Monat: Januar 2015

Laufen

Willkommen im (Lauf)Jahr 2015!

15. Jan. 2015 - Laufen -
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Nun ist das Jahr 2015 auch schon ein paar Tage alt. Und zum Glück startet es besser, als das letzte endete.

Das allerschönste für mein neues Jahr ist: ich laufe immer noch!

Ich kann es fast nicht glauben, aber ich bin jetzt schon über ein Jahr dabei. Von kleinen Widrigkeiten wie Grippe, Prellungen oder ähnlichem hab ich mich nicht unterkriegen lassen und bin immer wieder in die Schuhe geschlüpft und losgelaufen.

Leider ist meine Statistik nicht ganz komplett – aber das was ich protokolliert habe, lässt mich staunen:

  • 780,2 km
  • 5 Tage 02 Stunden 27 Minuten in Bewegung
  • 85.746 Kalorien
  • 2.074 aufwärts (m)
  • 2.079 abwärts (m)
  • 6 Wettkämpfe

Cool.

wettkampf
Rosellener Abendlauf * women’s run Berlin * Rund um den Fühlinger See * Medemblik

 

Ich will weiterlaufen! Irgendwann tauchte bei Instagram der Hashtag #runningsavesmysoul auf – und genau das ist es: Laufen erdet. Laufen beflügelt. Laufen macht mich frei von Zwängen.

Klingt erst mal komisch, wo treue Leser doch wissen, das ich nach Plan, unterstützt von einer Trainerin und mit konkreten Zeit- und/oder Streckenzielen laufe.

Durch das Laufen hab ich jedoch auf vielen anderen Gebieten gelernt, freier zu sein und meinen Standpunkt zu vertreten. Lange Strecken zu laufen war für mich schon seit der Schulzeit der Horror schlechthin – immer zu langsam, immer mit Seitenstechen und immer mit den blöden Sprüchen der Lehrer oder Zuschauenden im Ohr. Jemand, der freiwillig mehr als die 400 m auf der Tartanbahn lief, wurde von mir für verrückt erklärt. Freude? Beim Laufen? Unvorstellbar!

Und heute?

Verfluche ich immer noch alle Sportlehrer, die mir für lange Zeit die Freude an der Bewegung vergrätzten.

Bin ich dankbar, für all die vielen Menschen, die mir in den letzten 14 Monaten durch das Laufen begegneten und die mir seither (noch mehr) ans Herz gewachsen sind.

Doch zum Thema „Lauffreunde“ gibts bald einen extra Eintrag. Versprochen!

freunde
TEAMchallenge Hannover * wome’s run Berlin * 24 h Lauf Rodgau * Herzlauf Hilden

Kurz vor Weihnachten wollte ich mal meinen Kleiderschrank auffrischen und nahm dies zum Anlass, meine Einkäufe des Jahres nachzuvollziehen. Ich hab doch tatsächlich drei Mal so viele Laufschuhe gekauft wie Straßenschuhe. Vom Verhältnis Sportbekleidung zu gewöhnlicher Bekleidung will ich gar nicht reden. Ob sich das jemals wieder ändert?

towear
Lieblingsschuhe * verhasste Regenjacke * Leuchtware * neuestes Shirt

Was kommt in 2015?

Auf alle Fälle bleibt das Laufen mein Sport. Nach dem Halbmarathon in Hannover werde ich entscheiden, ob ich im Herbst einen zweiten Halbmarathon, einen Volkstriathlon oder gar einen Marathon in den Plan mit aufnehme.

War im letzten Jahr mein ganz großes Ziel, einen Halbmarathon von der Distanz her zu schaffen, möchte ich in 2015 mehr an der Kraft arbeiten. Das ich eher auf der Langstrecke als im Sprint glücklich werde, ist auch klar. Aber etwas mehr Kraft und Spritzigkeit? Wer sagt da schon nein? Steht mir sicher auch gut!

Leider gibt das Privatleben gerade nur die Zeit fürs Laufen und ein bisschen Studio her – sonst würde ich schon seit Oktober regelmäßig im Wasser zappeln und an meiner Schwimmtechnik feilen.

