Laufen

Mein erstes Mal: Angst beim Laufen

12. Jun. 2016 - Laufen -
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Wie man nach einer Schulveranstaltung mit Übernachtung am darauf folgenden Tag seinen langen Lauf schafft? Mit Plan, den man nicht einhält. Mit einem Zeitfenster, welches vom Wetter begrenzt wird. Und am Ende wird dann doch abgekürzt, weil mich auf dem Feld plötzlich eine fiese Angst ansprang.

Doch von vorn:

Gestern war das Abschiedsfest der 4.Klässler unserer Klasse. Bei uns am See, mit anschließender Pyjamapartydort im Clubhaus. Wie es so ist: spät schlafen, zu früh wach werden, wieder einschlafen und dann verschlafen. Ist halt so.

Nur der Termin: 9:00 h laufen – der war damit nicht zu halten. Schade, denn das Wetter war echt optimal: leicht grauer Himmel, um die 17° C und leichter Wind, ein paar Regentropfen.

Leider zog sich das aufräumen, Sachen sortieren, wieder auspacken… ein langes Weilchen. Als ich dann endlich soweit war: Regen. Doofer Regen, der die Motivation wegspülte und dem Schweinehund den Weg bereitete. Na gut, dann erledigst du auf diesem Weg jetzt erst mal alles mit dem Auto. Der Regen wurde schwächer, ich lies mich unterwegs absetzten – und lies mich erst mal bei einer Freundin auf einen Kaffee einladen. Und ein Wasser. Und noch ein Wasser… der Himmel wurde heller, dann blauer… und es wurde: warm. so richtig. Zumindest für mich war es schon zu heiß, dazu die hohe Luftfeuchtigkeit. Suboptimal. Aber:

Heute steht doch laufen auf dem Plan! Also beweg dich!

Schweren Herzens von der Terrasse loesgeeist, Podcast an und los. Dank der Überschwemmungen der letzten Tage erst mal an der Straße lang. Noch bei einer Freundin eine Karte in den Briefkasten geworden, rauf auf den Deich. Super: Kaum ist die Sonne da, ist es in Zons rappeldickevoll. Alle Leute mit mindestens eine Hund unterwegs. An der langen Leine, wohlgemerkt. Wie ich das liebe. Die Gedanken schwirrten schon wieder in der Negativspirale „Hätte ich nicht den Wecker stellen können? Wäre es morgens nur alles schneller gegangen! Der Regen war doch besser als das hier jetzt!“ Irgendwie hab ich es dann aber doch geschafft: „Hej, heute sind hier aber viele Schaafe am Deich unterwegs! Sind es dieses Jahr mehr Wildblumen oder bin ich letztes Jahr nur nicht in dieser Jahreszeit hier gewesen? Ach komm, lauf diese Ecke auch noch, da hinten wird der Himmel wieder grauer, leichter Wind kommt auf!“

Merk dir die Stelle, wo jetzt die Brombeeren blühen, da musst du zur Reife nochmal vorbei. Brombeeren gehen bei mir nur frisch, noch leicht sauer, aber dafür sonnenwarm. Anders mag ich sie nicht…

Der Himmel wurde immer dunkler, der Wind immer stärker. Yeah! Endlich werden die Beine lockerer, es läuft sich runder. Ein paar Kilometer weiter setzte dann auch leichter Sommerregen an. Das beflügelte. Kaum noch Menschen unterwegs. Im Podcast ein Feature über Gaudi. Spannend. Läuft bei mir.

RUMS.

Äh, Moment mal: Was war das? Vor mit der Himmel zwar grau, aber eben hellgrau – ich drehe mich um: eine dicke, schwarze Wand. Super. Genau hier, an genau dieser Stelle muss mich das Gewitter erwischen. In jede Richtung gute zwei Kilometer zu einem Unterstand. Nur Feld, Strommasten und ein paar Bäume. Richtig tolle Voraussetzungen für ein enstpanntes „Komm, die paar Kilometer noch!“ Nicht? Genau.

Mir rutschte das Herz in die Hose.

Was mach ich denn nun? Auf den Boden in die Pfütze werfen? Zurück laufen? Oder einfach weiter laufen? Wo ist das nächste Haus? Oh, die Sonnenbrille …  brauch ich jetzt ja erst mal nicht mehr. Voller Tropfen, schnelle mal einstecken. Sonst seh ich gar nix mehr.

Mich für: So schnell wie möglich nach Hause, egal ob es dann keine 15 Kilometer werden… ich hab Schiß, ich will heim. Gas geben… Nasse Füße… och nee. Der Rest ist schon lange nass, aber diese Pfütze brauchte ich nicht auch noch. Wieder rumst es. Immer mal wieder. Und immer aus einer anderen Ecke, so daß ich auch keine „Zugrichtung“ für das Gewitter ausmachen konnte. Mist, also doch die (kleine) Steigung hoch… und natürlich knallt es kurz vorher nochmal so richtig, das ich da auch noch wie bekloppt hochrenne…. Jappsend oben angekommen ist der Regen weg, aber es donnert immer noch – mal dichte dran, mal weiter weg. Nun noch ein Kilometer bis nach Hause: Unterstellen? Weiterlaufen? Mir war nicht wohl, aber ich bin nach Hause gelaufen.

Angekommen.

Alle Klamotten abgeschält und ab unter die Dusche. Kalt war mir nicht. Aber irgendwie musste das klamme Gefühl abgewaschen werden, der Kopf wieder runterkommen. Nee, das brauche ich nicht nochmal. Gewitter ist für mich das schlimmste Wetter. Ein gutes: Die letzten drei Kilometer waren im Schnitt eine Minute schneller als alle davor. Seltsamerweise wurde ich tatsächlich überrascht. Aller Berichte im Radio bezogen sich auf den Niederrhein und die Eifel, für uns hab ich nur „Regenschauer“ wahrgenommen.

Daher gleich erst mal in die Küche und etwas für die Seele (und den Hunger, der sich jetzt auch einstellte) tun: Griesbrei kochen. Dieses Mal mit dem Alnatura Mandel Drink.

griesbrei

Tut gut. Dieser Greisbreis ist Teil einer Experimente-Reihe:

Welcher Pflanzendrink ist am besten für klassische milchbasierte Süßspeisen?

Bei den gekauften Produkten liegt derzeit vorn: Soya Vanille von dm. Aber ich bin ja auch erst bei Test Nummer drei angekommen. Was sind eure Erfahrungen? Tips? Aktuelle liegt selbstgemachter Mandeldrink ganz vor bei den Empfehlungen bei Facebook. Ich werde es bald probieren. Ganz sicher.

Nun werde ich den Abend ruhig ausklingen lassen und wünsche einen krönenenden Wochenendabschluß. Ob mit oder ohne Fußball – ganz egal, Hauptsache ihr lasst es euch gut gehen!

P.S.: Ganz besondere Grüße gehen heute an Petra, die ihr Projekt „Marathon vor dem 40. Geburtstag“ erfolgreich abschließen konnte. Und danke an ihren Gatten Stefan, der sich so wahnsinnig toll um einfach perfekte Rahmenbedingungen für dieses rein private Rennen gekümmert hat. Herzlichen Glückwunsch ihr zwei!

Laufen

HAJ-Botschafter: T + viele Tage oder: das Leben hat mich voll im Griff

12. Mai. 2016 - Laufen, Nähen -
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Kennt ihr sicher auch: man möchte UNBEDINGT noch diesen Artikel schreiben (über den Tag als HAJ-Botschafter in Hannover zum Beispiel) oder den längst fälligen Beitrag zum neuen Trainer oder einfach mal über das Buch, von dem man so begeistert ist… und dann?

Dann kommt das Leben dazwischen. Einfach so.

Und dabei ist es grad auch gar nix Wildes. Die Arbeit, die mich im April drei Wochenenden voll und ganz in Beschlag nahm. Ein Wochenende davon war ganz besonders: Burgnähen! Mit lieben Bekannten und Freunden und neuen Gesichtern, die ich vorher nur virtuell kannte. Das war fast wie Klassenfahrt, nur ohne doofe Lehrer.

burgnähen

Oder die Termine der Kinder, die zum einen Fahrerei und zum anderen Begleitung bedurften. Dann ist da noch der Garten, der dieses Jahr endlich mal mit einem Hochbeet „veredelt“ werden soll. Lieber Besuch, der durch „Oh, Ringelröteln? Wie war das mit Schwangeren in dieser Zeit?“ ein bisschen auregender wurde als erwartet (ein Hoch auf das britische Gesundheitssystem! die haben es wirklich geschafft, in weniger als 24 Stunden aus der Blutkonserve vom Anfang der Schwangerschaft die Antikörper zu bestimmen). Und zu allem Überfluß „irgendeine Allergie“, die mich einfach wahnsinnig müde macht.

