Monat: Januar 2017

Nähen

Gut gebügelt ist halb genäht

27. Jan. 2017 - Nähen -
1 Comment

Als ich diesen Aufruf sah, musste ich einfach dabei sein: gut gebügelt?!

gut gebügelt 1

Mein Plotter stand sowieso schon viel zu lange in der Ecke. Der muss mal wieder genutzt werden! Wer mit mir näht bzw. bei mir nähen lernt, kennt den Spruch eh schon „Gut gebügelt ist halb genäht!“ Auch wenn es die eine oder andere nicht mehr hören mag – da ist so viel Wahres dran! Also hab ich mich bei Faina beworben, die Ideen sprudelten in meinem Kopf herum und dann…. wurde ich krank. So richtig.

Doch die Ideen verfolgten mich auch im Schlaf. Die komischsten Sachen träumte ich … ob das vielleicht auch den Wortspielereien in der Testergruppe lag? Jedenfalls bekam der oben abgebildeten Plott ruck-zuck Ableger… also… abgewandelte Texte. 7 verschiedene Mitglieder in der Familie „Gut gebügelt“ gibt es mittlerweile.

Irgendwann hab auch ich mich wieder in die Senkrechte und an meinen Arbeitsplatz begeben können. Der Plotter wurde entstaubt, die Folien wurden sortiert.

Gut gebügelt

habe ich dann auch. Denn mir ist tatsächlich bei der Entstehung dieses Projektes das Bügeleisen kaputt gegangen. Zum Glück hatte ich in weiser Voraussicht ein neues bestellt, nachdem ich mich  – wie viele andere auch – beim letzten Wellnessnähen in ein ganz bestimmtes Modell verguckte. Dieses kam pünktlich zum Totalschaden des Vorgängers bei mir an. So lange war es her, das ich mehr als „mal eben einen Namen“ in den Plotter warf. Das ein oder andere Update der Software habe ich auch übersprungen. Aber nachdem ich diese Hürden erfolgreich gemeistert hatte, fand sich mein Motiv wie geplant auf dem Stoff wieder.

gut gebügelt 2

Leider sieht man den schönen schwarz glitzerndenden Effekt meiner Folie gar nicht so gut. Aber in Echt ist diese Folie ein Traum!

Dabei hab ich auch den einen Grund wieder gefunden, warum der Plotter in den letzten Wochen – oder eher Monaten – ein einsames Dasein fristete: aufbügeln der Motive ist müßig. Das zu schmückende Objekt auf einen „steinigen“ Untergrund drappieren, Plott auflegen, sehr sehr fest das Eisen aufdrücken – sekundenlanges Pressen, testen ob die Folie abzuziehen geht (welche soll nochma kalt, welche warm vom Träger gelöst werden?) – oh, hier hält die Ecke noch nicht, upps da ist ein Punkt noch auf dem Träger …. Nochmal Backpapier drauf, nochmal Pressen … Ich werde schon ganz schön neidisch, wenn andere einmal die Presse anwerfen und schwupps! klebt die Folie da wo sie hin soll… in Sekundenschnell mit dem Stoff verbunden. Ein Traum.

Was hab ich nun daraus genäht?

Urpsrünglich plante ich ein Shirt mit „gut gebügelt ist halb genäht“ für den anstehenden Nähkurs. Der nun leider ausfallen musste. Außerdem war überhaupt gar keine Zeit mehr, ein neues Shirt für mich zu nähen. Verflixt! Und dann war auch plötzlich diese Datei nicht mehr im Ordner der Probeplottgruppe… was nehme ich denn jetzt? Verflixt!
Zur Wahl stehen jetzt „uuppssss…“, „Bügeln ist auch keine Lösung“, „Nicht bügeln ist auch keine Lösung“, „Gut gebügelt…?!“, „Gut gebügelt ist halb…“, „Gut gebügelt ist halb genäht“, „Bügeln kann ich!“ – jeder Spruch mit dem Abdruck dieser Bügelsohle…. manno. Was mach ich nur?!

