Monat: Januar 2016

Lieben

EAT TRAIN LOVE

14. Jan. 2016 - Lieben -
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Schon seit längerem lese ich regelmäßig unregelmäßig den Blog von Kirstin. EAT TRAIN LOVE – nen ganz schön reißerischer Titel, nicht? Für mich jedenfalls war es anfangs wirklich seltsam, denn auch der Inhalt ist manchmal… sehr nach Innen gewandt. Ja, so ähnlich wie mich beim Yoga der goldene Buddah mit Räucherstäbchen richtig gehend abschreckt bis verschreckt, so haben gewisse Begriffe eine triggernde Wirkung auf mich.

Dazu gehören ganz eindeutig Sätze wie „Lass los, was dir nicht gut tut“ und „Gefühle müssen rausgelassen werden!“

Warum ich euch davon erzähle?

Weil ich anscheinend auch genau da angekommen bin, wo Kirstins Blog seinen Ursprung hat:

„Doch wenn es um die wirklich wichtigen Fragen ging, war ich ratlos: Ich wusste nicht, wer ich bin, was mich ausmacht, wo meine Stärken liegen und was ich mir tief in meinem Herzen für mich wünschte. Also begab ich mich auf die Suche….die Suche nach mir Selbst und dem, was mich wirklich glücklich macht.“

Und Begriffe wie Yoga, Clean Eating und Detox lösen nicht sofort einen Fluchtreflex aus.

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credit: FreeImages.com/Karin Lindstrom

Einer der älteren Beiträge auf Kirstins Seite spricht mir aus dem Herzen – Stichwort Perfektionismusfalle.

Bereits in 2015 hab ich begonnen, einfach mal einige Dinge „laufen zu lassen“, nicht alles unter Kontrolle haben zu müssen und auch mit anderen Wegen, die ans Ziel führen, zufrieden zu sein. Das war gar nicht leicht. Das tut manchmal sogar richtig weh.

Aber: alles in allem macht es mich leichter. Innen drin. Da scheint – Achtung, jetzt wird es kitschig! – die Seele einach mal zu schweben. Losgelöst und annehmend. Nicht hinnehmend – sondern tatsächlich annehmend. Es ist jetzt nicht so, das ich die ganze Zeit mit verzücktem Lächeln durch die Gegend wandere. Viel mehr gibt es in meinem Leben derzeit die ein oder andere Insel, auf die ich mich zurück ziehen und für mich sagen kann: Es ist gut so, wie es ist. Ohne Wenn und Aber. Wenige und kleine Inseln, aber es gibt sie. Und das macht mich tatsächlich richtig glücklich.

Und: Nein, das war jetzt alles kein „Huch es ist Silvester, neue Vorsätze müssen her!“ sondern viel mehr ein Prozess der letzten Monate. Nur starten um den Jahreswechsel traditionell viele Challenges und Projekte zu fast allem, was den Menschen so bewegt.

So ist es auch mit der EAT TRAIN LOVE Challenge 2016. Sie hat mich gefunden, ohne das ich sie gesucht hätte.

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credit: freeimages.com/Ancesco Prepilli

Und um hier nicht auch gleich wieder in die Perfektionismusfalle zu stolpern, gehe ich hier auch kleine Schritte. Wenn ein Tag mal nicht so hinhaut: So what? Davon geht die Welt nicht unter. Es geht weiter.

Wozu die Challenge?

Manchmal hab ich richtig Lust, mich an einen Plan zu halten. Eine Überischt zu haben, an der ich mich langhangeln, die ich gegebenenfalls an mich anpasen kann. Der Weg ist mal grober mal konkreter vorgegeben – aber das Ziel steht fest.

Und genau das brauch ich gerade.

EAT TRAIN LOVE – um was geht es da?

Ganz grob: Im Januar überlegst du dir, wie dein Essen zu dir passt: Sind es Lebens- und Nahrungsmittel? Oder einfach nur… ja, was denn eigentlich? Seelentröster, Treibstoff oder noch was ganz anderes?
Als gemeinsame Aufgabe steht an: Täglich einen grünen Smoothie. Vor einiger Zeit wäre ich gestern mehr oder weniger gescheitert: Ich friere. So richtig von Innen heraus. Da mag ich einfach keinen grünen Smoothie trinken. Egal ob mit Eis zubereitet oder in Zimmertemperatur: für mich ist ein grüner Smoothie kalt. Tagesaufgabe verfehlt. Sechs, setzten!

NEIN! So ist das nicht – dieses Mal nicht. Mir tut heute – oder eben so lange, wie es mir selbst kalt ist – einfach nicht gut. Das ist überhaupt nicht schlimm. Ich freu mich, das ich gestern dann auf ein altes, bewährtes Rezept für eine grüne Suppe zurückgegriffen habe: Erbsensommersuppe. Die wärmt so richtig von Innen. Ich bin nicht gescheitert, ich bin gewachsen.

