieser Art des Arbeitens und zu Leben.

Und wo ich schon mal beim eingestehen doofer Angewohnheiten bzw. Eigenschaften bin, zeige ich euch heute auch mein total missglücktes Werk. Denn ganz ehrlich: wer näht immer nur 100%ig tolle Teilchen? Von denen man selbst überzeugt ist?

Mein Ordnungshelfer war mir von Anfang an suspekt. Okay, Taschen mit kleinen extra Taschen sind supi. Aber gleich vier davon? Wozu? Wer benutzt das tatsächlich – in echt? Außen Taschen, innen extra Fächer – ist das praxistauglich?

Egal – schneidest Du mal zu.

Die erste große Hürde: die Stoffauswahl

In den letzten Tagen habe ich viel genäht, eher Kleinkram. Meine Kinder waren mit im Laden und haben Ostergeschenke genäht – auch da waren Reststücke angefallen. Beherzt habe ich in die Stoffkiste gegriffen… und die ersten zwei Stoffe genommen, die groß genug waren für dieses Projekt. Ebenso einfach war die Wahl des Webbands.

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Außerdem sollte die Tasche dieses Mal ohne Pink und Rot daher kommen. Ist mir gelungen. Nur ein bisschen Rosa hat sich eingeschmuggelt. Wie ihr seht – ich hab einen Filter benutzt: ohne finde ich das Ergebnis noch weniger gelungen als mit. Also so in Natura. Vielleicht bin ich ja aber auch nur nicht der Typ für Sterne in Petrol *hoff*

Zweite Hürde: Der Zuschnitt

Es waren zwar nur drei verschiedene Schnittteile – doch ich hatte dieses Mal schon so ein komisches Bauchgefühl. Mochte vielleicht auch vom Piccolo vorher gewesen sein… ich weiß jedoch, das mir die Angabe, das ganze mit H630 zu füttern ein wenig überdimensioniert vorkam. Aber eine meiner Eigenschaften, von denen ich nicht lassen kann, ist: beim ersten Mal nähen halte ich mich an das, was in der Anleitung steht. Also: Einlage wie angegeben zugeschnitten.

Schnell war das Futter genäht – mit aufgesetzter Tasche, klaro. Lecker Muffins, ein paar Sterne auf Türkis – alles ganz easy. Vlies aufgebügelt. Fertig!

Ohne das Video angeguckt oder in die Anleitung geschaut zu haben traute ich mich nicht ans Nähen. Video geschaut – he, wo ist der Ton? Der PC hat keine Lautsprecher… okay. Geht sicher auch ohne. Im Anschluß dann brav die Markierungen übertragen, brav die Falten in die Außenteile gebügelt.

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Dritte Hürde: Die Reißverschlüsse an die richtige Stelle zu nähen

Gelesen, das Video angeschaut – Stylfix bemüht. Ganz schön friemelig. Die „Reißverschlußenendenverschönerungsschnipsel“ – gleich zehn Mal! Irgendwie war mir an diesem Tag nicht nach solch kleinen Teilen und oft zu wiederholenden Arbeitsschritten… Mit jedem Reißverschluss sank die Stimmung. Warum nähst du das Teil eigentlich? Das sind nicht deine Stoffe, nicht dein Schnitt, nicht deine Farben? Eine richtige Antwort hab ich nicht gefunden… nur: Angefangenes wird beendet.

Zwischendurch sind mir die gebügelten Markierungen verloren gegangen. Ich hab dann einfach geschaut, das mein Außenteil so groß wird wie das Innenteil. Was letztlich zwar für kleinere Taschen außen sorgte, aber mich vor einem zu großen Innenteil bewahrte.

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Vierte Hürde: Innen und Außen verheiraten

Ooookay. Nachdem alle Reißverschlüsse an ihrem Fleck waren, die Handgelenksschlaufe platziert war, sollte alles zusammengesteckt werden. War gar nicht so schlimm. Wie befürchtet war die H630 ein bisschen zu viel des Guten und machte das Wenden etwas schwer. Vielleicht – sollte ich tatsächlich noch mal eine solche Tasche nähen – werde ich das nächste mal Decovil light wählen.

Nach dem Wenden das große Grauen: WAS genau hab ich denn da genäht?

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Eigentlich wollte ich dieses Teil gar nicht zeigen. Wollte in der letzten Woche noch ein zweites Modell nähen – natürlich perfekt! Wie es im wirklichen Leben aber manchmal (oder immer?) ist: ich hab mir zu viele Termine gelegt, dazwischen noch einige unerwartete Notfälle – und schwups! war alle Zeit, die ich mir zum Nähen reserviert hatte, weggeschmolzen.

Vielleicht macht es ja auch der einen oder anderen da draußen Mut: Es wird nicht immer alles perfekt! Auch bei denen nicht, die schon etwas länger nähen. Gerade mit dem Computer und den vielen, vielen Bildebearbeitungsprogrammen kann man so viel „schönreden“. Es ist oft nur eine Frage der Perspektive oder eine Frage des Filters, wie gut ein Werk scheint.

Daher steh ich zu diesem krummen Ding. Zu den Webbändern und Nähten, die nicht aufeinander treffen. Zu den Stoffen, die so zusammengestellt einfach nur gruselig sind. Zu dem lila Garn auf weißem Rosenwebband.

Manchmal geht es einfach gründlich daneben. Ist so.

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Mehr – und hoffentlich gelungenere – Ordnungshelfer findet ihr bei Emmas Sew Along.