Aber der Tag hat nur 24 Stunden. Immer noch nur 24 Stunden.

Für mich reicht das gerade nicht aus. Meine Liste „das will ich aber unbedingt jetzt noch machen“ deckt sich da auch leider nicht mit der Liste „das muss jetzt aber auch noch ganz bald erledigt werden“. Die Balance zu finden fällt mir schwer.

Fazit: Mein persönliches Highlight im ersten Halbjahr 2016 – der Rennsteiglauf auf der Halbmarathondistanz – wurde von mir abgesagt. Ausschlaggebend war dann der Knöchel, der seit Wochen zickt und reißt und es überhaupt doof findet, wenn ich auf Stöckchen oder Steinchen oder Bordsteinkanten stehe. Jetzt zicke ich – denn von Träumen Abschied nehmen tut weh. Das hat schon was von Trauer.

Vernunft ist nicht unbedingt mein liebster Ratgeber.

Es kommen aber sicher auch wieder andere Zeiten. Nicht heute, nicht morgen.

Aber hej! ich hab neulich bei ASICS eine Karte für die Frontrunner Night gewonnen – und heute bei Sandra Mastropietro eine zweite! Dort werde ich am Sonntag abend hoffentlich Motivation tanken können. Ich freu mich sehr drauf! Und wehe, der Zug zurück von der Jugendweihe hat Verspätung….

frontrunner_karte

Was auch immer jetzt kommt:

Es kütt wie et kütt

… aber ein bisschen mehr Gelassenheit, die hätte ich schon gerne. Kennt da jemand eine gute Quelle? Ich würde die nehmen, säckeweise. Bittedanke.

 

Euch allen wünsche ich ein erholsames, aufregendes Pfingstwochenende – geniesst es einfach mal!

Ich werde es auch tun.

Versprochen.

Laufen

HAJ-Botschafter: T – 5 oder „die Vorfreude ist kaum auszuhalten!“

05. Apr. 2016 - Laufen -
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Wahnsinn. Grad noch etwas mehr als 5 Tage, dann stehen oder standen wir alle an der Startline. Der ursprüngliche Plan, regelmäßig zu meinen Trainings einen Beitrag im Blog zu verfassen ist gnadenlos gescheitert. Instagram liegt mir dann doch mehr. Dennoch bin ich überzeugt, das bei allen Aktionen herauszulesen war, wie sehr ich mich auf dieses Laufwochenende freue.

Rückblick

Wie immer: das Leben an sich schreibt andere Pläne als ich. Daran gewöhne ich mich langsam. Und versuche, mich nicht allzusehr darüber zu ärgern. Aber diese vermalledeite Grippe hätte es echt nicht gebraucht. Gerade hatte ich – nach Rücksprache – den Trainingsplan auf Zielzeit 2:15 h umgestellt – schwupps: krank! Also dann doch 2:30 h. Ja, ich weiß… ankommen ist das Ziel und Spaß haben. Aber ich gebe zu: Es würde mich sehr, sehr kratzen, wenn ich deutlich über die 2:30 Netto laufen würde.

Nach der Grippe nahm ich mein Vorhaben, wieder etwas mehr für die Kraft -vor allem in der Körpermitte (Core) – zu tun, auf. Vor ein paar Jahren hatte ich schon mal mit Mark Laurens App „You are your own Gym“ Spaß und ziemlich starken Muskelkater. Aber eben auch mit wenig Aufwand viel Erfolg. Dennoch ist Krafttraining das Erste, was im stressigen Alltag rausfliegt. Noch vor „gescheit ums Essen kümmern“. Außerdem gehöre ich zu der Spezies, die dabei nicht gerne beobachtet wird. Und wann ist es im Familienleben mal so, das ich 30 – 40 Minuten für mich allein habe? Genau. Nur morgens, ehe alle anderen aufstehen. An dieser Stelle muss ich nochmal mit meinem Schweinehund reden…

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Die 90-Tage-Challenge für Frauen – Mark Lauren

Ich hab angefangen – mit Begeisterung. Denn allein schon die Mobilitätsübungen sind 1a-Läufer-Dehnübungen und aktivieren Muskeln, die ich sonst gerne „vergesse“. Bis zum Urlaub über Ostern hab ich auch brav alle Aufgaben gemacht – nein, nicht alle. Denn Mark sagt, als Veganer solltest du bitteschön mal deine Ernährungseinstellung hinterfragen, sportlich gesehen sei diese Murks. Gefällt mir nicht, gibt es doch Sportler wie Brendan Brazier oder Rich Roll, die mit oder durch veganer Lebensweise erst so richtig leistungsfähig wurden.

Im Urlaub hatten wir eine kleine Ferienwohnung – und ich hab es nur ein einziges Mal geschafft, die Mobi-Übungen zu machen. Aber das war okay so. Denn der Urlaub war einfach klasse! Nach Hannover werde ich einfach wieder von vorne anfangen.

Training im März

Ich liebe ja Challenges (Herausforderungen) – nur dürfen sie mich nicht überfordern oder stressen. Da ist die von Cindy bei instagram ausgerufene Monatschallenge genau das richtige: Setze dir selbst ein Ziel – und hol dir Motivation bei allen anderen Teilnehmern. Ich hatte mir 100 km vorgenommen – und hab trotz des blöden Starts gute 93 km erreicht. Doch, das passt.

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Wenn an einem Tag auf 10:00 Uhr zur Geburtstagsparty eingeladen wurde, muß ich halt vorher laufen. Und wurde mit einem tollen Sonnenaufgang belohnt. Später bin ich dann mit den Kids auf dem Eis gewesen – hej, das war ein Halbmarathon auf Schlittschuhen! Gelernt habe ich: zu fest geschnürte Schuhe machen blaue Flecke und – unglaublich aber wahr – Brandblasen.

Einen Tag vor dem Start in unseren Osterurlaub kam noch das neue Päckchen des nu3 Insider Clubs. Der Inhalt ist fantastisch! Eine tolle Mischung aus „wollte ich schon immer mal probieren“ und „Gutsel, die ich mir selbst eher selten gönne“.

Wollt ihr mehr davon sehen?

 

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Nach gefühlten 100 Stunden im Auto (yeah, mit diesem Hänger war nur 80 auf der Autobahn drin) musste ich am Samstag gleich ne Runde drehen – wir waren im Frühling angekommen. Wie viele andere auch. Die Promenade nach Riva war nicht ganz die optimale Wegwahl – aber einfach schön, da am Strand lang zu laufen und sich zu freuen, die Beine zu bewegen. Das Botschaftershirt war natürlich mit im Gepäck.

 

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Palmsonntag oder: Gel-Test mit Hindernissen

Zumindest glaube ich mich zu erinnern, das der Sonntag vor Ostern Palmsonntag ist. Der Blick von unserem Balkon war zumindest vielversprechend für die Runde, die ich im Kopf hatte: Ab nach Arco! Der Weg ist ein super (Rad-)Wanderweg an der Sarca lang. Der Plan war: endlich mal das Gel testen, was ich in Frankfurt auf der Marathonmesse eingekauft hatte. Datteln – meine bisherige Laufverpflegung – sind zwar lecker, aber ganz ehrlich: total klebrig – da müsste ich mir hinterher immer die Hände waschen. Außerdem ist die Saison wohl gerade vorbei, ich bekomme meine Lieblingssorte vor Ort nur ganz schlecht. Ergo: Kind aufs Wasser, Rucksack mit Wasser füllen, Gels einpacken – hab ich TaTüs? Falls der Zucker meiner Verdauung nicht bekommt? -, Mütze, kurze Hose der lange? Nochmal ins Bad … auf gehts!

 

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Tja, und was fiel mir unterwegs ein? So nach gut 60 Minuten? Ich hab die Gels auf dem Esstisch liegen lassen. Toller Plan – Durchführung sechs. Aber Moment mal, dann lauf ich halt nach Arco rein, da sind doch so viele Sportgeschäfte, da wird es doch sicher was geben…  da das ganze ja auch ein touristischer Ort ist und ich letztes Jahr schon einmal an einem Sonntag hier war, weiß ich: diese Geschäfte sind auch geöffnet! Und tatsächlich, da reiht sich ein Kletterladen an den nächsten. Allerdings haben Kletterer wohl keinen Hunger oder nehmen nur belegte Brote mit: Nicht eines dieser Geschäfte führte Sportlernahrung „to go“.