Für den Februar steht TRAIN an. Ich glaube, das wird die leichteste Aufgabe. Jeden Tag etwas Bewegung? Das schaffe ich! Was neues anfangen? Habe ich bereits jetzt: denn im Trainingsplan steht Crosstraining. Am besten klappt das bei mir, wenn ich was neues anfange, was eine kleine Hürde bedeutet. Dieses Mal: Yoga. Nach einer umfassenden Umfrage unter den Yogabegeisterten um mich herum entschied ich mich für 30 days of Yoga – Yoga with Adrienne. Bin zwar erst bei Tag zwei angekommen, aber Adriennes entspannte Art, Neulingen zu zeigen, das man als Anfänger weder besonders flexiblen noch esoterisch versiert sein muss, gefällt mir. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

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credit: freeimages.com/Roger Kirby

Teil 3 im März wird etwas schwieriger. LOVE – speziell Selbtsliebe. Darum kümmere ich mich, wenn die Zeit gekommen ist. Denn ein bisschen hab ich vor der gemeinsamen Aufgabe Angst: Spiegelübungen… jeden Tag einmal vor dem Spiegel stehe und sich selbst (laut) sagen, wie toll, gut, perfekt, okay man ist? … Wir werden sehen. Ich werde berichten.

Heute ist der 14. Januar
Somit ist der Teil mit der Ernährung fast vorbei. Aktuell bin ich echt zufrieden mit meinen persönlichen Zielen weniger Zucker und Weißmehl, mehr richtiges kochen. Das klappt.

Detox-Saftkur + B12 Mangel

Laut des letzten großen Blutbildes mit dem Ergebnis, dass ich dank einer Erkrankung im letzetn Sommer von heute auf morgen einen ziemlichen Abfall an Vitamin B12 hatte, bin ich dabei, eine Darmsanierung zu machen. Und um das noch ein bisschen anzuschubsen, werde ich – sofern alles gut geht, am Montag mit einer kleinen Saftkur über drei Tage machen. Da es hier keinen Entsafter im Haushalt gibt, hab ich seit Wochen nach einer Lösung gesucht, wo ich den Saft einfach kaufen kann. „Früher“ tranken unsere Eltern wilde Mischungen aus Sauerkraut- und Rote Beete Saft… heute heissen diese Gemische „Pure Plant Detox„, „Detox Delight“ oder einfach nur „Cleanses„. Ich würde sie gerne alle mal ausprobieren – die Zutatenliste klingt fast immer richtig gut, die kleinen Fläschen machen sich sicher verdammt gut in meinem Kühlschrank, in meiner Handtasche oder überhaupt wären die kleinen Glasflaschen immerhin super zum Wiederverwenden. Sympathisch an den Kure: lesen, klicken, liefern lassen – bequemer geht es nicht!
Aber ich befürchte, es wird auf einen Entsafter hinauslaufen. Den ein oder anderen Link zu Rezepten hab ich bereits gefundenOder ich gewinne am Freitag im Eurolotto.

Danach gehts dann an den Wiederaufbau – yeah!

Jetzt dürft ihr mich gerne für verrückt erklären – oder mir erzählen, wie ihr zur Zeit mit eurer Ernährung und eurem Wohlfühlen zufrieden seid.

Alles im grünen Bereich oder seid ihr auch gerade auf dem Weg? Habt ihr schon mal eine Darmreinigung (jenseits von Chemie und Klistier) gemacht? Oder gar eine Saftkur? Ich freu mich sehr auf eure Rückmeldungen!

 

 

Laufen

HAJ-Botschafter: Völlig planlos….

12. Jan. 2016 - Laufen -
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… ist mein Dezember verlaufen, nachdem ich wegen Krankheit den Marathon-Checkup verschieben musste und ganze fünf Wochen des Wintertrainings mit Halswickeln, Antibiotika und Co. verbrachte. Dementsprechend frustriert und orientierungslos eierte ich durch den Dezember. Der HAJ-Botschafter in mir sieht schon alle Felle für einen „Halbamarthon mit viel Spaß“ davon schwimmen.

Dieses Wetter! Optimal zum Laufen! Aber danke, „No sports!“ dank des Antibiotikums für ganze 14 Tage. GAR KEIN Sport. Das hat mich dann gleich noch kranker gemacht. Irgendwie. Na gut. Nicht kranker. Aber unzufriedener. Grmpf.

Zum Silvesterlauf bin ich wieder aufgestanden. Ja, es ist nach einer Pause nicht clever, gleich mit nem Wettkampf zu starten. Sollte ja auch ein etwas längerer Spazierlauf werden. So war der Plan. Für meine zwei allerliebsten Mitstreiterinnen Vanessa und Silvia WAR es das auch. Bei mir stand dann doch

Tempotraining+

„Dieses Training hat deine anaerobe Toleranz sowie deine maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) und Effizienz verbessert. Es hat außerdem die Geschwindigkeit gesteigert, die du halten kannst, ohne zu übersäuern (Laktat-Steady-State). Die Trainingsdauer war lang genug, um die Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdung bei der trainierten Geschwindigkeit zu erhöhen. Kohlenhydrate sind die Hauptenergiequelle, die dein Körper bei dieser Trainingsintensität verwendet.“

Quelle: polarflow

Und es war anstrengend. Trotz einer Pace von 7:14.

