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#tsa17: Carpet Bag – mein Ordnungshelfer

28. Feb. 2017 - Nähen -
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Nachdem ich viele Ideen hatte und eigentlich auch neue Schnitte hernehmen wollte… entschied ich mich sehr spontan für ein Carpet Bag nach Machwerk. Ordnungshelfer ist das Thema beim Taschensewalong 2017.

Eine Carpet Bag hatte ich bereits zu Weihnachten verschenkt. Diese zu nähen ist kein Hexenwerk, wenn man sich an die Anleitung hält und Schritt für Schritt die Punkte abarbeitet. Und ja, es ist mitunter hilfreich, auch den Text zu lesen und nicht nur die Bilder anzugucken *winkmitdem Zaunpfahl*.

Stoffwahl für MEINE Carpet Bag

Den Schnitte kaufte ich bereits im Herbst 2017. Aber welchen Stoff will ich für mich vernähen? Was passt zu mir? Hab ich genug davon? Und gibt es passende Kombistoffe? Ach, das Leben kann schon ganz schön schwer sein *zwinker*. Und plötzlich lagen die Stoffe beim Regal sortieren einfach so zusammen rum. Die riefen mir quasi zu „Nimm uns! Mach was hübsches für dich daraus! Los!“

CarpetBag

Für Außen wählte ich ein lang gehegtes Madhuri-Schätzchen. Dieses Stück war für alle anderen Ideen einfach nur zu klein. Somit wurde es einige Zeit gestreichelt. Für die aufgesetzten Ecken Schnitt ich das Leder von Caro an. Innen findet man den Madhuri wieder – zusammen mit dem neuen Wachstuch Fresh Dots von Swafing aus meinem Lieblingslädchen.

Und welche Größe?

Klassisch wird die Carpet Bag in der von mir gewählten Größe als Kulturtasche genutzt. Für mich stand jedoch fest, dass ich eine für meine Quiltsachen haben wollte. Innenfächer? Eine Seite reicht mir. Rollschneider, Handnähnadel, Stickschere und Garn – plus fertige Blöcke. Das war das Ziel. Eventuell auch mal ein paar Hexie-Karten, wer weiß.

Begonnen hatte ich diese Tasche bei einem Nähwochenende bei mir daheim mit liebsten Freundinnen. Wie das so ist, wenn ein paar sich herzlich zugeneigter Frauen zusammen sind: es wird gequatscht, gelacht und hin und wieder auch ein bisschen Alkohol konsumiert. Dies wird sicher auch der Grund dafür gewesen sein, das ich die Tunnel viel zu schmal zugeschnitten hatte. Irgendwie wollte der Bügel sich unter keinen Umständen einfädeln lassen. Mist. Also nochmal zuschneiden, mit dünnem Vlies bebügeln und nochmal annähen.

Ein bisschen ausgebremst wurde ich, als mir dann noch das Gelenk vom Bügel brach. Ich hab wohl zu sehr dran gezogen, als ich die Teile auseinander bauen wollte, um ihn in die Tunnel zu ziehen. Zum Glück erzählte ich bei Instagram davon – denn ich bekam einfach so ein Ersatzteil geschickt. Herzlichen Dank nochmal dafür!

Für die bessere Stabilität hab ich den nackigen Teil auch auf dem Styl-Vil genäht. Und das natürlich zweimal, da ich beim ersten Mal zu faul war, das Rollen-Teflonfüßchen aus der Kiste zu kramen. Geht ja auch so! – es sei euch gesagt: dieses Wachstuch kann man auf der rechten Seite ohne Teflonfuß garantiert nicht „mal eben so“ nähen. Den Fußdruck reduzieren reicht auch leider nicht.

Wie sieht sie nun fertig aus?

Tja – was soll ich sagen: Hübsch natürlich! Leider, leider ist fotogen etwas anderes. Oder ich einfach nur zu ungeduldig und unprofessionell als Fotografin. Daher gibt es nur Fotos aus dem „laufenden Betrieb“.

Carpet Bag in Gänze

Gefällt mir, was ich da genäht habe?

Ja! Und ja, dieses Täschchen bleibt bei mir. Ich mag es. Sehr sogar! Ich werde wohl noch die Laschen oben doch noch mal absteppen, damit sie nicht wie kleine Flügelchen abstehen und uns ihre etwas weniger attraktive Unterseite zeigen, aber alles in allem bin ich zur Abwechslung sehr mit mir und meinem Werk zufrieden.

Sogar mein Hühnchen passt wunderbar ins Farbkonzept. Der minimale Versatz bei de Eckpatches macht mir auch (fast) gar nix aus. Das bleibt jetzt so.

hühnchen an Carpet Bag

Mit diesem Täschen bin ich gut gerüstet für die nächsten Patchwork-Projekte. Zum nächsten Nähtreffen werde ich einfach alle Scraps hier reinwerfen und dann mit den anderen Stoffen in ein größere Tasche werfen. Wer weiß, vielleicht komm ich ja mal mit einem Koffer und einer (großen) Tasche aus.

Nun auf zu greenfietsen und fix verlinken, denn morgen ist ja schliesslich schon März! Dann sind Patchwork-Elemente angesagt und wisst ihr was? Die habe ich schon fertig, muss aber noch das Ereignis abwarten.

 

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6K12B Februar – Churn Dash, eine Herausforderung!

27. Feb. 2017 - Nähen -
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Logo 6 Köpfe 12 Blöcke Jetzt ist es schon der letzte Tag im Februar und der Churn Dash ist gerade erst fertig geworden. Ganz schön kurz, so 28 Tage. Zwar hab ich tatsächlich einiges genäht, aber irgendwie nix „für mich“. Zelte für die Pfadfinder repariert, für das  frisch geschlüpfte Nachbarbaby den gewünschten Wandbehang und einige Geschenke. Und schwupps! ist der Februar vorbei.

Um so mehr freute ich mich auf ein lange geplantes Nähwochenende mit fünf anderen Mädels. In meine Tasche wanderten dieses Mal nur Webwaren – und ein bisschen Gedöns. Das war es schon. Die letzten Male Packen für ein Treffen fühlten sich eher nach Auszug aus Ägypten an. Dieses Mal: leichtes Gepäck!

Mit dabei: Schnittmuster/Anleitungen für die diversten Patchwork- und Quiltprojekte. Denn ich hab mir da ja einiges vorgenommen für 2017.

Churn Dash bei Nadra

Das Februar-Design bei ellis&higgs sieht auf den ersten Blick unspektaklär aus. Vielleicht ist dies auch einer der Gründe, warum ich den Block immer auf „später“ schob. Vielleicht liegt das Aufschieben auch nur daran, das ich mich mit dem Januar-Block – bzw. eher meiner Auswahl von Stoffen –  einfach nicht anfreunden kann. Es gefällt mir nicht. Bei einem Besuch im Lieblingslädchen nahm ich mir dann zur Probe zwei Stoffe mir: einmal reines Weiß und einmal einen „ich denke sofort an Nierentisch“-Design in Beige mit.