Nicht bügeln ist auch keine Lösung!

ist es dann geworden. Und zwar auf einem Bügeltuch – oder einem „Bügelbrett to go“.  Was  das ist? Ein mit Thermolan oder Insul-Bright gefüttertes Stoffrechteck, welches ich neben meiner Nähmaschine zu liegen habe, wenn ich an etwas arbeite, was viele kleine Bügelschritte beinhaltet. Wie so einen Quiltblock. So muß ich nicht jedes Mal aufstehen, um zum Bügelbrett zu rennen, sondern kann bequem am Fleck weiterarbeiten. Im besten Falle mit dem Minibügeleisen – das war aber gerade verliehen, als ich mit dem Block begann.

gut gebügelt 3

 

So ein Bügeltuch ist ganz einfach genäht:

  • 2 Stoffstücke in ca. 45*60 cm – unempfindliche Baumwollwebware ist da sehr zu empfehlen 😉
  • 1 – 2 Lagen Thermolan (weiches Vlies mit hoher Faserdichte) oder Insul-Bright (Vlies mit Wärmedämmung) in entsprechender Größe

Ich hab hier nur eine Lage Füllung genommen (der Vorrat gab tatsächlich nicht mehr her), empfehlen möchte ich euch zwei.

  1. Auf jedes Stoffstück auf die linke Seite das Thermolan/Insul-Bright in der Nahtzugabe befestigen.
    Wer mag, kann die Füllung auch gerne mit hübschem Muster an den Stoff quilten.
  2. Beide Lagen rechts auf rechts legen, rundherum gut stecken, Füßchenbreit zusammenähen – Wendeöffnung nicht vergessen! Diese sollte mindestens so groß sein, wie eure Hand Breit ist.
    Nicht kleiner! Besonders dann, wenn ihr euch für zwei Lagen Füllung entschieden habt.
  3. Die Ecken abschrägen, evtl. die Nahtzugabe einkürzen.
  4. Wenden.
  5. Gut bügeln.
  6. Dicht an der Kante absteppen – für mehr Stabilität der Füllung auch gerne ein zweites Mal mit gut 4 cm Abstand zum Rand.

Nun hast du dein kleines, individuelles „Bügelbrett to go“. Zu beachten ist: ich bügle bei einer Lage Füllung nicht mit Dampf. Denn dann wird der Tisch feucht, das mag ich nicht so gerne. Aber um Nähte auszubügeln ist das auch gar nicht notwendig.

gut gebügelt 4

 

Der Plott befindet sich bei meinem Tuch aus optischen Gründen auf der weißen Seite – denn auf meinem lang gehüteten Stoffschätzchen ginge das Motiv total unter. Somit darf ich nun auf der Motivseite bügeln. Was mich in keinster Weise stört. So kann ich mich auch viel besser an dieser Schönheit erfreuen. Zusammengefaltet geht das Tuch mit mir jetzt zu den nächsten Nähtreffen – oder eben auch nur daheim an den Tisch, wenn ich absolut keine Lust habe, das große Geschütz aufzufahren.

 

gut gebügelt 5

 

Wer nun meint: GENAU diese Motive brauch ich auch! der findet diese Datei bei Kommplott zum Einführungspreis von 4,50 € für 7 Motive.

Ich für meinen Teil hatte mächtig Spaß in dieser Runde und hoffe, das ich bald Zeit haben werde, mir mein „Kurs-Shirt“ nähen zu können.
Dann heißt es nämlich ganz sicher wieder:

Gut gebügelt ist halb genäht!

Und irgendwann heißt es dann sicher auch mal:

gut gepresst ist halb beplottet 😉

P.S: In der gleichen Woche kam das mittlere Kindlein an und fragte: „Kann ich meine Wäsche bügeln? Das trägt sich schöner, wennn T-Shirts glatt sind!“ Ihr seht: außerhalb meines Nähversums bin ich ein deutlich kleinerer Fan des Bügelns.

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Nähen

#tsa17 – oder: kann man genug Beutel haben?

05. Jan. 2017 - Nähen -
1 Comment

Yeah, ich hab noch etwas gefunden, bei dem ich unbedingt dabei sein muss:

#TSA17 !

#tsa17 TaschenSewAlong

Was soll ich sagen? Nicht zu viel vornehmen sollte die Devise sein. Aber ganz ehrlich? Nur eine Stunde nähen pro Monat Nur eine Stunde nähen pro Monat – das reicht doch gar nicht!