 

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Meine Laune sank. Ich hasse es, wenn Pläne nicht aufgehen. Da kann das Laufen an sich noch so toll sein. Der Plan ist nicht zu 100% machbar = miese Laune. Das üben wir dann nochmal mit der Gelassenheit, Hinzu kam: es war warm! So richtig warm! Das schwarze Outfit, die dreiviertellange Hose plus CEP taten ihr übriges. Grmpf.

Doch was ist das? Da fast am Ende der Fußgängerzone… ein Aufsteller mit Pfeilen: Cliffbar, PowerGel, Chimpanzee… Rein da! Ein süßer, handtuchbreiter Laden mit Sportlernahrung… oder eher Nahrungsergänzungsmittel … empfing mich. Leider gab es meine Sorte nicht, aber einige andere. Meine kleine bescheidene Auswahl seht ihr unten.

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Testergebnis

Während des Urlaubs hab ich einige Gels probiert – mindestens von jedem Hersteller eines. Mein persönliches Fazit:

  • 100 % Zucker ist sehr süß (was wohl kaum einen überrascht).
  • Geschmacklich bin ich bei Limone/Mandarine/Limette auf der sicheren Seite.
  • Die Gels von GU sind sehr zäh, da muss man angestrengt am Beutel zutzeln, um alles heraus zu bekommen. Hinterher waren meine Hände genauso verklebt wie nach einer Dattel.
  • Clif Shot ist etwas flüssiger, aber ich fand den Beutel doof zu öffnen.
  • Power Gel war geschmacklich okay, Konsistenz auch, das Beutelchen lässt sich einfach (mit dem Mund) öffnen.
  • Nicht auf dem Bild, aber mein Favourit:Squeezy Drink Gel Zitrone/Koffein. Das ist tatsächlich das einzige Gel, bei dem ich nicht sofort das Gefühl hatte „Wasser! Jetzt! Sofort!“

Der eine oder andere fragt sich sicher:

Wozu das Ganze? Du bist doch eh so langsam! Leistungssteigernd ist das doch niemals!

Stimmt. Das ist nicht leistungssteigernd. Aber tatsächlich leistungserhaltend. Nach 60 Minuten laufen – egal wie schnell – merke ich, das ich hungrig werde. Durstig sowieso, ich bin halt kein Kamel. Aber da ich weiß, das mein Halbmarathon 2:30 h pus x dauert, muß ich meine Speicher nachfüllen. Nix, was den Darm anregt, denn einen Stop auf dem Dixie möchte ich vermeiden. Aber eben mit schnell verfügbarer Energie. Im Training hat es geklappt – mal sehen, wie es Sonntag in Hannover funktioniert.

Wieder zurück und nach einer Stippvisite im Pool konnte ich das Opti-Kind nochmal aufs Wasser setzen… was für eine Kulisse!

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Dann stand ein Dauerlauf an… Ziel war… was eigentlich? Ich erinnere mich, das die ersten zwei bis drei Kilometer das Gefühl „Warum heute schon wieder, blöder Gegenwind, warum muss ich auch gegen den Vento (Pelér) laufen, hätte ja auch nachmittags gehen können… “ *grummelmaulmotz* … und schon wieder zu schnell – zumindest zu schnell für die im Plan vorgegebene Zeit. Irgendwann dann: Klick! Sche** was drauf und lauf! Und dann liefs… immer besser, jeder Kilometer war ruhiger… und ich entspannter. Am Wendepunkt auf die Uhr geguckt: Cool! Das war ja gar nicht sooo schlecht! Dann lauf jetzt auch mal fix heim! Tatsächlich hat es für eine neue persönliche Bestzeit gereicht. Sowas versöhnt dann mit dem blöden Start.

 

10 km in 1:09:42 – yeah!2016-03-22_10.58.53

Beim nächsten Lauf traute ich mich dann endlich „an den Berg“. Vor Höhenmetern hab ich nämlich gehörig Respekt. Distanz erscheckt mich nicht (mehr) – aber Höhenmeter? Wer wie ich im Flachland wohnt, hat eher selten die Gelegenheit, natürliche Gegebenheiten dieser Art zu nutzen – Autobahnbrücken, Abraumhalden und ähnliches mit nennenswerten Differenzen gibt es bei mir nicht in Laufweite.

Monte Brione bewältigt

Ich hatte vorher mal bei GPSies, bei Strava und anderen üblichen verdächtigen nach Rundkursen mit einigen Höhenmetern gesucht. Eine Strecke rund um beziehungsweie über den Monte Brione sollte es sein. Es war ein sonniger Morgen, also kurze Hose, Shirt, leichte Jacke… auf gehts! Leider sind mein Smartie und GPS nicht die größten Freunde, so das ich öfter als mir lieb war auf die Karten gucken musste und den einen oder anderen Umweg lief.

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Der Berg an sich kann vom Süden oder Nordwesten her „bezwungen“ werden. Ein asphaltierter Wirtschaftsweg und (mindestens) ein natürlicher Wanderweg stehen zur Auswahl. Ich kam vom Norden, war schon schön aufgewärmt und machte mich dann an den Aufstieg. Die vielen Olivenbäume faszinieren mich immer wieder – und einige trugen tatsächlich (noch?) Früchte. Ich wechselte zwischen Asphalt, Schotter und Wanderweg – wer sonst fast nur auf der Straße läuft, wird hier ganz schön gefordert. Unterwegs verfluchte ich bereits, daß ich die Blackroll daheim gelassen hatte.
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Über den Bergkamm hinweg ging es an den Abstieg. Hier wimmelte es plötzlich vor Menschen, die aus Riva kommend den Aufsteig wagten. Dieser Teil ist viel steiler als der, den ich bereits hinter mich gebracht hatte. Wäre ich nicht „laufend“ dort oben, hätte ich mir mehr Zeit für die Höhlen und Reste der Bunkeranlage genommen – so reichte es nur für einmal kurz gucken und weiter!
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Der Weg hinunter führte über ausgewaschene Wege, aber viel schlimmer: der größte Teil bestand aus hohen Stufen, die abwärtslaufend einiges an Balance erforderten. Die Schuhe waren übrigens nicht die passende Wahl – ich hab jetzt noch eine fiese Blase auf dem rechten „Zeigezeh“.
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Unten angekommen … Blick rüber nach Torbole… ein paar Boote… ein bisschen Wind. Die Kinder hatten Spaß!
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Ganz so schlimm wie befürchtet waren die Nachwirkungen des Berges übrigens nicht: kein Knie, kein Rücken, keinen fiesen Muskelkater. Vielleicht lag es am Schwimmen direkt im Anschluß. Wer weiß. Nur einen Muskel im rechten Oberschenkel merkte ich ein paar Tage – immer mit dem rechten Bein zuerst  die Stufen runter war halt sehr ungewohnt.

Ostersonntag

Finaltag für die Kids. auch mein großes Finale: Ich will „da hinten“ so weit wie möglich rauf. 16 Kilometer sollen es werden. Leider bin ich später los gekommen als geplant – und durfte wieder eine rappelvolle Promenade geniessen. Ich tarnte mich als Radfahrer – dieser Weg war wenigstens nicht ganz so voll.

Auf der Strada del Ponale war aufgrund des Feiertages und des traumhaften Wetters viel los: Mountainbikes und Wanderer bevölkerten die Strecke. Die Sicht war diesig. Aber immer wieder kam die Sonne durch. Ursprünglich hätten die Kids im letzten Rennen sein müssen, als ich an meinem Wendepunkt angekommen war – doch erst als ich bereits auf dem Rückweg war, wurde gestartet. Durch die Zeitumstellung setzte der Wind halt tatsächlich eine Stunde später ein 🙂

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Die Strecke besteht bis zum Lokal Ponale Alto Belvedere aus einem strukturierten Schotterweg. Kurz dahinter beginnt der asphaltierte Bereich der alten Paßstraße – sofern man weiter bergauf läuft. Wenn ich es richtig gesehen habe, hätte ich auch links am Berg weiter laufen können. Aber mein Ziel war ja: so viele Höhenmeter wie möglich (ihr wißt ja: Ende Mai wartet der Rennsteig auf mich).

Berg rauf war hin und wieder anstrengend. Die meiste Zeit ließ es sich gut laufen. Nur wurde es (mir) ganz schön warm. Der Wanderweg wurde immer voller. Auf gehts, runter laufen!