Meine Wahl für den Februar

Nachdem ich das Näh-Wochenende auch noch mit einer totalen Blockade begann, tastete ich mich mit hin- und herschieben an den Churn Dash heran. Letztlich entschied ich mich für weiß. Und nur eine andere Farbe.

 

6köpfe12blöcke churn dash

Doch immer noch guck ich neidisch auf anderem, fröhlichere Blöcke, die munter Farben und Muster mixen. Schaut euch mal die leuchtenden Farben bei Melfei , schön grafisch bei gelbkariert oder ganz romantisch bei Lilleluett. Leider leide ich – nicht lachen! – an absoluter Stoffverlust- oder auch nur -anschneideangst. All die schönen Blöcke, die in den vergangenen Wochen bei Instagram und Facebook auftauchten!

Wie geht es nun weiter?

Lege ich meine beiden Blöcke nebeneinander, bin ich immer noch weit weg von begeistert. Was genau mir nicht gefällt, kann ich gar nicht genau sagen. Nur eins ist Gewiss: es berührt mein Herz nicht.
Mein Entschluß: Januar wird nochmal genäht. Mit weiß als Hintergrund. Mir muss das Ergebnis gefallen – da hilft es nix, wenn ihr sagt: Schaut doch gut aus! Es gefällt mir so nicht.

6köpfe12blöcke januar und februar

Der für mich bisher wertvollste Tipp der 6 Köpfe war übrigens „Sprühstärke für mehr Präzision„. Es gab sogar noch die eine oder andere Dose in meinem Keller davon. Wie alt die wohl sind? Seit Jahren gehen nämlich die Hemden in diesem Haushalt in die Reinigung, weiße Tischwäsche gibt es hier nicht…

Und beim nächsten Nähtreffen in 17 Tagen werde ich dann ganz doll an meiner Angst arbeiten und beide (das heisst: bis dann ja schon drei!) Blöcke in Lieblingsstoffen arbeiten. Ganz fest vorgenommen hab ich mir das. Jawoll! (Vielleicht klappt das ja mit dem einreden dieses Mal ;-))

Ich bin gespannt, welcher Block amMittwoch auf uns wartet!

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#tsa17: Januar ist fertig!

12. Feb. 2017 - Nähen -
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Fertig ist der Beutel für die Januaraufgabe … bereits länger. Am 07.01. zeiget ich diese Fotos bereits in der Facebookgruppe des Taschen Sew Alongs 2017.

Und heute erst schafft es dieses kleine Ding auf dem Blog. Wahrscheinlich schreibt mir mein SEO-Plugin gleich, das meine ganzen Ampeln alles auf orange bis rot stehen. Nicht genügend auf Keyworte geachtet, der Text zu kurz/zu lang, keine Zwischenüberschriften… aber heute sag ich mir: na und? Immerhin zeig ich euch dieses süße, kleine Dingelchen!

erdbeerbeutel

 

Ich hatte ja angekündigt, nur Stoffe aus dem Vorrat und Schnitte, die ich noch nie nähte zu wählen. Das war gar nicht so leicht im Januar, denn der Standardstoffbeutel ist einfach genial und unübertrefflich.

Da griff ich in die Restekiste und wwählte zu den Stücken passend einen Schnitt: Es wurde dann eine kleine Erdbeere. Aus den wirklich allerletzten Fitzelchen Surprise!Surprise! von JoliJou.

Da ich ganz froh war, das die erste Anleitung die ich fand passende Maße zu meinen Stücken hatte, nähte ich einfach drauf los. Und wunderte mich hinterher, wie man diese Größe als „Beutel“ betiteln kann. Nun ja… es war ein Experiment. Nächstes Mal denke ich, ehe ich mit der Arbeit beginne. Aber diese Erfahung hat hier sicher auch schon die eine oder andere gemacht.

Und wie heißt es doch so schön: Size doesn’t matter!

Knappe 30 cm hoch und gute 25 cm breit ist dieses bunte Beutelchen geworde. Ich hab ganz schön lange gesucht, um eine sinnvolle Befüllung dafür zu finden.

Aber hey! für den Koffer und die mitgebrachten Taschenbücher reicht es allemal! Ich fahre oft mit der Familie in Ferienhäuser. Dort lese ich gerne, sammle vorher bei den lokalen Buchläden Naschub vom „Mängelexemplartisch“, packe die Bücher ein und setze diese dann in den Ferienwohnungen aus. In diesem Beutelchen kommen sie nun ohne Knick und Fleck an. Und sollte ich tatsächlich mal auch ein Buch finden, welches mit mir wieder heim reist – ist es auch gleich hübsch eingepackt!

Darüber hinaus nähte ich am gleichen Tag noch drei Origami-Bags. Eine in XXL zum Test und in wirklich, wirklich bunt. Diese zog bereits als Wäschbeutel in ein Wohnmobil ein. Nummer zwei und drei sind noch geheim. Etwas kleiner, gedoppelt – und schon hübsch verpackt warten sie in der Geschenkekiste auf ihren Einsatz. Vielleicht gibt es später mal ein schönes Bild von den beiden.

Jetzt mach ich mich langsam an das Februarprojekt. Ich hab da schon was im Kopf… muß nur noch die Nähzeit finden.

Wie steht es bei euch? Ist euer Organizer schon fertig oder grüblet und plant ihr auch noch?

Schnitt: finde ich gerade nicht wieder 🙁 aber die von Pearls Harbor kann ich euch empfehlen. Die hat eine für mich tolle Größe.

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Gut gebügelt ist halb genäht

27. Jan. 2017 - Nähen -
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Als ich diesen Aufruf sah, musste ich einfach dabei sein: gut gebügelt?!

gut gebügelt 1

Mein Plotter stand sowieso schon viel zu lange in der Ecke. Der muss mal wieder genutzt werden! Wer mit mir näht bzw. bei mir nähen lernt, kennt den Spruch eh schon „Gut gebügelt ist halb genäht!“ Auch wenn es die eine oder andere nicht mehr hören mag – da ist so viel Wahres dran! Also hab ich mich bei Faina beworben, die Ideen sprudelten in meinem Kopf herum und dann…. wurde ich krank. So richtig.

Doch die Ideen verfolgten mich auch im Schlaf. Die komischsten Sachen träumte ich … ob das vielleicht auch den Wortspielereien in der Testergruppe lag? Jedenfalls bekam der oben abgebildeten Plott ruck-zuck Ableger… also… abgewandelte Texte. 7 verschiedene Mitglieder in der Familie „Gut gebügelt“ gibt es mittlerweile.

Irgendwann hab auch ich mich wieder in die Senkrechte und an meinen Arbeitsplatz begeben können. Der Plotter wurde entstaubt, die Folien wurden sortiert.