Neujahr musste ich dann gleich wieder los. Langsam war der Plan. Sozusagen Auslaufen. Na ja, war es. Aber irgendwie fast anstrengender als der Wettkampf am Tag davor. Das kann ja noch was werden….

Bewegungsanalyse und Laufdiagnostik

Wie schon auf Instagram und bei Facebook erwähnt, war ich beim Marathon-CheckUp.Gut einen Monat später als geplant. Ich hab mi dennoch drauf gefreut – auch wenn der Ausblick auf eine Analyse nach langer Zeit des Nichtstuns nicht ganz so rosig war.
Die Aufregung vorher war fast so schlimm wie der allererste Besuch beim Gynäkologen. Am Abend vorher las ich nochmal – äh zum ersten Mal – den Hinweis mit „Was zu beachten ist“.

„Frauen bringen bitte mit:

  • Bade- oder Unterhose in Slipform (Erforderlich zur exakten Markierung des Bewegungsapparates)
  • Bauchfreies Oberteil (Sport-BH, Bikini oder ähnliches) (Erforderlich zur exakten Markierung des Bewegungsapparates)“
    Quelle: Wallenborn

Mit einem Körperbild, das fast nicht schlechter sein kann, machte ich mich auf den Weg.

Und es war gar nicht soooo schlimm.

Zumindest nicht die Sache mit dem „in Unterwäsche auf dem Laufband rennen“. Auch wenn ich mich fühlte wie ein trächtiges Hängebauchschwein. Einfach laufen. Das kannste, ja? Viel peinlicher war mir dann aber tatsächlich, das ich vorher überhaupt nicht dran gedacht hatte, meine Schuhe abzubürsten. Nach den Tests auf dem Band hatte Marc Humpert verdammt viel Dormagener Erde auf seinem Praxisboden.

Das Ergebnis

Hätte besser sein können. Um ehrlich zu sein: ich hab mich hinterher absolut schlecht gefühlt. In Relation zur VO2max sind meine Leistungen echt okay bis gut. Dennoch… ich bin eine lahme Ente. Eine lahme Ente mit immernoch gut und gerne 5 BMI-Punkte, 10-15 kg zuviel. Das sind alles nur Zahlen. Wichtig ist, das der Rest gesund ist. JA! Klar ist das wichtig. Aber ein Körperfettanteil von 32 % finde ich – ehrlich gesagt – sehr beschämend, bei dem, was ich eigentlich an Kilometer abspule.

Eigentlich.

Denn genau das ist der Knackpunkt. Eigentlich.

Eigentlich weiß ich,

  • was mir gut tut.
  • welche Verhaltensweisen einem gesünderen Lebenswandel zuträglich sind.
  • wie viel ich mich besser fühle, wenn ich auf meinen Bauch höre.
  • das ich schon ne Menge geschafft habe. Manches davon sogar echt gut.

Uneigentlich lass ich mich manchmal ganz gerne ablenken, aus der Bahn werfen. Manchmal ist es einfach das Leben mit drei Kindern, Mann, zwei Jobs und einem Haus.

Der Tag – und auch der folgende – war für mich irgendwie gelaufen. Resignation machte sich breit.

Aber nicht mit mir.

Ich bin Läuferin. Ein Turtlerunner zwar, aber eben auch eine Läuferin. Das bleibt so. Das lasse ich mir nicht ausreden und auch nicht Mies machen.

Sonntag war herrlichstes Laufwetter: um die 10 Grad, Sonne und ein bisschen Wind. Nicht – wie angekündigt – eine massive Regenfront. Die Familie war unterwegs zu einer Veranstaltung des Segelclubs. Zeit für mich.

Zeit für einen langen Lauf.

Ganz allein. Ganze 14 Kilometer in knappen zwei Stunden auf Wegen, die ich zum Teil (im Hellen) noch nicht kannte. Zwei Stunden, die ich zum Nachdenken und Geniessen hatte. Ja, geniessen! Denn ich hab mich einfach leicht und locker gefühlt, den Wind im Haar gespürt und gedacht:

Mehr davon!

Seither bastle ich an meinem Trainingsplan. Für den Hannover-Halbmarathon – Stichwort: #runnover und #hajbotschafter – und den Rennsteig will trainiert werden. Ein paar Kilo dürfen weichen, ein paar Muskeln dürfen sich zeigen. Noch ist das ganze nicht in trockenen Tüchern, aber einen Anfang habe ich gemacht.

credit: FreeImages.com/Eran Becker
credit: FreeImages.com/Eran Becker

Auf in ein erfolgreiches, spannendes und friedvolles Miteinander in 2016!

Ich freu mich auf die Herausforderungen, die sich mir in den Weg stellen. Sie werden angenommen.

Wollt ihr meinen Plan für Turtlerunner hier auch sehen und nachlesen?
Dann bitte ich um einen Piep! Ich versuche, es grafisch für euch aufzubereiten.

Beim Running Hero Sascha könnt ihr übrigens auch einen finden. Der Kämpft gerade gegen sein Läuferknie. Ich glaub, ein bisschen Zuspruch kann er auch gebrauchen.