Und hej, ich kann fliegen! Teilweise sind am Rand des Weges kleine Rampen wie man sie von BMX-Strecken kennt – die bin ich – sofern der Mountainbike- bzw. Gegenverkehr es zuließ, auch gelaufen. Das hat richtig, richtig Spaß gemacht. Während meines Aufenthalts auf dieser Strecke bin ich genau zwei weiteren Läufern begegnet – dem einen aber drei Mal: der ist in meiner Zeit zwei Mal rauf und wieder runter gelaufen. Held!

Weniger schön war das Erlebnis am Fuß des Berges. Traurig, weil schon zu Ende und der Ausblick auf einer immer noch volle Promenande auf den letzten 3 Kilometern. Auf Höhe des Wasserkraftwerkes endet die Steigung und man läuft wieder eben. Und genau an dieser Stelle fängt das Herz an zu rasen. Wie blöd! Ich guck auf die Uhr: HF 226. Hallo? Das ist ein neuer Spitzenwert. Was soll das denn bitte? Das kann ich nicht gebrauchen! Aber zum Glück gibt es liebe Lauffreunde, die einem per WhatsApp den Kopf streicheln und wieder aufbauen (und an den Termin zum EKG und Kardiologen erinnern.) Nach 15 Minuten war meine Herzfrequenz endlich wiede runter 120 und ich traute mich, den Rest des Weges anzugehen.

Bis auf diesen Punkt fand ich das Laufen dort am Berg gar nicht so schlimm. Anstrengend? ja! Aber machbar, irgendwie.

Ein Lauf war mir noch gegönnt im Urlaub. Dummerweise hab ich den Zugang zum angepeilten Wanderweg verpasst und dann den falschen genommen. Zwei fußbreit Trittfläche am Hang ist nicht ganz mein Ding, also wieder umdrehen…

Immerhin weiß ich jetzt, wo ich nächstes Jahr noch hin will 🙂 Weit ist der Weg zum Castel Penede nicht, nur steil. Nächstes Ostern dann.
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Auf dem Bild hier drüber seht ihr einen alten Teil der schottrigen Wegbefestigung, die man rund um Torbole oft an den Bergen findet. Die moderne Variante sind größere, rundere Stein – in den unterschiedlichsten Größen. Dieser Untergrund hat sich als absolut mies laufbar herausgestellt. Ich weiß nicht, warum. Aber mich haben die Trampelfade neben dieser Pflasterung nicht groß gewundert.
Leider bin ich allein mit den Kindern im Auto nach Hause gefahren – das hat mich zwei Laufeinheiten gekostet. Autofahren macht mich fertig. Erst recht, wenn ein großer Teil der Strecke aus Tunnel besteht. Überlebt hab ich es, doch lieber lauf ich nochmal nen Berg rauf als bald nochmal diese Distanz zu fahren.

Wieder daheim gab es am Sonntag eine lockere Runde mit Anja – das Tapering für Hannover hat begonnen!

Seid ihr in den letzten Tagen vor einem Wettkampf auch so aufgeregt? Voller Vorfreude?

Ja nix falsch machen in der letzten Woche. Nix neues ausprobieren. Schön brav sein. Ich bin ja leider kein Flo.

Heute fisselt es schon die ganze Zeit – ich hoffe sehr, das das heute Abend trocken ist. Ein kleines Läufchen mit Vanessa ist nämlich schon noch drin im Trainingsplan! Aber Erkältung? Nee, die brauch ich jetzt echt nicht. Auf dem Speiseplan stehen nur gute, feine Sachen. Das Wettkampfoutfit dreht seine Runden in der Waschmaschine, der Zeitmesschip ist auch schon im Koffer – da sollte nix schief gehen!

 

 

 

Laufen

HAJ-Botschafter: Noch 39 Tage und ein bisschen…

01. Mrz. 2016 - Laufen -
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Nur noch 39 Tage und ein paar Stunden, dann ist der HAJ-Marathon schon wieder Geschichte. Knapp mehr als ein Monat, etwas weniger Tage als die volle Distanz liegen noch vor uns – vor mir.

Januar

Der Januar stand ja ganz im Zeichen des „Wiedereinstiegs“ nach einem mehr oder weniger mauen Dezember. Ich würde sagen: lief.
Der Plan sagte, viele langsame Einheiten plus ein bisschen Crosstraining. Das ist dabei rausgekommen:

Neujahr – auslaufen des Silvesterlaufs – 35 min – 4,4 km
03. Jan – 1:35 h – 11,84 km zu zweit
04. Jan – Kindergeburtstag auf der Eislaufbahn – hat Spaß gemacht!
05. Jan – die ersten 40 min Yoga seit Langem
08. Jan – Leistungsdiagnostik und Bewegungsanalyse
09. Jan – 42 min Krafttraining für die Mitte, weitere 40 Min Yoga

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10. Jan – grottig langsame 2:06 h für knappe 14 km, dafür schöne neue Ecken entdeckt
12. Jan – 30 min Krafttraining, abends 55 min Dauerlauf (7,7 km) mit der Laufgruppe
13. Jan – 27 Minuten CORE
14. Jan – 40 min Yoga
15. Jan – bescheuerte Idee aufs Laufband (sehr kalt, sehr windig) zu gehen: gequälte 6,3 km in 45 min
17. Jan – 1:25 h für knapp 10 km
18. Jan – 50 min Kraft für die Mitte, 20 min Yoga
19. Jan – gute 40 min Kraft am Morgen, abends TempoDauerlauf mit der Laufgruppe: 42 min für gute 6 km
20. Jan –  huch, schon wieder 20 min Yoga
22. Jan – 56 min für 7,3 km
23. Jan – 40 min Krafttraining
24. Jan – mal ein gaaanz langsamer Lauf zu zweit 1:33 h für etwas mehr als 10 km
25. Jan – 40 min Kraft für den oberen Rücken
26. Jan – 15 min Yoga, abends ohne Laufgruppe „schnelle“ 10 km in 1:16 h
27. Jan – 52 min Kraft
28. Jan – das erste Mal mit dem Rad zur Arbeit (und zurück) – 2 x 11 km in 43 min

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30. Jan – laufen in Holland, yeah – Brötchen holen, 5,5 km in gut 40 min (schon mal mit nem großen blauen Ikea-Sack auf dem Rücken glaufen, aus dem die Brötchen nicht rauskullern sollten?)
31. Jan – gute 10 km durch die Dünen nach Den Helder, hin und wieder stehen geblieben, da der Weg nicht sooo eindeutig war – 1:21 h unterwegs gewesen

 

Fazit: 31 Einheiten mit 135,5 Kilometern. Das war ein echt guter, aktiver Monat.

Auch wenn das langsam Laufen hin und wieder nicht ganz eingehalten wurde, waren doch echt viele lange Läufe dabei.

Februar

Auch im Februar galt noch: lang und langsam. Das fiel dann schon mal nicht mehr so leicht wie im Januar. Die Füße still zu halten und echt immer langsam laufen – das ging einfach nicht. Immerhin ist einmal im Monat TempdoDauerLauf bei der Laufgruppe.

Am 13.02. war außderm Flugphase 2.0 angesagt –  nix ist mit langsam, fliegen solls jetzt sein!

03. Feb – den ganzen Tag Sonne, nur ich erwische die 30 Minuten fiesesten Schneeschauers: statt langsame 10 km wurden es fixe 4,7 km
05. Feb – 10.8 km in gruseligen 1:26 h
07. Feb – Laufen in Duisburg, inklusive Berg, diversen „hier lang?!“ und mit Silvia – 11,9 km in gut 1:30 h

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09. Feb – abends keine Zeit für die Laufgruppe, außerdem Regen und Wind angesagt = mittags los für 10 km in 1:20 h
11. Feb – Radfahren! Das Kind zur Schule, von dort auch wieder abholen – macht in Summe 24 km in 2:00 h
12. Feb – eigentlich lang und noch langsamer, uneigentlich Fahrtspiel mit Hügelchen in 1:10 h für 9,5 km

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13. Feb – Flugphase 2.0 – diverse Technik- und Athletikübungen, einige Kilometerchen in „ganz schön schnell“ bis „eigentlich zu schnell“, wieder mit Silvia 🙂
14. Feb – auslaufen mit Birgit, gute 8,5 km in einer knappen Stunde, noch 5 km etwas flotter drangehängt und nach insgesamt 1:40 h wieder daheim gewesen

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16. Feb – Oh je, schon wieder TDL, war der nicht erst? 6, 3 km in 41 min, davon waren 5 km in aktueller Bestzeit in 31:42 min, schnellster km 5:55 min
18. Feb – 22 km Rad in 80 min
19. Feb – 12 km in 55 min, 13 km in 50 Minuten (Schule – nach Hause – Schule – nach Hause, diverse Varianten inklusive: regnets? regnets nicht? Verflixt, ich bin zu spät)
19. Feb – ach, laufen auch noch? weil es sich so toll anfühlt? na dann: 5,8 km in 6:45min/km plus 1 km auslaufen
21. Feb – yeah, Lauftreffe mit den Mädls plus Frühstück hinterher – 12,4 km in 1:41 h – super wars!