Daher reihe ich mich ein in die Riege der TaschenSewAlong17-(kurz:#tsa17)-Näherinnen. Und ich hab mir fest vorgenommen, nur Schnitte zu nähen, die in den tiefen meiner „Musterordner“ unentdeckt vor sich hinschlummern. Bei Beuteln im Januar wird es aber schwer… ob ich da noch was neues finde?

Habt ihr einen erprobten, geliebte Beutelschnitt?

Am liebsten nähte ich ja tatsächlich Variationen von Charly Bags. Auch die Farbenmix-Adventskalendertasche 2016 hat Potential zum „immer wieder genäht werden“. Omas Liebling wird es, wenn es schnell gehen muss. Auch der Turnbeutel aus einer HandmadeKultur wurde oft hergenommen.

Wahrscheinlich schlummert noch das eine oder andere Schätzchen auf meiner Festplatte oder im Stapel der ganzen Zeitschriften/Schnitte/Magazine… ich bin gespannt, worfür ich mich im Januar des #tsa17 entscheiden werde und verfolge weiterhin all die schönen Beispiele, die in der Facebookgruppe oder via Linktool gezeigt werden

Themenauswahl

Ehrlich gesagt hab ich nur gedacht: Da muss ich auch dabei sein! Die Themen hab ich mir gerade erst angeguckt, als ich mir das Foto von greenfietsen abgeholt habe. Ordnungshelfer und Maritim sind sicherlich kein Problem. Auch vom Schnitt her hab ich da schon ganz konkrete Vorstellungen. Geschrumpft und Patch it! klingen nach einer spannenden Herausforderung, Aber bitte: Sterne? Knöpfe und Tierisch gut! – ich hab da noch nullkommanull Vorstellungen von, mag da noch gar nicht dran denken.

Habt ihr auch Monate, die gar nicht früh genug kommen können – und andere, die ihr lieber nach ganz hinten schieben würdet?

Wahrscheinlich habt ihr ganz andere „Angstgegner“ als ich? Oder geht es eher genau so wie mir? Ich bin gespannt auf eure Rückmeldungen!

Nähen

6k12b Januar: Rolling Stone – Muss es perfekt sein?

03. Jan. 2017 - Nähen -
6 Comments

Dezember 2016 – das Jahr ist fast vorüber und es hat sich viel geplantes nicht ereignet, anderes lief dafür gut bis besser als gedacht und dann erwischte mich im Oktober eine Vollzeitstelle, die unseren Alltag gehörig auf den Kopf stellte.

Januar 2017 – ein paar kleine Ziele hab ich mir doch gesteckt. Es kommt ja immer anders, als man denkt. Von daher: Lasst euch überraschen, ob und was hier passiert. In meinem kleinen, persönlichen Tagebuch. Heute soll der Anfang sein.

6 Köpfe 12 Blöcke
Logo 6 Köpfe 12 Blöcke

Dieses Projekt tauchte um Weihnachten rum überall auf: Instagram. Facebook, in den paar Blogs, die ich noch regelmäßig lese (Blogs sind tot – es lebe der Blog?).

Ich wurde neugierig – und dachte mir dann so: warum nicht? Jeden Monat einen Block, das ist (bei hergerichtetem Arbeitsplatz und nach der Stoffauswahl) gut eine Stunde Näh- und Bügelzeit. Diese Zeit nehme ich mir. Für mich. Ich brauche das – meinen kreativen Ausgleich zum Bürojob und dem doch mitunter trubeligen Familienleben.

6 Köpfe 12 Blöcke startete pünktlich zum 01. Januar 2017. Rolling Stone ist der erste Block. Im Vorfeld stöberte ich schon durch den einen oder anderen Shop für FatQuarter und Co. Was es nicht alles gibt! Am liebsten hätte ich die eine oder andere Bestellung aufgegeben, konnte mich aber nicht für ein Design oder einen Stil entscheiden. Der Januar ist ja lang, da kann ich ja immer noch auf Beutezug gehen.