Gut gebügelt

habe ich dann auch. Denn mir ist tatsächlich bei der Entstehung dieses Projektes das Bügeleisen kaputt gegangen. Zum Glück hatte ich in weiser Voraussicht ein neues bestellt, nachdem ich mich  – wie viele andere auch – beim letzten Wellnessnähen in ein ganz bestimmtes Modell verguckte. Dieses kam pünktlich zum Totalschaden des Vorgängers bei mir an. So lange war es her, das ich mehr als „mal eben einen Namen“ in den Plotter warf. Das ein oder andere Update der Software habe ich auch übersprungen. Aber nachdem ich diese Hürden erfolgreich gemeistert hatte, fand sich mein Motiv wie geplant auf dem Stoff wieder.

gut gebügelt 2

Leider sieht man den schönen schwarz glitzerndenden Effekt meiner Folie gar nicht so gut. Aber in Echt ist diese Folie ein Traum!

Dabei hab ich auch den einen Grund wieder gefunden, warum der Plotter in den letzten Wochen – oder eher Monaten – ein einsames Dasein fristete: aufbügeln der Motive ist müßig. Das zu schmückende Objekt auf einen „steinigen“ Untergrund drappieren, Plott auflegen, sehr sehr fest das Eisen aufdrücken – sekundenlanges Pressen, testen ob die Folie abzuziehen geht (welche soll nochma kalt, welche warm vom Träger gelöst werden?) – oh, hier hält die Ecke noch nicht, upps da ist ein Punkt noch auf dem Träger …. Nochmal Backpapier drauf, nochmal Pressen … Ich werde schon ganz schön neidisch, wenn andere einmal die Presse anwerfen und schwupps! klebt die Folie da wo sie hin soll… in Sekundenschnell mit dem Stoff verbunden. Ein Traum.

Was hab ich nun daraus genäht?

Urpsrünglich plante ich ein Shirt mit „gut gebügelt ist halb genäht“ für den anstehenden Nähkurs. Der nun leider ausfallen musste. Außerdem war überhaupt gar keine Zeit mehr, ein neues Shirt für mich zu nähen. Verflixt! Und dann war auch plötzlich diese Datei nicht mehr im Ordner der Probeplottgruppe… was nehme ich denn jetzt? Verflixt!
Zur Wahl stehen jetzt „uuppssss…“, „Bügeln ist auch keine Lösung“, „Nicht bügeln ist auch keine Lösung“, „Gut gebügelt…?!“, „Gut gebügelt ist halb…“, „Gut gebügelt ist halb genäht“, „Bügeln kann ich!“ – jeder Spruch mit dem Abdruck dieser Bügelsohle…. manno. Was mach ich nur?!

Nicht bügeln ist auch keine Lösung!

ist es dann geworden. Und zwar auf einem Bügeltuch – oder einem „Bügelbrett to go“.  Was  das ist? Ein mit Thermolan oder Insul-Bright gefüttertes Stoffrechteck, welches ich neben meiner Nähmaschine zu liegen habe, wenn ich an etwas arbeite, was viele kleine Bügelschritte beinhaltet. Wie so einen Quiltblock. So muß ich nicht jedes Mal aufstehen, um zum Bügelbrett zu rennen, sondern kann bequem am Fleck weiterarbeiten. Im besten Falle mit dem Minibügeleisen – das war aber gerade verliehen, als ich mit dem Block begann.

gut gebügelt 3

 

So ein Bügeltuch ist ganz einfach genäht:

  • 2 Stoffstücke in ca. 45*60 cm – unempfindliche Baumwollwebware ist da sehr zu empfehlen 😉
  • 1 – 2 Lagen Thermolan (weiches Vlies mit hoher Faserdichte) oder Insul-Bright (Vlies mit Wärmedämmung) in entsprechender Größe

Ich hab hier nur eine Lage Füllung genommen (der Vorrat gab tatsächlich nicht mehr her), empfehlen möchte ich euch zwei.

  1. Auf jedes Stoffstück auf die linke Seite das Thermolan/Insul-Bright in der Nahtzugabe befestigen.
    Wer mag, kann die Füllung auch gerne mit hübschem Muster an den Stoff quilten.
  2. Beide Lagen rechts auf rechts legen, rundherum gut stecken, Füßchenbreit zusammenähen – Wendeöffnung nicht vergessen! Diese sollte mindestens so groß sein, wie eure Hand Breit ist.
    Nicht kleiner! Besonders dann, wenn ihr euch für zwei Lagen Füllung entschieden habt.
  3. Die Ecken abschrägen, evtl. die Nahtzugabe einkürzen.
  4. Wenden.
  5. Gut bügeln.
  6. Dicht an der Kante absteppen – für mehr Stabilität der Füllung auch gerne ein zweites Mal mit gut 4 cm Abstand zum Rand.

Nun hast du dein kleines, individuelles „Bügelbrett to go“. Zu beachten ist: ich bügle bei einer Lage Füllung nicht mit Dampf. Denn dann wird der Tisch feucht, das mag ich nicht so gerne. Aber um Nähte auszubügeln ist das auch gar nicht notwendig.

gut gebügelt 4

 

Der Plott befindet sich bei meinem Tuch aus optischen Gründen auf der weißen Seite – denn auf meinem lang gehüteten Stoffschätzchen ginge das Motiv total unter. Somit darf ich nun auf der Motivseite bügeln. Was mich in keinster Weise stört. So kann ich mich auch viel besser an dieser Schönheit erfreuen. Zusammengefaltet geht das Tuch mit mir jetzt zu den nächsten Nähtreffen – oder eben auch nur daheim an den Tisch, wenn ich absolut keine Lust habe, das große Geschütz aufzufahren.

 

gut gebügelt 5

 

Wer nun meint: GENAU diese Motive brauch ich auch! der findet diese Datei bei Kommplott zum Einführungspreis von 4,50 € für 7 Motive.

Ich für meinen Teil hatte mächtig Spaß in dieser Runde und hoffe, das ich bald Zeit haben werde, mir mein „Kurs-Shirt“ nähen zu können.
Dann heißt es nämlich ganz sicher wieder:

Gut gebügelt ist halb genäht!

Und irgendwann heißt es dann sicher auch mal:

gut gepresst ist halb beplottet 😉

P.S: In der gleichen Woche kam das mittlere Kindlein an und fragte: „Kann ich meine Wäsche bügeln? Das trägt sich schöner, wennn T-Shirts glatt sind!“ Ihr seht: außerhalb meines Nähversums bin ich ein deutlich kleinerer Fan des Bügelns.

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#tsa17 – oder: kann man genug Beutel haben?

05. Jan. 2017 - Nähen -
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Yeah, ich hab noch etwas gefunden, bei dem ich unbedingt dabei sein muss:

#TSA17 !

#tsa17 TaschenSewAlong

Was soll ich sagen? Nicht zu viel vornehmen sollte die Devise sein. Aber ganz ehrlich? Nur eine Stunde nähen pro Monat Nur eine Stunde nähen pro Monat – das reicht doch gar nicht!

