Monat: August 2014

Nähen

Hoodie? Gehen immer!

28. Aug. 2014 - Nähen -
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Als ich neulich den Aufruf zum Probenähen eines Hoodies für Damen bei Worawo sah, musste ich mich einfach bewerben! Denn ich hab schon deren erstes Hoodie-Ebook Miro bewundert – vielmehr all die genähten Pullis, die plötzlich überall auftauchten. Da ich jedoch keine Männer zu benähen habe, schaute ich nur und bedauerte ein wenig, keine Verwendung für diesen Schnitt zu haben.

Zu meinem Glück wurde auch ich – neben ganz vielen anderen, unheimlich kreativen Damen – ausgewählt, um für Lady Miro  die Passform zu testen und das eBook auf Verständlichkeit zu prüfen.

Die größte Hürde war – anders als sonst – nicht die Wahl der richtigen Größe. Kein Messen von Brustumfang, Hüfte und Armlänge… sondern ein einfaches „nimm einen gut sitzenden Pullover und wir vergleichen“. Ein viel schlimmeres Problem war: die Stoffauswahl! Der LadyMiro bietet sooo viele Kombinations- und Variationsmöglichkeiten,  das es uns nicht leicht fiel, uns für ein Modell zum Start zu entscheiden.

Unser erster Miro ist aus Jersey und eher dezent….

Denn in der fünften Klasse … was erzähl ich euch? Ihr Mütter da draußen versteht es auch ohne große Worte.

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Von Hinten ist unser erstes Modell recht schlicht.

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Die Kapuze ist richtig kuschelig – und durch den hohen Steg vorne ist dieser Pulli auch echt Herbst- bzw. wintertauglich.

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Im Gegensatz zum eBook hab ich eine Kordel eingezogen. Ohne war uns die Kapuze zu weit, da nicht regulierbar.

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Ihr habt noch nie Ösen eingesetzt, keine Kordel eingefädelt? Dann schaut mal fix zur Bella Bunt hinüber – die hat ein feines Tutorial für euch!

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Im übrigen war ein so dunkler Stoff fürs erste Modell keine soooo gute Wahl. Hey, das lässt sich in der Sonne irgendwie total schwierig ablichten! (Beim Regen der letzten Tage noch weniger, ihr habt ja Recht.) Daher hab ich bis jetzt noch kein vorzeigbares Bild geschafft, wo unser Lady Miro von vorn zu sehen ist.

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Ein bisschen stolz bin ich darauf, das der Streifen im Ärmel genau da sitzt, wo er hin soll.

Zuerst stolperte ich in der Anleitung zum Ärmeleinsatz über den Text und die Bilder in meinem schwarz-weißen Ausdruck. Wenn man aber das Hirn ausschaltet – also das selbsttätige Denken einstellt – und nur das tut, das dort geschrieben ist – dann flutscht es! Farbige Bilder tun ihr übriges.

Wie immer gilt: Wer ein eBook wirklich liest, ehe er mit der Arbeit beginnt, hat Nicht-Lesern gegenüber einen klaren Vorteil!

Das eBook Lady Miro ist ein gut gegliedertes, einfach zu verstehendes Werk. Der Kinderschnitt verteilt sich auf 20, der Schnitt für Damen auf 30 Din A 4 Seiten.

Besondre gut gefällt mir, da zwischendrin – aber auch schon in der Einleitung – bereits viele, viele kleine und größere Tricks und Tips zu finden sind, die das Arbeiten mit Stoff und an der Nähmaschine erleichtern:

Ein Datenblatt zum Eintragen der Maße. Eine Schemenzeichnung des Hoodies mit Hinweise, wo man am besten welche Änderung vornimmt. Es gibt sogar eine ganze Seite zum Ausmalen oder Kleben…. „Mama! Darf ich von dem Stoff auch noch ein Stückchen haben, ich bin mir noch nicht sicher!“ wurde hier nicht nur einmal gefragt.

Es ist für mich das allererste eBook, wo mir nix fehlt. Während des Probenähens wurden ein paar Kleinigkeiten optimiert, die euch das Arbeiten mit diesem Schnitt noch leichter machen als es uns Mädels in der Testphase eh schon gefallen ist.

Alles in Allem: Wenn die Wahl des Stoffes und die Entscheidung, ob noch „Tüddelkram“ mitgenäht werden soll oder nicht, getroffen wurde – dann ist Lady Miro ruckizucki fertig!

Die Unterteilung im Vorderteil? Kein Thema, lässt sich ganz einfach zuschneiden und nähen. Man muß nur darauf achten, das die drei Elemente ineinander greifen und man nicht ein Teil gegengleich zuschneidet. Schon passiert? Macht nix! Dann kannst du dein Rückenteil auch einfach dreiteilen!

Im unserer zweiten Version seht ihr auch die Tasche, welche in der Zeichnung zum Schnitt zu sehen ist. Für eine Jerseyvariante schien es mir nicht ganz so tauglich. Aber im Sweater… lasst euch überraschen!