Bleiben wird das Laufen draußen. Habe mich gerade ob der bei mir nicht so beliebten Wetterlage wieder auf dem Laufband versucht. Komisch – ganz früher hab ich da locker 60 Minuten laufen können, heute schaff ich keine zehn Minuten. Meine Füße „verhaspeln“ sich, meine Augen flimmern und dieser Käfig um mich herum erlaubt keine individuelle Bewegung.

jahreszeiten
Frühling * Sommer * Herbst * Winter

Und wer zieht schon freiwillig eine graue Wand aus Spinden dem Wechselspiel der Natur vor?

Am liebsten laufe ich morgens. Wenn noch alles ruhig ist, Tau auf den Feldern und die Sonne hinter dern Bäumen hervor blinzelt. Mein perfekter Start in den Tag!

Was auch auf alle Fälle so bleiben wird, wie es bisher war:

Ich werde nie vorne mitlaufen.

(außer in meiner Alterklasse starten weniger als vier Frauen). Das ist nicht weiter schlimm. Denn wie schon früher geschrieben: Ich bin nicht sportlich.

Natürlich laufe ich weiter. Natürlich brauche ich neue Ziele, die ich erreichen möchte. Und natürlich schau ich auf meine Zeiten. Davon kann ich mich nicht frei machen, das wird auch so bleiben. Ich freu mich schon darauf, wenn ich dieses Jahr die 5 km endlich mal unter 30 Minuten laufen werde – immer im Bewusstsein, das das immernoch Mittelmaß sein wird.

In den letzten Monaten habe ich gelernt, selbstbewusst in meinem Tempo zu laufen. Weil es mir gut tut. Weil es zu mir passt. Weil ich es so will.

Um so mehr freu ich mich, das endlich Judiths Projekt Turtlerunner startet. Das Buch ist schon seit ein paar Tagen bestellbar. Die „Bewegung“ schon etwas älter… aber wir werden immer mehr: Menschen wie ich, die gerne laufen, die gerne zu öffentlichen Läufen fahren und dort meist mit der roten Laterne unterwegs sind. Die wir uns oft ziemlich doof vorkommen – so als Letzte ins Ziel, wenn schon alle Zuschauer wieder weg sind, die Zeitmessmatte einsam im Matsch auf die wartet und die Mädels an der Getränkeausgabe im Ziel nur noch darauf warten, endlich abbauen zu dürfen.

turtlerunner
Ich bin (nur) zum Spaß hier! * Judith Riemer

Mein Laufjahr 2015?

  • Beinhaltet vor allem wieder viele Kilometer hier vor Ort.
  • Viele davon alleine, einige mit einem meiner Hühner – welches sich zum Ziel setzte, beim Rosellener Abendlauf vor mir ins Ziel zu laufen.
  • Einige mit Freundinnen von hier, die auch laufen, welche aber eben auch Familie haben und sich ihre Laufinseln ebenso freischaufeln müssen wir ich.
  • Regelmäßig zum Mondscheinrun – das war so eine nette Runde im Januar und hat mir unheimlich Spaß gemacht.
  • Laufveranstaltungen stehen auch auf dem Plan: den Anfang mach ich beim Halbmarathon in Hannover, dicht gefolgt vom Rosellener Abendlauf und etwas später dann der women’s run in Köln. Ganz dick rot markiert ist auch der 24 h Lauf in Rodgau – und für den Herbst such ich noch etwas nettes…
  • Freunde treffen – vor allem beim women’s run gibt es ein Startfeld „Turtelrunner & Friends“. Wenn du mit uns laufen willst, schau einfach kurz mal hier vorbei. Auch beim 24 h Lauf wird es Turtelrunner geben – ein oder zwei Teams? Alle als Einzelläufer? Egal, hauptsache: Venga! Venga!
  • Freude am Laufen – egal wie schnelle, (fast) egal bei welchem Wetter.

Das allerallerschönste am Laufen sind mit die Kontakte und Freundschaften, die dadurch entstanden sind und entsehen werden. Ich freu mich wie ein kleines Kind darauf, euch alle wieder zu sehen und gemeinsam zu (speed) turtlen!

Schön, das es euch gibt!

Ich wünsche euch auf alle Fälle viel Freude an dem, was ihr vorhabt; allzeit heile Knochen, Muskeln, Sehnen … und ein leichtes und starkes Herz.

Und – was steht bei euch an für 2015? Alles wie immer? Weniger, mehr von allem?

„I don’t run because I love the feeling of running.
I run because it makes me love the feeling of living!“

Bonnie Pfiester