Daher reihe ich mich ein in die Riege der TaschenSewAlong17-(kurz:#tsa17)-Näherinnen. Und ich hab mir fest vorgenommen, nur Schnitte zu nähen, die in den tiefen meiner „Musterordner“ unentdeckt vor sich hinschlummern. Bei Beuteln im Januar wird es aber schwer… ob ich da noch was neues finde?

Habt ihr einen erprobten, geliebte Beutelschnitt?

Am liebsten nähte ich ja tatsächlich Variationen von Charly Bags. Auch die Farbenmix-Adventskalendertasche 2016 hat Potential zum „immer wieder genäht werden“. Omas Liebling wird es, wenn es schnell gehen muss. Auch der Turnbeutel aus einer HandmadeKultur wurde oft hergenommen.

Wahrscheinlich schlummert noch das eine oder andere Schätzchen auf meiner Festplatte oder im Stapel der ganzen Zeitschriften/Schnitte/Magazine… ich bin gespannt, worfür ich mich im Januar des #tsa17 entscheiden werde und verfolge weiterhin all die schönen Beispiele, die in der Facebookgruppe oder via Linktool gezeigt werden

Themenauswahl

Ehrlich gesagt hab ich nur gedacht: Da muss ich auch dabei sein! Die Themen hab ich mir gerade erst angeguckt, als ich mir das Foto von greenfietsen abgeholt habe. Ordnungshelfer und Maritim sind sicherlich kein Problem. Auch vom Schnitt her hab ich da schon ganz konkrete Vorstellungen. Geschrumpft und Patch it! klingen nach einer spannenden Herausforderung, Aber bitte: Sterne? Knöpfe und Tierisch gut! – ich hab da noch nullkommanull Vorstellungen von, mag da noch gar nicht dran denken.

Habt ihr auch Monate, die gar nicht früh genug kommen können – und andere, die ihr lieber nach ganz hinten schieben würdet?

Wahrscheinlich habt ihr ganz andere „Angstgegner“ als ich? Oder geht es eher genau so wie mir? Ich bin gespannt auf eure Rückmeldungen!

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6k12b Januar: Rolling Stone – Muss es perfekt sein?

03. Jan. 2017 - Nähen -
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Dezember 2016 – das Jahr ist fast vorüber und es hat sich viel geplantes nicht ereignet, anderes lief dafür gut bis besser als gedacht und dann erwischte mich im Oktober eine Vollzeitstelle, die unseren Alltag gehörig auf den Kopf stellte.

Januar 2017 – ein paar kleine Ziele hab ich mir doch gesteckt. Es kommt ja immer anders, als man denkt. Von daher: Lasst euch überraschen, ob und was hier passiert. In meinem kleinen, persönlichen Tagebuch. Heute soll der Anfang sein.

6 Köpfe 12 Blöcke
Logo 6 Köpfe 12 Blöcke

Dieses Projekt tauchte um Weihnachten rum überall auf: Instagram. Facebook, in den paar Blogs, die ich noch regelmäßig lese (Blogs sind tot – es lebe der Blog?).

Ich wurde neugierig – und dachte mir dann so: warum nicht? Jeden Monat einen Block, das ist (bei hergerichtetem Arbeitsplatz und nach der Stoffauswahl) gut eine Stunde Näh- und Bügelzeit. Diese Zeit nehme ich mir. Für mich. Ich brauche das – meinen kreativen Ausgleich zum Bürojob und dem doch mitunter trubeligen Familienleben.

6 Köpfe 12 Blöcke startete pünktlich zum 01. Januar 2017. Rolling Stone ist der erste Block. Im Vorfeld stöberte ich schon durch den einen oder anderen Shop für FatQuarter und Co. Was es nicht alles gibt! Am liebsten hätte ich die eine oder andere Bestellung aufgegeben, konnte mich aber nicht für ein Design oder einen Stil entscheiden. Der Januar ist ja lang, da kann ich ja immer noch auf Beutezug gehen.

Zum Glück war ich Silvester mit einer Herzensnähfreundin verabredet und werkelte an dem UFO aus 2014 (365-TageQuilt, ihr erinnert euch?). Immerhin bin ich heute Neujahr 2017 bereits bei Tag 211 angekommen. Im Zuge dieser Aktion holte ich alle Baumwollwebware aus dem Schrank (lies aber die wirklichen Schätzchen da, wo sie sind: gut versteckt, nur zum streicheln werden sie aus dem dunklen Kämmerlein geholt.).

Als ich diese Berge nach unten trug stand fest: neues kaufen kommt nicht in Frage. Dieses Lager muss dringend abgebaut werden! Als ich nach 3 Stunden keine Lust mehr auf den Zuschnitt von 10,5 + 10,5 cm-Blöcken hatte, begann ich mit dem

Januar – The Rolling Stone

Das heißt, ich musste erst mal die Stoffe sortieren. Was eignet sich denn? Ich hab Angst, zu wilde Sachen zu mixen. Himmel, was tun? Auch wenn es bei Dorthe von Lalala Patchwork, Nadra von ellis & higgs, Gesine von Allie & Me, Andrea von Quiltmanufaktur, Verena von einfach bunt und Katharina von greenfietsen einige Tips und Tricks zu lesen gibt… ich hab so gar kein Gefühl dafür, was aus meinem Schrank passen könnte. Jedenfalls nicht so, das ich innerhalb einer Stunde ein Konzept für meinen ersten Rolling Stone gehabt hätte.

Beim Stapeln der Stoffe ist dann herausgekommen, das ich von Hamburger Liebe Designs mehr als ausreichend Motive liegen habe. Nur welche nutze ich jetzt? Ich habe so viel davon, das ich erst mal testen kann. Somit fiel die Entscheidung erst mal auf HAPPY, und zwar Dancing Drops und Mini Bizzi in Grüntönen.

6k12b januar rolling stone

Für den ersten Versuch finde ich meine Ausführung des Rolling Stone ganz okay. Vielleicht hätte ich die ersten Inspirationen in der Facebookgruppe abwarten sollen. Denn anfangs hatte ich so gar keine Vorstellung, wie der Block wirken kann. Oder Mr. Google befragen. Aber mir war nicht danach. Ich wollte das alleine können *lol*

„Unterwegs“ habe ich bemerkt, wie sehr es mich fuchst, das Musterverläufe nicht fortgeführt werden, die Richtung nicht stimmt. Ich muss mal in mich gehen, wie ich das zukünftig handhaben will. Stört es mich so sehr, das ich es beim Zuschneiden beachten will? Oder greife ich an kniffeligen Stellen auf Unis zurück?

Dann der Druck auf den Stoffen. Mein Lager ist nicht vorgewaschen, das heißt: alles noch so, wie es geliefert wurde. Wenn ich manche Stücke ausbreite, sieht man einen zum Fadenlauf nicht stimmigen Musterverlauf. Manchmal lässt es sich ausbügeln, manchmal nicht. Hin und wieder ist es so marginal, das er mit selbst beim Zuschneiden nicht auffällt. Allerdings sehe ich das nach dem Nähen.