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23. Feb – Intervalle, müssen auch mal sein… blödes Endomondo sagt sie nicht an? WTF, zwei mal neu gestartet, dann nach „okay, andauernd auf die Uhr gucken geht zur Not auch“ – Summe: 11,5 km in 1:26 h

Am 24. Feb hatte ich im Laden BEsuch von meiner Ex-Trainerin und hab ihr erzählt, wie easy und toll alles gerade läuft und wie gut sich das alles anfühlt. Ich glaub, sie war sogar ein bisschen neidisch, kann sie selbst gerade nicht laufen.

…. und danach:

Grippe.Hurra! Nicht?

Was soll das denn bitte? JETZT?! Wer hat die denn bestellt? Seit dem 24.02. nach dem VHS-Kurs lieg ich im Bett. Quasi nur unterbrochen von Stippvisiten im Bad und in der Küche. Und Freitag ein Besuch beim Arzt, weil es mir dann – so alles in allem – dann doch unheimlich wurde mit den ganzen komischen Symptomen, die ich selbst nicht mehr einordnen konnte. War auch ganz gut so. Hab neue Termine. Bei anderen Ärzten.

Heute ist der erste Tag, wo ich wieder vor die Tür bin und nicht beinahe 23 Stunden nur liegend im Bett verbrachte. Bis vorhin war es strahlender Sonnenschein bei kristallklarem Himmel. Allerfeinstes „der Frühling kommt!“-Wetterchen.

Ich hardere jetzt mit mir und meinem Schicksal. Klar hat es andere schlimmer getroffen. So eine Grippe geht vorbei. Birkis Probleme finde ich viel spannender, denn die sind viel diffuser und schwerer zu greifen. Ungeduldig und frustriert sind wir in ähnlichem Maße. Dabei sind wir nur Hobbysportler. Das macht doch nix, das ein oder andere Läufchen weniger, die eine oder andere Minute schneller oder langsamer.

Doch. Macht was.

Auf alle Fälle unzufrieden. Nicht laufen ist wie „Ach komm, das geht auch mit dieser Farbe“-Absteppen oder „Kreuzkümmel ist alle? Dann nehm ich die Currymischung“. Nee, stimmt nicht – denn da hab ich ja noch die Wahl gehabt, ob ich das mache. Bei Grippe zu laufen ist dämlich. Am Anfang unmöglich, danach zu früh anfangen ist dumm. Ich will ein schnelles „danach“.

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Glückmacher

Hab ich aber auch ein paar gehabt in den letzten Tagen: Meine Lieblingsstadtbibliothek hat fast alle Titel meines Januar-Wunschzettels bestellt – und nach und nach trudeln diese ein. Das beste: ich darf sie zuerst ausleihen!
Auch glücklich machte mich das Angebot von Anne, mir etwas vom Markt mitzubringen, wenn sie Hörbücher vorbei bringt. Dabei hatte ich nur nach Tips für gute Hörbücher gefragt. Facebook ist schon toll.

Drückt ihr mir die Daumen?

Für Geduld. Für eine schnelle, komplette Genesung. Ohne Nachwehen? Das könnte ich gut gebrauchen. Meine Familie übrigens auch. Also, das ich bald wieder fit bin. Und wieder laufe.

39 Tage – da kann noch viel passieren…

P.S.: Danke auch an Mandy von Go Girl! Run! für die schicken Aufkleber. Die haften fast überall, nicht nur auf Terminkalender 🙂
Sollte jemand irgendwo welche sichten, darf mir gerne ein Foto geschickt werden – und Mandy sicher auch. Am besten via Instagram. Und wer keine Lust zur Klebersuche hat, schaut vielleicht mal rein in Mandy und Carinas eBook Get ready to run. Könnte ich auch eigentlich mal machen, Zeit hab ich ja jetzt. Und Kopfweh nicht mehr…. ob das noch was für mich ist? Ich bin doch schon ein alter Hase…. ähm eine alte Schildkröte.

 

Lieben

EAT TRAIN LOVE

14. Jan. 2016 - Lieben -
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Schon seit längerem lese ich regelmäßig unregelmäßig den Blog von Kirstin. EAT TRAIN LOVE – nen ganz schön reißerischer Titel, nicht? Für mich jedenfalls war es anfangs wirklich seltsam, denn auch der Inhalt ist manchmal… sehr nach Innen gewandt. Ja, so ähnlich wie mich beim Yoga der goldene Buddah mit Räucherstäbchen richtig gehend abschreckt bis verschreckt, so haben gewisse Begriffe eine triggernde Wirkung auf mich.

Dazu gehören ganz eindeutig Sätze wie „Lass los, was dir nicht gut tut“ und „Gefühle müssen rausgelassen werden!“

Warum ich euch davon erzähle?

Weil ich anscheinend auch genau da angekommen bin, wo Kirstins Blog seinen Ursprung hat:

„Doch wenn es um die wirklich wichtigen Fragen ging, war ich ratlos: Ich wusste nicht, wer ich bin, was mich ausmacht, wo meine Stärken liegen und was ich mir tief in meinem Herzen für mich wünschte. Also begab ich mich auf die Suche….die Suche nach mir Selbst und dem, was mich wirklich glücklich macht.“

Und Begriffe wie Yoga, Clean Eating und Detox lösen nicht sofort einen Fluchtreflex aus.

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credit: FreeImages.com/Karin Lindstrom

Einer der älteren Beiträge auf Kirstins Seite spricht mir aus dem Herzen – Stichwort Perfektionismusfalle.

Bereits in 2015 hab ich begonnen, einfach mal einige Dinge „laufen zu lassen“, nicht alles unter Kontrolle haben zu müssen und auch mit anderen Wegen, die ans Ziel führen, zufrieden zu sein. Das war gar nicht leicht. Das tut manchmal sogar richtig weh.

Aber: alles in allem macht es mich leichter. Innen drin. Da scheint – Achtung, jetzt wird es kitschig! – die Seele einach mal zu schweben. Losgelöst und annehmend. Nicht hinnehmend – sondern tatsächlich annehmend. Es ist jetzt nicht so, das ich die ganze Zeit mit verzücktem Lächeln durch die Gegend wandere. Viel mehr gibt es in meinem Leben derzeit die ein oder andere Insel, auf die ich mich zurück ziehen und für mich sagen kann: Es ist gut so, wie es ist. Ohne Wenn und Aber. Wenige und kleine Inseln, aber es gibt sie. Und das macht mich tatsächlich richtig glücklich.

Und: Nein, das war jetzt alles kein „Huch es ist Silvester, neue Vorsätze müssen her!“ sondern viel mehr ein Prozess der letzten Monate. Nur starten um den Jahreswechsel traditionell viele Challenges und Projekte zu fast allem, was den Menschen so bewegt.

So ist es auch mit der EAT TRAIN LOVE Challenge 2016. Sie hat mich gefunden, ohne das ich sie gesucht hätte.

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credit: freeimages.com/Ancesco Prepilli

Und um hier nicht auch gleich wieder in die Perfektionismusfalle zu stolpern, gehe ich hier auch kleine Schritte. Wenn ein Tag mal nicht so hinhaut: So what? Davon geht die Welt nicht unter. Es geht weiter.

Wozu die Challenge?

Manchmal hab ich richtig Lust, mich an einen Plan zu halten. Eine Überischt zu haben, an der ich mich langhangeln, die ich gegebenenfalls an mich anpasen kann. Der Weg ist mal grober mal konkreter vorgegeben – aber das Ziel steht fest.

Und genau das brauch ich gerade.

EAT TRAIN LOVE – um was geht es da?

Ganz grob: Im Januar überlegst du dir, wie dein Essen zu dir passt: Sind es Lebens- und Nahrungsmittel? Oder einfach nur… ja, was denn eigentlich? Seelentröster, Treibstoff oder noch was ganz anderes?
Als gemeinsame Aufgabe steht an: Täglich einen grünen Smoothie. Vor einiger Zeit wäre ich gestern mehr oder weniger gescheitert: Ich friere. So richtig von Innen heraus. Da mag ich einfach keinen grünen Smoothie trinken. Egal ob mit Eis zubereitet oder in Zimmertemperatur: für mich ist ein grüner Smoothie kalt. Tagesaufgabe verfehlt. Sechs, setzten!