Euch gefällt, was ich euch hier so vorgeschwärmt habe? Ihr wollt Lady Miro auch unbedingt nähen?

Dann müsst ihr leider noch bis zum 01.09. warten, denn dann geht das eBook bei Worawo endlich online. Oder ihr näht einfach eine Herrenversion? Oder … ihr nehmt an meiner Verlosung teil…. dieses Mal nur auf Facebook… dort könnt ihr ein Exemplar gewinnen!

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Ich verabschiede mich für heute. Die nächsten Lady Miros wollen fertig gestellt und für euch abgelichtet werden… bis bald!

Schnitt: Lady Miro von Worawo
Stoffe: DOTS und New Stars
Ösen und Kordel: emmeline, Lieblingsladen

Lieben

12 von 12 im August

12. Aug. 2014 - Lieben -
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1. Aufstehen und die Wäsche aufhängen. Pfadi nutzt den kurzen Zwischenstopp daheim, um die nassen Sachen zu waschen und zu trocknen. Das Lager geht weiter!

2. Frühstück! Zur Zeit meine Lieblingsvariante (neben den Smoothies) Avocado mit Tomate auf Brot.    Salz darf nicht fehlen (unübersehbar).

3. Heute wieder BASIC-KIDS im Lieblingsladen… Kaffee hilft, den zu kurzen Nachtschlaf zu vergessen.

4. Zeit für Urlaubsmitbringsel … lauter feine Sachen, die Bettina mir mitgebracht hat. Seht ihr die gelbe Schachtel? *grins* Der Gatte wird sich über den Inhalt freuen, mir genügt die Verpackung. – Herzlichsten Dank für all die lieben Sachen! Ich freu mich immer so sehr <3

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5. Mittagspause. Zeit für  einen „Der Urlaub war schön, wir haben uns gut erholt, geniessen wir das Leben!“-Sekt. Oder zwei.

6. Der Lieblingsvertreter war wieder da. Im feschen Hemd übrigens. Steht dir gut! Die Ausbeute am Wagen war heute klein, aber fein. Dafür haben wir ja gestern schon online für neue Überraschungen gesorgt… und für den Herbst ein paar feine Sachen geordert.
7. Die Minihühner sind im Ferien-Kreativkurs, der andere Zeiten abdeckt als mein Arbeitsplan. Somit dürfen die beiden mit dem ÖPNV unterwegs sein und sich melden, wenn sie angekommen oder losgefahren sind. Dieses Teilchen wurde schon so lange nicht benutzt, das wir es heute reaktivieren mussten.
8. Maren macht zauberhafte Bilder. In den unterschiedlichsten Techniken. Ich hab mich in ein Bild verliebt. Und heute zog es bei mir ein. Ist es nicht einfach wunderschön?

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9. 35 Minuten Grundlagenausdauer II – die Straße ist nass, der Kurs ist Asphalt pur… welchen Schuh nehme ich da? Nein, ich hab keinen Schuhtick. Meine Auswahl für den Alltag ist deutlich kleiner.
10. Geschafft! Zwischen zwei schwarzen Wolkenmauern bin ich gelaufen – und hab nur ein paar Tröpfchen abbekommen. Gut wars. Frisch wars. Erholsam wars!
11. Abendessenzeit. Hab dann wohl vorhin nicht aufgepasst – und nix is mit „geben wir den Substituten noch eine Chance“. Milcheiweiß ist drin. Somit nicht vegan. Kressebrot ist auch lecker. Und Nudeln mit Linsen auch.
12. Nachdem meine Fotoidee für #aufdietische nicht alleine darzustellen war, hab ich mir meine Trainingsstatistik angeguckt. Könnte mehr sein. 14 Tage nix tun sind nunmal 14 Tage nix tun. Hätte aber auch schlimmer sein können – ich hab mich wieder aufgerafft und die letzten Tage waren echt gut.

Das war mein Tag in 12 Bildern.

Warum, wieso, weshalb – das lest ihr bei Caro Kännchen.
Und wer noch dabei war, seht ihr hier.
Laufen

Ich bin nicht sportlich

06. Aug. 2014 - Laufen -
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„Mensch, du bist ja richtig sportlich geworden!“ höre ich in letzter Zeit ziemlich oft. Dann schau ich mich um und wundere mich: Wie? Du meinst mich? „Äh, ja? Danke!“

Ich bin nicht sportlich.

Das mag für viele vielleicht so aussehen, aber nach meiner persönlichen Definition bin ich nicht sportlich.

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Für mich bedeutet sportlich sein, das jemand mal eben und einfach so „zum Sport“ geht. So, wie andere Zähne putzen. Jemand, dem es leicht fällt, Volleyball zu spielen und dabei auch noch gut auszusehen. Sportlich ist für mich jemand, der sich gar nicht fragt, ob das, was er da gerade tut, Sport ist. Statt mit dem Auto zu fahren jeden Morgen mit dem Rad die 20 Kilometer ins Geschäft fahren – und abends wieder zurück. Nach dem Abendessen noch ne Runde Badminton? Warum nicht! Am Wochenende mit den Kids ne Inliner-Tour am Rhein entlang? Aber sicher! Natürlich macht ihnen das ganze auch noch Spaß, keine Frage. So sind sportliche Menschen eben.