Wie geht ihr mit Mustern um?

Wie handhabt ihr das? So ein Quilt ist ja unter Benutzung von jeder Seite zu betrachten. Gerade bei solchen Blöcken – ohne großem, allem übergeordnetem Zusammenhang – sollte da oben und unten nicht egal sein?

Vielleicht mach ich parallel mehrere Blöcke pro Monat und schau, womit ich am besten umgehen kann. Das ich akurat nähen kann – das weiß ich. Aber ich weiß auch, das es mir schwer fallen wird sauber zu arbeiten, wenn mich irgendetwas stört.

Wie geht es weiter?

Heute Abend treffe ich mich mit Freundinnen und werde dort noch ein oder zwei Rolling Stone/Stones nähen. Mutigere Farbkombinationen und/oder eine schlichte Variante sind in meinem Kopf. Mal sehen, welche Idee es „nach draußen“ schafft und morgen fertig vor mir liegen wird.

Bis Februar ist ja noch Zeit für den einen oder anderen Versuch, mein Jahresmotto umzusetzen:

„Done ist better than perfect“

Laufen

Mein erstes Mal: Angst beim Laufen

12. Jun. 2016 - Laufen -
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Wie man nach einer Schulveranstaltung mit Übernachtung am darauf folgenden Tag seinen langen Lauf schafft? Mit Plan, den man nicht einhält. Mit einem Zeitfenster, welches vom Wetter begrenzt wird. Und am Ende wird dann doch abgekürzt, weil mich auf dem Feld plötzlich eine fiese Angst ansprang.

Doch von vorn:

Gestern war das Abschiedsfest der 4.Klässler unserer Klasse. Bei uns am See, mit anschließender Pyjamapartydort im Clubhaus. Wie es so ist: spät schlafen, zu früh wach werden, wieder einschlafen und dann verschlafen. Ist halt so.

Nur der Termin: 9:00 h laufen – der war damit nicht zu halten. Schade, denn das Wetter war echt optimal: leicht grauer Himmel, um die 17° C und leichter Wind, ein paar Regentropfen.

Leider zog sich das aufräumen, Sachen sortieren, wieder auspacken… ein langes Weilchen. Als ich dann endlich soweit war: Regen. Doofer Regen, der die Motivation wegspülte und dem Schweinehund den Weg bereitete. Na gut, dann erledigst du auf diesem Weg jetzt erst mal alles mit dem Auto. Der Regen wurde schwächer, ich lies mich unterwegs absetzten – und lies mich erst mal bei einer Freundin auf einen Kaffee einladen. Und ein Wasser. Und noch ein Wasser… der Himmel wurde heller, dann blauer… und es wurde: warm. so richtig. Zumindest für mich war es schon zu heiß, dazu die hohe Luftfeuchtigkeit. Suboptimal. Aber:

Heute steht doch laufen auf dem Plan! Also beweg dich!

Schweren Herzens von der Terrasse loesgeeist, Podcast an und los. Dank der Überschwemmungen der letzten Tage erst mal an der Straße lang. Noch bei einer Freundin eine Karte in den Briefkasten geworden, rauf auf den Deich. Super: Kaum ist die Sonne da, ist es in Zons rappeldickevoll. Alle Leute mit mindestens eine Hund unterwegs. An der langen Leine, wohlgemerkt. Wie ich das liebe. Die Gedanken schwirrten schon wieder in der Negativspirale „Hätte ich nicht den Wecker stellen können? Wäre es morgens nur alles schneller gegangen! Der Regen war doch besser als das hier jetzt!“ Irgendwie hab ich es dann aber doch geschafft: „Hej, heute sind hier aber viele Schaafe am Deich unterwegs! Sind es dieses Jahr mehr Wildblumen oder bin ich letztes Jahr nur nicht in dieser Jahreszeit hier gewesen? Ach komm, lauf diese Ecke auch noch, da hinten wird der Himmel wieder grauer, leichter Wind kommt auf!“

Merk dir die Stelle, wo jetzt die Brombeeren blühen, da musst du zur Reife nochmal vorbei. Brombeeren gehen bei mir nur frisch, noch leicht sauer, aber dafür sonnenwarm. Anders mag ich sie nicht…

Der Himmel wurde immer dunkler, der Wind immer stärker. Yeah! Endlich werden die Beine lockerer, es läuft sich runder. Ein paar Kilometer weiter setzte dann auch leichter Sommerregen an. Das beflügelte. Kaum noch Menschen unterwegs. Im Podcast ein Feature über Gaudi. Spannend. Läuft bei mir.

RUMS.

Äh, Moment mal: Was war das? Vor mit der Himmel zwar grau, aber eben hellgrau – ich drehe mich um: eine dicke, schwarze Wand. Super. Genau hier, an genau dieser Stelle muss mich das Gewitter erwischen. In jede Richtung gute zwei Kilometer zu einem Unterstand. Nur Feld, Strommasten und ein paar Bäume. Richtig tolle Voraussetzungen für ein enstpanntes „Komm, die paar Kilometer noch!“ Nicht? Genau.

Mir rutschte das Herz in die Hose.

Was mach ich denn nun? Auf den Boden in die Pfütze werfen? Zurück laufen? Oder einfach weiter laufen? Wo ist das nächste Haus? Oh, die Sonnenbrille …  brauch ich jetzt ja erst mal nicht mehr. Voller Tropfen, schnelle mal einstecken. Sonst seh ich gar nix mehr.

Mich für: So schnell wie möglich nach Hause, egal ob es dann keine 15 Kilometer werden… ich hab Schiß, ich will heim. Gas geben… Nasse Füße… och nee. Der Rest ist schon lange nass, aber diese Pfütze brauchte ich nicht auch noch. Wieder rumst es. Immer mal wieder. Und immer aus einer anderen Ecke, so daß ich auch keine „Zugrichtung“ für das Gewitter ausmachen konnte. Mist, also doch die (kleine) Steigung hoch… und natürlich knallt es kurz vorher nochmal so richtig, das ich da auch noch wie bekloppt hochrenne…. Jappsend oben angekommen ist der Regen weg, aber es donnert immer noch – mal dichte dran, mal weiter weg. Nun noch ein Kilometer bis nach Hause: Unterstellen? Weiterlaufen? Mir war nicht wohl, aber ich bin nach Hause gelaufen.

Angekommen.

Alle Klamotten abgeschält und ab unter die Dusche. Kalt war mir nicht. Aber irgendwie musste das klamme Gefühl abgewaschen werden, der Kopf wieder runterkommen. Nee, das brauche ich nicht nochmal. Gewitter ist für mich das schlimmste Wetter. Ein gutes: Die letzten drei Kilometer waren im Schnitt eine Minute schneller als alle davor. Seltsamerweise wurde ich tatsächlich überrascht. Aller Berichte im Radio bezogen sich auf den Niederrhein und die Eifel, für uns hab ich nur „Regenschauer“ wahrgenommen.