Zum Glück war ich Silvester mit einer Herzensnähfreundin verabredet und werkelte an dem UFO aus 2014 (365-TageQuilt, ihr erinnert euch?). Immerhin bin ich heute Neujahr 2017 bereits bei Tag 211 angekommen. Im Zuge dieser Aktion holte ich alle Baumwollwebware aus dem Schrank (lies aber die wirklichen Schätzchen da, wo sie sind: gut versteckt, nur zum streicheln werden sie aus dem dunklen Kämmerlein geholt.).

Als ich diese Berge nach unten trug stand fest: neues kaufen kommt nicht in Frage. Dieses Lager muss dringend abgebaut werden! Als ich nach 3 Stunden keine Lust mehr auf den Zuschnitt von 10,5 + 10,5 cm-Blöcken hatte, begann ich mit dem

Januar – The Rolling Stone

Das heißt, ich musste erst mal die Stoffe sortieren. Was eignet sich denn? Ich hab Angst, zu wilde Sachen zu mixen. Himmel, was tun? Auch wenn es bei Dorthe von Lalala Patchwork, Nadra von ellis & higgs, Gesine von Allie & Me, Andrea von Quiltmanufaktur, Verena von einfach bunt und Katharina von greenfietsen einige Tips und Tricks zu lesen gibt… ich hab so gar kein Gefühl dafür, was aus meinem Schrank passen könnte. Jedenfalls nicht so, das ich innerhalb einer Stunde ein Konzept für meinen ersten Rolling Stone gehabt hätte.

Beim Stapeln der Stoffe ist dann herausgekommen, das ich von Hamburger Liebe Designs mehr als ausreichend Motive liegen habe. Nur welche nutze ich jetzt? Ich habe so viel davon, das ich erst mal testen kann. Somit fiel die Entscheidung erst mal auf HAPPY, und zwar Dancing Drops und Mini Bizzi in Grüntönen.

6k12b januar rolling stone

Für den ersten Versuch finde ich meine Ausführung des Rolling Stone ganz okay. Vielleicht hätte ich die ersten Inspirationen in der Facebookgruppe abwarten sollen. Denn anfangs hatte ich so gar keine Vorstellung, wie der Block wirken kann. Oder Mr. Google befragen. Aber mir war nicht danach. Ich wollte das alleine können *lol*

„Unterwegs“ habe ich bemerkt, wie sehr es mich fuchst, das Musterverläufe nicht fortgeführt werden, die Richtung nicht stimmt. Ich muss mal in mich gehen, wie ich das zukünftig handhaben will. Stört es mich so sehr, das ich es beim Zuschneiden beachten will? Oder greife ich an kniffeligen Stellen auf Unis zurück?

Dann der Druck auf den Stoffen. Mein Lager ist nicht vorgewaschen, das heißt: alles noch so, wie es geliefert wurde. Wenn ich manche Stücke ausbreite, sieht man einen zum Fadenlauf nicht stimmigen Musterverlauf. Manchmal lässt es sich ausbügeln, manchmal nicht. Hin und wieder ist es so marginal, das er mit selbst beim Zuschneiden nicht auffällt. Allerdings sehe ich das nach dem Nähen.

Wie geht ihr mit Mustern um?

Wie handhabt ihr das? So ein Quilt ist ja unter Benutzung von jeder Seite zu betrachten. Gerade bei solchen Blöcken – ohne großem, allem übergeordnetem Zusammenhang – sollte da oben und unten nicht egal sein?

Vielleicht mach ich parallel mehrere Blöcke pro Monat und schau, womit ich am besten umgehen kann. Das ich akurat nähen kann – das weiß ich. Aber ich weiß auch, das es mir schwer fallen wird sauber zu arbeiten, wenn mich irgendetwas stört.

Wie geht es weiter?

Heute Abend treffe ich mich mit Freundinnen und werde dort noch ein oder zwei Rolling Stone/Stones nähen. Mutigere Farbkombinationen und/oder eine schlichte Variante sind in meinem Kopf. Mal sehen, welche Idee es „nach draußen“ schafft und morgen fertig vor mir liegen wird.

Bis Februar ist ja noch Zeit für den einen oder anderen Versuch, mein Jahresmotto umzusetzen:

„Done ist better than perfect“