NEIN! So ist das nicht – dieses Mal nicht. Mir tut heute – oder eben so lange, wie es mir selbst kalt ist – einfach nicht gut. Das ist überhaupt nicht schlimm. Ich freu mich, das ich gestern dann auf ein altes, bewährtes Rezept für eine grüne Suppe zurückgegriffen habe: Erbsensommersuppe. Die wärmt so richtig von Innen. Ich bin nicht gescheitert, ich bin gewachsen.

Für den Februar steht TRAIN an. Ich glaube, das wird die leichteste Aufgabe. Jeden Tag etwas Bewegung? Das schaffe ich! Was neues anfangen? Habe ich bereits jetzt: denn im Trainingsplan steht Crosstraining. Am besten klappt das bei mir, wenn ich was neues anfange, was eine kleine Hürde bedeutet. Dieses Mal: Yoga. Nach einer umfassenden Umfrage unter den Yogabegeisterten um mich herum entschied ich mich für 30 days of Yoga – Yoga with Adrienne. Bin zwar erst bei Tag zwei angekommen, aber Adriennes entspannte Art, Neulingen zu zeigen, das man als Anfänger weder besonders flexiblen noch esoterisch versiert sein muss, gefällt mir. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

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credit: freeimages.com/Roger Kirby

Teil 3 im März wird etwas schwieriger. LOVE – speziell Selbtsliebe. Darum kümmere ich mich, wenn die Zeit gekommen ist. Denn ein bisschen hab ich vor der gemeinsamen Aufgabe Angst: Spiegelübungen… jeden Tag einmal vor dem Spiegel stehe und sich selbst (laut) sagen, wie toll, gut, perfekt, okay man ist? … Wir werden sehen. Ich werde berichten.

Heute ist der 14. Januar
Somit ist der Teil mit der Ernährung fast vorbei. Aktuell bin ich echt zufrieden mit meinen persönlichen Zielen weniger Zucker und Weißmehl, mehr richtiges kochen. Das klappt.

Detox-Saftkur + B12 Mangel

Laut des letzten großen Blutbildes mit dem Ergebnis, dass ich dank einer Erkrankung im letzetn Sommer von heute auf morgen einen ziemlichen Abfall an Vitamin B12 hatte, bin ich dabei, eine Darmsanierung zu machen. Und um das noch ein bisschen anzuschubsen, werde ich – sofern alles gut geht, am Montag mit einer kleinen Saftkur über drei Tage machen. Da es hier keinen Entsafter im Haushalt gibt, hab ich seit Wochen nach einer Lösung gesucht, wo ich den Saft einfach kaufen kann. „Früher“ tranken unsere Eltern wilde Mischungen aus Sauerkraut- und Rote Beete Saft… heute heissen diese Gemische „Pure Plant Detox„, „Detox Delight“ oder einfach nur „Cleanses„. Ich würde sie gerne alle mal ausprobieren – die Zutatenliste klingt fast immer richtig gut, die kleinen Fläschen machen sich sicher verdammt gut in meinem Kühlschrank, in meiner Handtasche oder überhaupt wären die kleinen Glasflaschen immerhin super zum Wiederverwenden. Sympathisch an den Kure: lesen, klicken, liefern lassen – bequemer geht es nicht!
Aber ich befürchte, es wird auf einen Entsafter hinauslaufen. Den ein oder anderen Link zu Rezepten hab ich bereits gefundenOder ich gewinne am Freitag im Eurolotto.

Danach gehts dann an den Wiederaufbau – yeah!

Jetzt dürft ihr mich gerne für verrückt erklären – oder mir erzählen, wie ihr zur Zeit mit eurer Ernährung und eurem Wohlfühlen zufrieden seid.

Alles im grünen Bereich oder seid ihr auch gerade auf dem Weg? Habt ihr schon mal eine Darmreinigung (jenseits von Chemie und Klistier) gemacht? Oder gar eine Saftkur? Ich freu mich sehr auf eure Rückmeldungen!

 

 

Laufen

HAJ-Botschafter: Völlig planlos….

12. Jan. 2016 - Laufen -
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… ist mein Dezember verlaufen, nachdem ich wegen Krankheit den Marathon-Checkup verschieben musste und ganze fünf Wochen des Wintertrainings mit Halswickeln, Antibiotika und Co. verbrachte. Dementsprechend frustriert und orientierungslos eierte ich durch den Dezember. Der HAJ-Botschafter in mir sieht schon alle Felle für einen „Halbamarthon mit viel Spaß“ davon schwimmen.

Dieses Wetter! Optimal zum Laufen! Aber danke, „No sports!“ dank des Antibiotikums für ganze 14 Tage. GAR KEIN Sport. Das hat mich dann gleich noch kranker gemacht. Irgendwie. Na gut. Nicht kranker. Aber unzufriedener. Grmpf.

Zum Silvesterlauf bin ich wieder aufgestanden. Ja, es ist nach einer Pause nicht clever, gleich mit nem Wettkampf zu starten. Sollte ja auch ein etwas längerer Spazierlauf werden. So war der Plan. Für meine zwei allerliebsten Mitstreiterinnen Vanessa und Silvia WAR es das auch. Bei mir stand dann doch

Tempotraining+

„Dieses Training hat deine anaerobe Toleranz sowie deine maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) und Effizienz verbessert. Es hat außerdem die Geschwindigkeit gesteigert, die du halten kannst, ohne zu übersäuern (Laktat-Steady-State). Die Trainingsdauer war lang genug, um die Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdung bei der trainierten Geschwindigkeit zu erhöhen. Kohlenhydrate sind die Hauptenergiequelle, die dein Körper bei dieser Trainingsintensität verwendet.“

Quelle: polarflow

Und es war anstrengend. Trotz einer Pace von 7:14.

Neujahr musste ich dann gleich wieder los. Langsam war der Plan. Sozusagen Auslaufen. Na ja, war es. Aber irgendwie fast anstrengender als der Wettkampf am Tag davor. Das kann ja noch was werden….

Bewegungsanalyse und Laufdiagnostik

Wie schon auf Instagram und bei Facebook erwähnt, war ich beim Marathon-CheckUp.Gut einen Monat später als geplant. Ich hab mi dennoch drauf gefreut – auch wenn der Ausblick auf eine Analyse nach langer Zeit des Nichtstuns nicht ganz so rosig war.
Die Aufregung vorher war fast so schlimm wie der allererste Besuch beim Gynäkologen. Am Abend vorher las ich nochmal – äh zum ersten Mal – den Hinweis mit „Was zu beachten ist“.

„Frauen bringen bitte mit:

  • Bade- oder Unterhose in Slipform (Erforderlich zur exakten Markierung des Bewegungsapparates)
  • Bauchfreies Oberteil (Sport-BH, Bikini oder ähnliches) (Erforderlich zur exakten Markierung des Bewegungsapparates)“
    Quelle: Wallenborn

Mit einem Körperbild, das fast nicht schlechter sein kann, machte ich mich auf den Weg.

Und es war gar nicht soooo schlimm.

Zumindest nicht die Sache mit dem „in Unterwäsche auf dem Laufband rennen“. Auch wenn ich mich fühlte wie ein trächtiges Hängebauchschwein. Einfach laufen. Das kannste, ja? Viel peinlicher war mir dann aber tatsächlich, das ich vorher überhaupt nicht dran gedacht hatte, meine Schuhe abzubürsten. Nach den Tests auf dem Band hatte Marc Humpert verdammt viel Dormagener Erde auf seinem Praxisboden.

Das Ergebnis

Hätte besser sein können. Um ehrlich zu sein: ich hab mich hinterher absolut schlecht gefühlt. In Relation zur VO2max sind meine Leistungen echt okay bis gut. Dennoch… ich bin eine lahme Ente. Eine lahme Ente mit immernoch gut und gerne 5 BMI-Punkte, 10-15 kg zuviel. Das sind alles nur Zahlen. Wichtig ist, das der Rest gesund ist. JA! Klar ist das wichtig. Aber ein Körperfettanteil von 32 % finde ich – ehrlich gesagt – sehr beschämend, bei dem, was ich eigentlich an Kilometer abspule.

Eigentlich.

Denn genau das ist der Knackpunkt. Eigentlich.

Eigentlich weiß ich,

  • was mir gut tut.
  • welche Verhaltensweisen einem gesünderen Lebenswandel zuträglich sind.
  • wie viel ich mich besser fühle, wenn ich auf meinen Bauch höre.
  • das ich schon ne Menge geschafft habe. Manches davon sogar echt gut.

Uneigentlich lass ich mich manchmal ganz gerne ablenken, aus der Bahn werfen. Manchmal ist es einfach das Leben mit drei Kindern, Mann, zwei Jobs und einem Haus.