Daher gleich erst mal in die Küche und etwas für die Seele (und den Hunger, der sich jetzt auch einstellte) tun: Griesbrei kochen. Dieses Mal mit dem Alnatura Mandel Drink.

griesbrei

Tut gut. Dieser Greisbreis ist Teil einer Experimente-Reihe:

Welcher Pflanzendrink ist am besten für klassische milchbasierte Süßspeisen?

Bei den gekauften Produkten liegt derzeit vorn: Soya Vanille von dm. Aber ich bin ja auch erst bei Test Nummer drei angekommen. Was sind eure Erfahrungen? Tips? Aktuelle liegt selbstgemachter Mandeldrink ganz vor bei den Empfehlungen bei Facebook. Ich werde es bald probieren. Ganz sicher.

Nun werde ich den Abend ruhig ausklingen lassen und wünsche einen krönenenden Wochenendabschluß. Ob mit oder ohne Fußball – ganz egal, Hauptsache ihr lasst es euch gut gehen!

P.S.: Ganz besondere Grüße gehen heute an Petra, die ihr Projekt „Marathon vor dem 40. Geburtstag“ erfolgreich abschließen konnte. Und danke an ihren Gatten Stefan, der sich so wahnsinnig toll um einfach perfekte Rahmenbedingungen für dieses rein private Rennen gekümmert hat. Herzlichen Glückwunsch ihr zwei!

Laufen

HAJ-Botschafter: T + viele Tage oder: das Leben hat mich voll im Griff

12. Mai. 2016 - Laufen, Nähen -
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Kennt ihr sicher auch: man möchte UNBEDINGT noch diesen Artikel schreiben (über den Tag als HAJ-Botschafter in Hannover zum Beispiel) oder den längst fälligen Beitrag zum neuen Trainer oder einfach mal über das Buch, von dem man so begeistert ist… und dann?

Dann kommt das Leben dazwischen. Einfach so.

Und dabei ist es grad auch gar nix Wildes. Die Arbeit, die mich im April drei Wochenenden voll und ganz in Beschlag nahm. Ein Wochenende davon war ganz besonders: Burgnähen! Mit lieben Bekannten und Freunden und neuen Gesichtern, die ich vorher nur virtuell kannte. Das war fast wie Klassenfahrt, nur ohne doofe Lehrer.

burgnähen

Oder die Termine der Kinder, die zum einen Fahrerei und zum anderen Begleitung bedurften. Dann ist da noch der Garten, der dieses Jahr endlich mal mit einem Hochbeet „veredelt“ werden soll. Lieber Besuch, der durch „Oh, Ringelröteln? Wie war das mit Schwangeren in dieser Zeit?“ ein bisschen auregender wurde als erwartet (ein Hoch auf das britische Gesundheitssystem! die haben es wirklich geschafft, in weniger als 24 Stunden aus der Blutkonserve vom Anfang der Schwangerschaft die Antikörper zu bestimmen). Und zu allem Überfluß „irgendeine Allergie“, die mich einfach wahnsinnig müde macht.

Aber der Tag hat nur 24 Stunden. Immer noch nur 24 Stunden.

Für mich reicht das gerade nicht aus. Meine Liste „das will ich aber unbedingt jetzt noch machen“ deckt sich da auch leider nicht mit der Liste „das muss jetzt aber auch noch ganz bald erledigt werden“. Die Balance zu finden fällt mir schwer.

Fazit: Mein persönliches Highlight im ersten Halbjahr 2016 – der Rennsteiglauf auf der Halbmarathondistanz – wurde von mir abgesagt. Ausschlaggebend war dann der Knöchel, der seit Wochen zickt und reißt und es überhaupt doof findet, wenn ich auf Stöckchen oder Steinchen oder Bordsteinkanten stehe. Jetzt zicke ich – denn von Träumen Abschied nehmen tut weh. Das hat schon was von Trauer.

Vernunft ist nicht unbedingt mein liebster Ratgeber.

Es kommen aber sicher auch wieder andere Zeiten. Nicht heute, nicht morgen.

Aber hej! ich hab neulich bei ASICS eine Karte für die Frontrunner Night gewonnen – und heute bei Sandra Mastropietro eine zweite! Dort werde ich am Sonntag abend hoffentlich Motivation tanken können. Ich freu mich sehr drauf! Und wehe, der Zug zurück von der Jugendweihe hat Verspätung….

frontrunner_karte

Was auch immer jetzt kommt:

Es kütt wie et kütt

… aber ein bisschen mehr Gelassenheit, die hätte ich schon gerne. Kennt da jemand eine gute Quelle? Ich würde die nehmen, säckeweise. Bittedanke.

 

Euch allen wünsche ich ein erholsames, aufregendes Pfingstwochenende – geniesst es einfach mal!

Ich werde es auch tun.

Versprochen.

Laufen

HAJ-Botschafter: T – 5 oder „die Vorfreude ist kaum auszuhalten!“

05. Apr. 2016 - Laufen -
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Wahnsinn. Grad noch etwas mehr als 5 Tage, dann stehen oder standen wir alle an der Startline. Der ursprüngliche Plan, regelmäßig zu meinen Trainings einen Beitrag im Blog zu verfassen ist gnadenlos gescheitert. Instagram liegt mir dann doch mehr. Dennoch bin ich überzeugt, das bei allen Aktionen herauszulesen war, wie sehr ich mich auf dieses Laufwochenende freue.

Rückblick

Wie immer: das Leben an sich schreibt andere Pläne als ich. Daran gewöhne ich mich langsam. Und versuche, mich nicht allzusehr darüber zu ärgern. Aber diese vermalledeite Grippe hätte es echt nicht gebraucht. Gerade hatte ich – nach Rücksprache – den Trainingsplan auf Zielzeit 2:15 h umgestellt – schwupps: krank! Also dann doch 2:30 h. Ja, ich weiß… ankommen ist das Ziel und Spaß haben. Aber ich gebe zu: Es würde mich sehr, sehr kratzen, wenn ich deutlich über die 2:30 Netto laufen würde.

Nach der Grippe nahm ich mein Vorhaben, wieder etwas mehr für die Kraft -vor allem in der Körpermitte (Core) – zu tun, auf. Vor ein paar Jahren hatte ich schon mal mit Mark Laurens App „You are your own Gym“ Spaß und ziemlich starken Muskelkater. Aber eben auch mit wenig Aufwand viel Erfolg. Dennoch ist Krafttraining das Erste, was im stressigen Alltag rausfliegt. Noch vor „gescheit ums Essen kümmern“. Außerdem gehöre ich zu der Spezies, die dabei nicht gerne beobachtet wird. Und wann ist es im Familienleben mal so, das ich 30 – 40 Minuten für mich allein habe? Genau. Nur morgens, ehe alle anderen aufstehen. An dieser Stelle muss ich nochmal mit meinem Schweinehund reden…

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Die 90-Tage-Challenge für Frauen – Mark Lauren

Ich hab angefangen – mit Begeisterung. Denn allein schon die Mobilitätsübungen sind 1a-Läufer-Dehnübungen und aktivieren Muskeln, die ich sonst gerne „vergesse“. Bis zum Urlaub über Ostern hab ich auch brav alle Aufgaben gemacht – nein, nicht alle. Denn Mark sagt, als Veganer solltest du bitteschön mal deine Ernährungseinstellung hinterfragen, sportlich gesehen sei diese Murks. Gefällt mir nicht, gibt es doch Sportler wie Brendan Brazier oder Rich Roll, die mit oder durch veganer Lebensweise erst so richtig leistungsfähig wurden.