Sportlich empfinde ich Menschen, für die eine körperliche Betätigung so zur Selbstverständlichkeit geworden ist, das man gar nicht mehr drüber redet.

Sport gehört einfach dazu.

Soweit bin ich noch nicht. Denn noch immer muss ich mein Lauftraining fest in den Alltag einplanen, Platz machen und andere Dinge hinten an stellen oder ganz rauswerfen.

Deswegen hole ich mir eure Unterstützung – ja, denn auch wenn es vielleicht anders aussieht:

Ich brauch ich euch da draußen.

Es tut gut, euren Zuspruch zu erfahren, wenn ich mal wieder etwas weniger motiviert oder Tuch die Hitze neulich ausgebremst zum Training aufbreche. Eure Begeisterung, wenn ich mich über neues Zubehör freue und euren Rückhalt, wenn ich nicht weiß, wo ich anfangen soll. Und natürlich freut es mich ganz, ganz dolle, wenn ich höre: „Nur weil du das so durchziehst und immer davon erzählst, hab ich auch angefangen!“ Das tut so richtig gut. Echt jetzt.

Mein Lieblingskanal ist zur Zeit Instagram – ein Bild sagt mehr als viele Worte, es geht herrlich schnell und durch die Hashtags findet man auch viele Gleichgesinnte. Manchmal finden sich so auch Menschen mit den gleichen Interessen – und es entstehen Gruppen, Bekanntschaften und hin und wieder entwickeln sich Freundschaften. So zum Beispiel war ich ja im Juli bei einer 4×4 Staffel in Hannover – ohne Instagram hätten wir nie voneinander erfahren.

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Zurück zum Sport.

Immer mal wieder gab es Phasen in meinem Leben, wo ich versuchte, mehr Bewegung in meinen Alltag zu bringen. Meist war es eine ganz doofe Intention: Ich wollte Abnehmen. Also hab ich quasi zum Sport gemusst. Das das nicht lange funktioniert, weiß  jeder Küchenpsychologe.

Jetzt laufe ich nur für mich. Aber da ich mich ja kenne weiß ich, das ich auch fürs „nur für mich laufen“ ein Ziel brauche. Etwas, das mich diesen doch sehr warmen Sommer über Laufen lässt zum Beispiel. Daher wählte ich mir ein Ziel am Ende des Sommers: Halbmarathon. Klingt ziemlich bescheuert. Aber machbar. Aktuell zweifle ich zwar ziemlich an der von der Trainerin vorgegebenen Pace – aber hej, sie wird das schon richtig einschätzen.

Da der Weg bis zum 21.09. noch lang war, als ich mir dieses Ziel setzte, baute ich ein paar kleine Highlights ein. Belohnungen sozusagen. Dazu gehören diese kleinen Läufe wie zum Beispiel der Rosellener Abendlauf oder auch die Frauenlaufserie von runnersworld.

Gerade bin ich zurück vom Women’s Run in Berlin – 8 km im Olympiapark. Erwartet hatten wir eine flache Strecke, lauen Abendwind… bekommen haben wir einen fiesen Anstieg, zweimal Treppenstufen und zweimal einen Anstieg auf einer Grasnarbe… plus 32° um 17:30h … auf den ersten drei Kilometern ärgerte ich mich noch darüber, das unter diesen Bedingungen der Plan (MEIN Plan, hej, der muss eingehalten werden!) absolut nicht zur erfüllen war. Danach begann das Umdenken: Wie gut, das du deine Kraft einteilen kannst, das du überhaupt laufen kannst und so etwas wie Spaß … nein, eher Freude dadurch erfährst…

runnerspoint
Photo via www.go4it-foto.de

… und so mach ich einfach weiter.

Ich laufe – meistens gerne.
Ich laufe nach Plan – weil ich sonst wunderbar im Chaos versinken würde.
Ich laufe mit Ziel – denn sonst würde ich gar nicht laufen.
Ich laufe draußen – weil ich die Zeit an der frischen Luft zu schätzen gelernt habe.

draussenIch laufe überall – um neue Perspektiven zu entdecken.
Ich laufe meist alleine – und lerne doch neue Menschen kennen.

Ich laufe, weil es mir einfach verdammt gut tut.

Und da nun am Samstag der nächste Lauf beim Women’s Run in Köln ansteht, werd ich mich in die Klamotten werfen und eine kleine Runde locker traben. Wie ich unterwegs bin, könnt ihr ja auf den Bildern oben sehen. Ich freu mich, wenn mich jemand anspricht, ganz sicher.

Wie stehst um euch? Bezeichnet ihr euch als sportlich? Was macht Sportlichkeit für euch aus?