Schnitt: Taschenspieler 2 von farbenmix
Stoffe, Reißverschluss, Webband, Garn: emmeline

Nähen

Taschenspieler 2 – Multitasche

19. Apr. 2014 - Nähen -
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Erst heute – Karsamstag – ist meine Multitasche fertig geworden. Zugeschnitten hatte ich sie schon früh. Aber irgendwie… kam mir dann zum einen die Arbeit dazwischen. Aber nicht nur diese. Lange überlegte ich, ob nicht doch ein Seitenstreifen eingesetzt werden sollte. Ja? Nein? Wie breit? Und wenn ja: setz ich dann doch einen Reißverschluß oben ein? Letztlich nahm mir die Zeit die Entscheidung ab: Ganz einfach, ohne Reißverschlüße und Pipapo – nur einen Innentasche hab ich hinzugefügt. Die nächste Überlegung, die mich ausbremste war die, welches Gurtband? Baumwollgurtband passte vom Griff nicht, selber nähen? Im Prinzip gerne – doch dieser Taschenstoff eignet sich nicht besonders gut dazu, SCHMALE Gurte zu nähen. Also: Sicherheitsgurtband. Hab ich da noch etwas? In schmal? Also zu Hause mal in der Kiste suchen.

Außen: einer der tollen neuen Taschenstoffe, dazu die Geisha-Serie – beides von Swafing. Die begeisterten Rückmeldung bei den Umfragen unter meinen Hühner und Freunden gab mir auftrien: So sollte sei werden – meine erste Multitasche.

multitasche_aussen_ganz

Wie ihr seht – ganz einfach genäht: mit einer kleinen aufgesetzten Tasche, die wie die Känguruhtasche durch den Riegel (mit Magnetverschluß) verschlossen wird. Für den Körper hab ich bewußt dunkel und gut zu strapazierendes Material gewählt – so ist die Tasche auch spielplatz-  oder strandtauglich.

multitasche_innen

So schaut’s von Innen aus: bunt! für das wichtigste findet man im oberen Bereich eine kleine, aufgesetzte Tasche – alles andere darf sich dann in der Tiefe der Tasche verteilen. Wider erwarten bietet die Multitasche auch im Hauptteil viel Platz für alles, was frau so unterwegs braucht.

Wenn ich mir meine letzten Taschen so ansehe, nehme ich mir vor: in den nächsten kein rot und kein pink! Schon spannend, was geschieht, wenn man einfach mal so aus dem vollen Regal schöpft.

Ich bin nun sehr auf den Praxistest gespannt. Denn noch überzeugt mich die Form nicht wirklich. Und ganz ehrlich: auf die nächsten zwei Modelle der Taschenspieler-CD freu ich mich sehr (viel mehr)!

Diese ersten beiden waren zum aufwärmen okay – aber garantiert nicht meine Highlights.

Schnitt: Multitasche von der farbenmix Taschenspieler 2
Stoffe, Vlies, Magnetknopf: emmeline
Gurtband: goegelino über dawanda

 Und nun noch ab zu Emmas Sew Along….

Nähen

Karlotta 3 ist da!

17. Apr. 2014 - Nähen -
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Karlotta – das wäre der Name einer meiner Töchter geworden… wenn er im Zusammenhang mit meinem Mädchennamen nicht zu hart geklungen hätte. Damals wohnten wir auch noch in Karlsruhe. Der Teenie schlug damals vor fast neun Jahren Charlotte vor – was in meinen Ohren gruselig klang. Alles, was nur leicht französisch angehaucht ist, verursacht bei mir Gänsehaut – der negativen Art. Letzlich wurde es eine Carla.

Letzte Woche zeigte Smila bei Facebook ihren Prototypen für ihren neuen Taschenschnitt. Als dann noch in den Raum gefragt wurde, ob Interesse am Nähen von Designbeispielen bestünde, konnte ich nicht an mich halten und rief ganz laut: „Ich auch!“

Denn als ich die ersten Blicke auf das Täschchen warf, hatte ich sofort eine bestimmte Freundin im Kopf. Sie liebt lachen, gutes Essen, ihre Familie, (meine) selbstgenähten Sachen… doch leider geht es ihr gerade wieder furchtbar schlecht. Nicht nur, das sie durch den Magenkrebs keine große Freude mehr am Essen an sich hat – diverse andere, unvorstellbare Krankheiten machen es ihr gerade sehr sehr schwer, nach vorne zu sehen.

Ihr gewidmet ist diese sommerlich leuchtende Karlotta, die ich heute präsentieren darf.

karlotta_innenleben

Neu für mich: Sowohl eine Reißverschlußinnentasche als auch eine Stecktasche für Handy und Co in einem Objekt vereint. Lange hab ich überlegt, welche woh platziert wird. Ich hab mir für den Reißverschluß vorn entschieden – einfach weil ich denke, das dort die weniger schweren Dinge verstaut werden.

karlotta_details

Wie bei allen Karlottas von Smila’s World fallen die Falten sofort ins Auge. Dummerweise sorgen diese Falten dafür, das sich die Tasche nicht wirklich gut im ganzen fotografieren lässt – oder ich einfach nicht das richtige Händchen fürs Fotografieren habe. Ich versuche, im Laufe des Tages ein vorzeigbares Bild für euch zu machen. Denn alle bisherigen Versuche zeigen einfach nicht die wahre Schönheit dieser Form.

Wer sich nun auch an eine handliche, aber ausgefallene Handtasche wagen mag – der surft am besten rüber zu Smila. In den nächsten Tagen werdet ihr dort auf dem Blog sicher noch die eine oder andere Karlotta zu sehen bekommen. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, meine Idee umzusetzen.

Vielleicht gibt es demnächst noch mehr Karlottas hier im Blog – doch als nächstes erwartet euch eine Multitasche – wenn ich mich da dann endlich mal für eine Gurtvariante entschieden habe 🙂

Schnitt: Karlotta3 über smila’s world
Stoffe, Web- und Gurtband: über emmeline