Der Tag – und auch der folgende – war für mich irgendwie gelaufen. Resignation machte sich breit.

Aber nicht mit mir.

Ich bin Läuferin. Ein Turtlerunner zwar, aber eben auch eine Läuferin. Das bleibt so. Das lasse ich mir nicht ausreden und auch nicht Mies machen.

Sonntag war herrlichstes Laufwetter: um die 10 Grad, Sonne und ein bisschen Wind. Nicht – wie angekündigt – eine massive Regenfront. Die Familie war unterwegs zu einer Veranstaltung des Segelclubs. Zeit für mich.

Zeit für einen langen Lauf.

Ganz allein. Ganze 14 Kilometer in knappen zwei Stunden auf Wegen, die ich zum Teil (im Hellen) noch nicht kannte. Zwei Stunden, die ich zum Nachdenken und Geniessen hatte. Ja, geniessen! Denn ich hab mich einfach leicht und locker gefühlt, den Wind im Haar gespürt und gedacht:

Mehr davon!

Seither bastle ich an meinem Trainingsplan. Für den Hannover-Halbmarathon – Stichwort: #runnover und #hajbotschafter – und den Rennsteig will trainiert werden. Ein paar Kilo dürfen weichen, ein paar Muskeln dürfen sich zeigen. Noch ist das ganze nicht in trockenen Tüchern, aber einen Anfang habe ich gemacht.

credit: FreeImages.com/Eran Becker
credit: FreeImages.com/Eran Becker

Auf in ein erfolgreiches, spannendes und friedvolles Miteinander in 2016!

Ich freu mich auf die Herausforderungen, die sich mir in den Weg stellen. Sie werden angenommen.

Wollt ihr meinen Plan für Turtlerunner hier auch sehen und nachlesen?
Dann bitte ich um einen Piep! Ich versuche, es grafisch für euch aufzubereiten.

Beim Running Hero Sascha könnt ihr übrigens auch einen finden. Der Kämpft gerade gegen sein Läuferknie. Ich glaub, ein bisschen Zuspruch kann er auch gebrauchen.

Lieben

Rückblick 2015 – Ausblick 2016

31. Dez. 2015 - Lieben -
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Dieses Jahr war hier auf dem Blog – und im echten Leben eigentlich auch – mal wieder sehr durchwachsen. Was soll ich sagen: so langsam bin ich überzeugt, das „durchwachsen“ wohl das treffendste Wort werden wird, um mein Leben hier auf Erden zu beschreiben.

Schlimm?

Ich weiß es nicht. Es kann nicht immer eitel Sonnenschein sein, auch nicht immer alles rabenschwarz. Aber so ein Gefühl von „jetzt läufts!“ darf ruhig mal länger bei mir bleiben. Also: pack es an!

Was war … mit Nähen?

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Kann ich. Mach ich. Aber deutlich weniger als in den letzten Jahren. Mir fehlt meine Richtung. Meine Ergebnisse sind okay – reißen mich aber nicht zu Jubelstürmen hin.

Immer noch hab ich riesig Freude daran, mit anderen zu nähen und in Kursen Wissen zu vernitteln. Das wird sicher so bleiben – Termine für die VHS sind gesetzt, auch ein Wochenende auf der Burg wird es wieder geben. Und all die kleinen, großen Nähtreffen mit den Freundinnen schenken wir uns übers Jahr auch immer wieder.

Viele Trends in Blogs und auf anderen Plattformen gehen mir persönlich auf den Keks. Der Umgang in Gruppen und in Foren ist entweder ziemlich unhöflich oder unehrlich. Aber vielleicht ist das, was im Netz passiert, auch einfach nicht mehr meine Welt. Klar – man kann das Rad nicht neu erfinden.

Ich bin vielleicht wirklich satt?!

Was war … mit Lieben?

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Familie, Freunde, Lesen – das wird wohl immer bleiben. Ob hier im Blog mal mehr davon zu lesen sein wird? Interessiert das hier einen der geneigten Leser? Vielleicht möchtet ihr Buchrezensionen? Hej, das hab ich mal gelernt – über Bücher reden, schreiben….

 

Was war …. mit Laufen?

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Dieses Jahr hab ich keine Vernünftige Auswertung an Kilometern. Die Apps hab ich fast alle vom Smartie entfernt, die Laufuhr wurde erst unter dem Jahr angeschafft – und für ein ganz normales Lauftagebuch in Papierform oder via Exceltabelle bin ich zu … bequem.

Einige wirklich schöne Veranstaltungen habe ich besucht, daran teilgenommen. Ein Event war doof, aber es kann ja nicht immer alles super sein.

Viele liebe Menschen sind mir begegnet, einige sind an mir kleben geblieben. Dafür danke ich herzlich! Ich erfreu mich täglich an euren Berichten und Kommentaren. und jedes Wiedersehen ist ein Fest.Aber

Was kommt…. 2016?

Der aufmerksame Leser merkt, das dieser/dieses Blog gerade im Umbruch ist. Ich mich mittendrin befinde. Im Header steht nähen*lieben*leben . Ich ärgere mich quasi seit dem Start darüber. Wollte ich doch laufen statt leben schreiben, hab mich jedoch von anderen überreden lassen, es wie bekannt zu tun. Das wird anders…

Wie genau anders?

Doch sicher ist: der Fokus wird deutlich mehr in Richtung Laufen und Ernährung verschoben. Konkrete Änderungen am Inhalt, Layout? Werden folgen, aber nicht sofort.

„Mögen wir alle immer wieder Gelegeneiten finden,
all das zu geniessen, was unser Leben bunter macht.

Jeder Tag, der kommt,
soll uns eine besondere Freude bringen,
die das Leben heller macht.

Mögen gute Freunde immer in unserer Nähe sein.“

Das alles wünsche ich dir und mir, uns allen auf dieser Erde.

Lieben

Nachgereicht: Der fragende Adventskalender

30. Dez. 2015 - Lieben -
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Tja, es war dann doch nicht mehr genug Ruhe und Zeit, die ich mir für die letzen Fragen nehmen wollte. Daher antworte ich halt heute noch. Nachgreicht ist auch okay, oder?

Tag 24

1. Gehst Du heute noch einkaufen?
Ja, ich war noch einlaufen. Irgendwas fehlte noch.

2. Wirklich alle Geschenke beisammen?
Denke schon, das wir alles beisammen hatten. Es hat sich zumindest keiner beschwert, er hätte nix oder zu wenig.

3. Hat der Kalender Spaß gemacht?
Ja 🙂

Tag 23

1. Ziehst Du zu Weihnachten etwas Besonderes an?
Besonders im Sinne von: nicht unbedingt Jeans und Pulli? Ja! Glitzerblingbling oder richtig festlich? Nein.

2. Vielleicht sogar selbstgenäht?
Nein.

3. Und was ist mit den Kindern?
Auch dieses sind ohne selbstgenähtes in den Weihnachtsabend gegangen.

Tag 22

1. Gehst Du Heiligabend in die Kirche?
Dieses Jahr wurde beschlossen: Wir sind zu alt fürs Krippenspiel, wir möchten da nicht mehr hin. Als Ablöse ist ein Kinobesuch an die frei gewordene Stelle des „Übergangs“ getreten. Passt zu uns.

2. Nachmittags oder zur Christmette?
Weder noch. Vielleicht geh ich irgendwann mal wieder zu einer Chritsmette mit einem schönen Chor. Wer weiß.

3. Wann ist Bescherung?
Bis letztes Jahr: Nach dem Krippenspie – also meist so gegen 17:00h. Dieses Jahr etwas später.

Tag 21

1. Mußt Du etwa noch die letzten Geschenke besorgen?
Nein. Alles beisammen.

2. Wo werden die Geschenke versteckt?
Sie werden nicht wirklich versteckt. Sie werden zwischengelagert im alten Wäscheschrank.

3. Hast Du als Kind nach den Geschenken gesucht?
Hm. Ich weiß es nicht. Ich weiß, das ich wusste wo sie sind. Aber ob ich gesucht habe?

Tag 20

1. Und? Langsam schon genervt vom Weihnachtsstress?
Öh, ja, ein wenig. Von dem im Kopf.

2. Was wirst Du nächstes Jahr anders machen?
Vielleicht mal über die Feiertage oder danach wegfahren? Wir haben am 29. ja auch immer noch einen Geburtstag zu feiern. Plus Hochzeitstag am 28.