Im Urlaub hatten wir eine kleine Ferienwohnung – und ich hab es nur ein einziges Mal geschafft, die Mobi-Übungen zu machen. Aber das war okay so. Denn der Urlaub war einfach klasse! Nach Hannover werde ich einfach wieder von vorne anfangen.

Training im März

Ich liebe ja Challenges (Herausforderungen) – nur dürfen sie mich nicht überfordern oder stressen. Da ist die von Cindy bei instagram ausgerufene Monatschallenge genau das richtige: Setze dir selbst ein Ziel – und hol dir Motivation bei allen anderen Teilnehmern. Ich hatte mir 100 km vorgenommen – und hab trotz des blöden Starts gute 93 km erreicht. Doch, das passt.

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Wenn an einem Tag auf 10:00 Uhr zur Geburtstagsparty eingeladen wurde, muß ich halt vorher laufen. Und wurde mit einem tollen Sonnenaufgang belohnt. Später bin ich dann mit den Kids auf dem Eis gewesen – hej, das war ein Halbmarathon auf Schlittschuhen! Gelernt habe ich: zu fest geschnürte Schuhe machen blaue Flecke und – unglaublich aber wahr – Brandblasen.

Einen Tag vor dem Start in unseren Osterurlaub kam noch das neue Päckchen des nu3 Insider Clubs. Der Inhalt ist fantastisch! Eine tolle Mischung aus „wollte ich schon immer mal probieren“ und „Gutsel, die ich mir selbst eher selten gönne“.

Wollt ihr mehr davon sehen?

 

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Nach gefühlten 100 Stunden im Auto (yeah, mit diesem Hänger war nur 80 auf der Autobahn drin) musste ich am Samstag gleich ne Runde drehen – wir waren im Frühling angekommen. Wie viele andere auch. Die Promenade nach Riva war nicht ganz die optimale Wegwahl – aber einfach schön, da am Strand lang zu laufen und sich zu freuen, die Beine zu bewegen. Das Botschaftershirt war natürlich mit im Gepäck.

 

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Palmsonntag oder: Gel-Test mit Hindernissen

Zumindest glaube ich mich zu erinnern, das der Sonntag vor Ostern Palmsonntag ist. Der Blick von unserem Balkon war zumindest vielversprechend für die Runde, die ich im Kopf hatte: Ab nach Arco! Der Weg ist ein super (Rad-)Wanderweg an der Sarca lang. Der Plan war: endlich mal das Gel testen, was ich in Frankfurt auf der Marathonmesse eingekauft hatte. Datteln – meine bisherige Laufverpflegung – sind zwar lecker, aber ganz ehrlich: total klebrig – da müsste ich mir hinterher immer die Hände waschen. Außerdem ist die Saison wohl gerade vorbei, ich bekomme meine Lieblingssorte vor Ort nur ganz schlecht. Ergo: Kind aufs Wasser, Rucksack mit Wasser füllen, Gels einpacken – hab ich TaTüs? Falls der Zucker meiner Verdauung nicht bekommt? -, Mütze, kurze Hose der lange? Nochmal ins Bad … auf gehts!

 

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Tja, und was fiel mir unterwegs ein? So nach gut 60 Minuten? Ich hab die Gels auf dem Esstisch liegen lassen. Toller Plan – Durchführung sechs. Aber Moment mal, dann lauf ich halt nach Arco rein, da sind doch so viele Sportgeschäfte, da wird es doch sicher was geben…  da das ganze ja auch ein touristischer Ort ist und ich letztes Jahr schon einmal an einem Sonntag hier war, weiß ich: diese Geschäfte sind auch geöffnet! Und tatsächlich, da reiht sich ein Kletterladen an den nächsten. Allerdings haben Kletterer wohl keinen Hunger oder nehmen nur belegte Brote mit: Nicht eines dieser Geschäfte führte Sportlernahrung „to go“.

 

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Meine Laune sank. Ich hasse es, wenn Pläne nicht aufgehen. Da kann das Laufen an sich noch so toll sein. Der Plan ist nicht zu 100% machbar = miese Laune. Das üben wir dann nochmal mit der Gelassenheit, Hinzu kam: es war warm! So richtig warm! Das schwarze Outfit, die dreiviertellange Hose plus CEP taten ihr übriges. Grmpf.

Doch was ist das? Da fast am Ende der Fußgängerzone… ein Aufsteller mit Pfeilen: Cliffbar, PowerGel, Chimpanzee… Rein da! Ein süßer, handtuchbreiter Laden mit Sportlernahrung… oder eher Nahrungsergänzungsmittel … empfing mich. Leider gab es meine Sorte nicht, aber einige andere. Meine kleine bescheidene Auswahl seht ihr unten.

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Testergebnis

Während des Urlaubs hab ich einige Gels probiert – mindestens von jedem Hersteller eines. Mein persönliches Fazit:

  • 100 % Zucker ist sehr süß (was wohl kaum einen überrascht).
  • Geschmacklich bin ich bei Limone/Mandarine/Limette auf der sicheren Seite.
  • Die Gels von GU sind sehr zäh, da muss man angestrengt am Beutel zutzeln, um alles heraus zu bekommen. Hinterher waren meine Hände genauso verklebt wie nach einer Dattel.
  • Clif Shot ist etwas flüssiger, aber ich fand den Beutel doof zu öffnen.
  • Power Gel war geschmacklich okay, Konsistenz auch, das Beutelchen lässt sich einfach (mit dem Mund) öffnen.
  • Nicht auf dem Bild, aber mein Favourit:Squeezy Drink Gel Zitrone/Koffein. Das ist tatsächlich das einzige Gel, bei dem ich nicht sofort das Gefühl hatte „Wasser! Jetzt! Sofort!“

Der eine oder andere fragt sich sicher:

Wozu das Ganze? Du bist doch eh so langsam! Leistungssteigernd ist das doch niemals!

Stimmt. Das ist nicht leistungssteigernd. Aber tatsächlich leistungserhaltend. Nach 60 Minuten laufen – egal wie schnell – merke ich, das ich hungrig werde. Durstig sowieso, ich bin halt kein Kamel. Aber da ich weiß, das mein Halbmarathon 2:30 h pus x dauert, muß ich meine Speicher nachfüllen. Nix, was den Darm anregt, denn einen Stop auf dem Dixie möchte ich vermeiden. Aber eben mit schnell verfügbarer Energie. Im Training hat es geklappt – mal sehen, wie es Sonntag in Hannover funktioniert.