3. Hast Du nun alles Vorgenommene geschafft?
Nö, sicher nicht. aber: auch nicht schlimm.

Tag 19

1. Gibt es an Weihnachten ein besonderes Essen?
Es gibt an Heilig Abend immer das gleiche, insofern ist das schon besonders: geräucherter Fisch, besonderer Käse. An den weiteren Feiertagen … nach Laune, das entscheiden wir spontan kurz vor dem letzten Einkauf vor den Feiertagen.

2. Und was ist mit Heiligabendmittag?
Was einfaches, schnelles. Dieses Jahr: Kartoffeln mit Quark.

3. Denkst Du jetzt schon über eine Diät nach Weihnachten nach?
Nö, warum?

Tag 18

1. Was hälst Du von bunter und blinkender Weihnachtsdeko?
Nix.

2. Was war die schlimmste Dekoration, die Du mal gesehen hast?
Belästigend schlimm ist das blinkenden Dings vor meinem Schlafzimmerfenster im Haus gegenüber. Ansonsten: Jedem das seine.

3. Hast Du selber Lichterketten, zB im Garten oder in der Wohnung?
Ich besitze wohl Lichterketten – für den Bam. Und eine für draußen, die aber garantiert nur dann raus kommt, wenn auch Schnee liegt.

Tag 17

1. Kommt das Christkind oder der Weihnachtsmann?
Weder noch. Oder eher: Nichts mehr. Als die Kids noch kleiner waren, gab es die Mähr vom Christkind mit dem Weihnachtsmann als Helferlein.

2. Feierst Du alleine oder mit der ganzen Familie?
Mit meiner „Kernfamilie“.

3. Gibt es eine Tradition bei Euch zu Weihnachten?
Tradition? Hm. Traditionell werden der 1. und 2. Feiertag nicht verplant und wir vertändeln diese Tage. Mal mit einem Schwimmbadbesuch (herrlich leer!) oder auf dem Trimm-Dich-Pfad. Spontane Aktionen: gerne! Frei von „müssen“ sind diese Tage ein Geschenk an uns selbst.

Laufen

In offizieller Mission: Ich bin Botschafter!

16. Dez. 2015 - Laufen -
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Just for fun hatte ich mit beim Aufruf des Hannover Marathons gemeldet: Werde Botschafter! Chancen rechnete ich mir kaum welche aus: Zu langsam, zu „vielseitig interessiert“ – zu viel Leben.

03.12.2015 um 17:35 h: Sie haben Post, Botschafter!

dubistdabei

 

Heute kam dann die Pressemeldung auf der Seite des Marathons – somit ist es wirklich und echt und wahr: ich bin Botschafter für den HAJ-Marathon! Okay, das mit der Schreibweise meines Nachnamens – da reden mailen wir nochmal drüber. Aber alles andere ist einfach toll!

Bei Instagram hat mich jemand gefragt:

Und was bedeutet das genau?

Zuerst einmal:

  • Einen Freistart *juhu* Aber das ist es gar nicht. Denn ich hatte mich bereits gleich in der der Woche nach meiner Teilnahme in diesem Jahr wieder angemeldet.
  • Botschaftershirt Ich werde es mit Stolz tragen. Auch wenn die Kommodenschublade mit Sportbekleidung überquillt – dieses wird ein besonderes sein.
  • Nudelparty Hah, das wird es sein! Deswegen wollten so viele dabei sein! Spaß beiseite. Ich war erst auf einer. In Frankfurt. Generell bin ich eigentlich froh, mal keine Nudeln sehen zu müssen (der geneigte Leser weiß: hier wohnen Kinder im vorpubertären Alter. Sie wissen, was das heisst?)

Und deswegen machst du dich zum Affen?

durfte ich mir im echten Leben anhören. Äh, wie bitte? Das saß erst mal.

Aber ich hab nachgedacht. Denn klar, die Bewerbung war aus dem Bauch raus. Doch wie das oft so ist mit „aus dem Bauch raus“: da steckt echt ganz viel Gefühl drin. Und das ist echt.

Der eine oder andere weiß, das Hannover als Stadt nicht meine Traum-Destination. Ich hab dort die FOG besucht, meine Ausbildung gemacht – und mein Studium begonnen. Aber so warm sind wir nicht miteinander geworden.

Was willst du denn dann dort?

Laufen! Was denn sonst? Einen weiteren Halbmarathon meiner Turtlerunnerschleimspurlaufbahn. Wohin meine Reise gehen wird, weiß ich noch nicht genau. Aber aus „21,1 km reichen vollkommen, denn eigentlich hab ich doch mit dem Laufen begonnen, weil ich Triathlon machen wollte“ wird so langsam aber sicher ein „Wie weit schaff ich es wohl?“.

Ich treffe mich regelmäßig mit Läufern. Eine dynamische Gruppe hier aus dem Rhein-Kreis rennt regelmäßig gemeinsam beim Mondscheinrun, man trifft sich zu privaten Läufen oder organisiert eine gemeinsame Teilnahme bei größeren Events. Und jedes mal hört man mich sagen: „… in Hannover… “ Voll peinlich irgendwie. Aber auf der anderen Seite: Voll cool. Denn mit der Zeit hab ich gemerkt, was mir bei einer Veranstaltung gefällt und was mich stört. Ob es im Vorfeld der Informationsfluß, am Veranstaltungstag die Anreise oder auch die Streckenverpflegung ist oder – tatsächlich – die Nachhaltigkeit einer Veranstaltung.

Jeder Läufer und jede Läuferin hat so ihre Vorlieben: Die einen möchten ein gut gefülltes Starter/Finisherbag, die anderen eine absolut perfekte Laufstrecke mit vielen Posten und wieder andere rennen am besten, wenn am Rand ganz viele Menschen stehen und jubeln.

Ich will wieder nach Hannover

Da werdet ihr mich am 10.04.2016 wieder im letzten Startblock für den Halbmarathon sehen. Vielleicht auch irgendwo auf der Strecke. Ich werde das flache Profil genießen, die altbekannten Ecken der Stadt begrüßen und hoffen, das am Georgengarten wieder die Studenten Bier ausschenken – direkt gegenüber der offiziellen Getränkestation. Das hier Papp- statt Plastikbecher genutzt werden wird mich wieder begeistern. Auch werde ich mich daran erfreuen, wie schnell nach der ersten „Horde“ Läufer diese von der Straße gefegt werden – ohne dabei die Nachhut zu behindern.

Einige liebe Läufer, die ich bisher schon getroffen habe, werde ich wieder sehen. Wir werden gemeinsam das Messezelt besuchen und uns gegenseitig nervös machen. Die einen cool, die anderen lässig.

Einige bekannte Gesichter aus meinem Instagram-Feed oder „von Facebook“ oder aus den Blogs werde ich zum ersten Mal dort sehen, treffen sprechen. Mit einigen vielleicht ein paar Meter auf der Strecke gemeinsam laufen.

Für all das lohnt es sich, an den Start zu gehen.

Genau deswegen freu ich mich wahnsinnig, hier im Rheinland als offzielle Botschafterin für den HAJ Marathon unterwegs zu sein.

Ich freu mich drauf.

Bis dahin werde ich euch teilhaben an meiner Vorbereitung. Ich laufe nicht auf Sieg – ich laufe, weil es mich und auch etwas in mir bewegt. Von meiner Motivation möchte ich etwas abgeben, weiterschenken. Und hin und wieder brauche ich wohl auch eure Unterstützung: denn sicher kommt das eine oder andere Tief. So zuletzt ein blaues Knie mit anschliessender Grippe = 4 Wochen Trainingspause, aktuellem Wiedereinstieg mit Schnaufen und Muskelkater. Aber… ich pack das!

Der Anfang ist gemacht: zum Neustart ein Seminar (inklusive Muskelkater in der Wade) genossen und ein Ziel gesetzt. Es geht voran!

Lieben

Der fragende Adventskalender – Tag 16

16. Dez. 2015 - Lieben -
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Heute noch fix vor der Arbeit – nachgetragen für die letzten Tage und nun auch noch Tag 16.

1. Schneit es an Heiligabend?

Irgendwo auf dieser Erde – sicherlich! Aber bei uns im Rheinland ist es eher unwahrscheinlich.

2. Hast Du einen Schlitten?

MEIN Schlitten ist vor ein oder zwei Jahren an Kufenbruch gestorben. Dabei war er so toll – Platz für zwei, große Kufen zum festhalten. Mit einer Bespannung, nicht mit harten Hölzern.

schlitten

3. Kannst Du Schlittschuhlaufen?

Ja! Und es war einfach toll früher, wenn der Winter in Niedersachsen so kalt war, daß wir auf dem Teich und der Aller laufen konnten.