Wieder zurück und nach einer Stippvisite im Pool konnte ich das Opti-Kind nochmal aufs Wasser setzen… was für eine Kulisse!

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Dann stand ein Dauerlauf an… Ziel war… was eigentlich? Ich erinnere mich, das die ersten zwei bis drei Kilometer das Gefühl „Warum heute schon wieder, blöder Gegenwind, warum muss ich auch gegen den Vento (Pelér) laufen, hätte ja auch nachmittags gehen können… “ *grummelmaulmotz* … und schon wieder zu schnell – zumindest zu schnell für die im Plan vorgegebene Zeit. Irgendwann dann: Klick! Sche** was drauf und lauf! Und dann liefs… immer besser, jeder Kilometer war ruhiger… und ich entspannter. Am Wendepunkt auf die Uhr geguckt: Cool! Das war ja gar nicht sooo schlecht! Dann lauf jetzt auch mal fix heim! Tatsächlich hat es für eine neue persönliche Bestzeit gereicht. Sowas versöhnt dann mit dem blöden Start.

 

10 km in 1:09:42 – yeah!2016-03-22_10.58.53

Beim nächsten Lauf traute ich mich dann endlich „an den Berg“. Vor Höhenmetern hab ich nämlich gehörig Respekt. Distanz erscheckt mich nicht (mehr) – aber Höhenmeter? Wer wie ich im Flachland wohnt, hat eher selten die Gelegenheit, natürliche Gegebenheiten dieser Art zu nutzen – Autobahnbrücken, Abraumhalden und ähnliches mit nennenswerten Differenzen gibt es bei mir nicht in Laufweite.

Monte Brione bewältigt

Ich hatte vorher mal bei GPSies, bei Strava und anderen üblichen verdächtigen nach Rundkursen mit einigen Höhenmetern gesucht. Eine Strecke rund um beziehungsweie über den Monte Brione sollte es sein. Es war ein sonniger Morgen, also kurze Hose, Shirt, leichte Jacke… auf gehts! Leider sind mein Smartie und GPS nicht die größten Freunde, so das ich öfter als mir lieb war auf die Karten gucken musste und den einen oder anderen Umweg lief.

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Der Berg an sich kann vom Süden oder Nordwesten her „bezwungen“ werden. Ein asphaltierter Wirtschaftsweg und (mindestens) ein natürlicher Wanderweg stehen zur Auswahl. Ich kam vom Norden, war schon schön aufgewärmt und machte mich dann an den Aufstieg. Die vielen Olivenbäume faszinieren mich immer wieder – und einige trugen tatsächlich (noch?) Früchte. Ich wechselte zwischen Asphalt, Schotter und Wanderweg – wer sonst fast nur auf der Straße läuft, wird hier ganz schön gefordert. Unterwegs verfluchte ich bereits, daß ich die Blackroll daheim gelassen hatte.
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Über den Bergkamm hinweg ging es an den Abstieg. Hier wimmelte es plötzlich vor Menschen, die aus Riva kommend den Aufsteig wagten. Dieser Teil ist viel steiler als der, den ich bereits hinter mich gebracht hatte. Wäre ich nicht „laufend“ dort oben, hätte ich mir mehr Zeit für die Höhlen und Reste der Bunkeranlage genommen – so reichte es nur für einmal kurz gucken und weiter!
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Der Weg hinunter führte über ausgewaschene Wege, aber viel schlimmer: der größte Teil bestand aus hohen Stufen, die abwärtslaufend einiges an Balance erforderten. Die Schuhe waren übrigens nicht die passende Wahl – ich hab jetzt noch eine fiese Blase auf dem rechten „Zeigezeh“.
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Unten angekommen … Blick rüber nach Torbole… ein paar Boote… ein bisschen Wind. Die Kinder hatten Spaß!
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Ganz so schlimm wie befürchtet waren die Nachwirkungen des Berges übrigens nicht: kein Knie, kein Rücken, keinen fiesen Muskelkater. Vielleicht lag es am Schwimmen direkt im Anschluß. Wer weiß. Nur einen Muskel im rechten Oberschenkel merkte ich ein paar Tage – immer mit dem rechten Bein zuerst  die Stufen runter war halt sehr ungewohnt.

Ostersonntag

Finaltag für die Kids. auch mein großes Finale: Ich will „da hinten“ so weit wie möglich rauf. 16 Kilometer sollen es werden. Leider bin ich später los gekommen als geplant – und durfte wieder eine rappelvolle Promenade geniessen. Ich tarnte mich als Radfahrer – dieser Weg war wenigstens nicht ganz so voll.

Auf der Strada del Ponale war aufgrund des Feiertages und des traumhaften Wetters viel los: Mountainbikes und Wanderer bevölkerten die Strecke. Die Sicht war diesig. Aber immer wieder kam die Sonne durch. Ursprünglich hätten die Kids im letzten Rennen sein müssen, als ich an meinem Wendepunkt angekommen war – doch erst als ich bereits auf dem Rückweg war, wurde gestartet. Durch die Zeitumstellung setzte der Wind halt tatsächlich eine Stunde später ein 🙂

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Die Strecke besteht bis zum Lokal Ponale Alto Belvedere aus einem strukturierten Schotterweg. Kurz dahinter beginnt der asphaltierte Bereich der alten Paßstraße – sofern man weiter bergauf läuft. Wenn ich es richtig gesehen habe, hätte ich auch links am Berg weiter laufen können. Aber mein Ziel war ja: so viele Höhenmeter wie möglich (ihr wißt ja: Ende Mai wartet der Rennsteig auf mich).

Berg rauf war hin und wieder anstrengend. Die meiste Zeit ließ es sich gut laufen. Nur wurde es (mir) ganz schön warm. Der Wanderweg wurde immer voller. Auf gehts, runter laufen!

Und hej, ich kann fliegen! Teilweise sind am Rand des Weges kleine Rampen wie man sie von BMX-Strecken kennt – die bin ich – sofern der Mountainbike- bzw. Gegenverkehr es zuließ, auch gelaufen. Das hat richtig, richtig Spaß gemacht. Während meines Aufenthalts auf dieser Strecke bin ich genau zwei weiteren Läufern begegnet – dem einen aber drei Mal: der ist in meiner Zeit zwei Mal rauf und wieder runter gelaufen. Held!

Weniger schön war das Erlebnis am Fuß des Berges. Traurig, weil schon zu Ende und der Ausblick auf einer immer noch volle Promenande auf den letzten 3 Kilometern. Auf Höhe des Wasserkraftwerkes endet die Steigung und man läuft wieder eben. Und genau an dieser Stelle fängt das Herz an zu rasen. Wie blöd! Ich guck auf die Uhr: HF 226. Hallo? Das ist ein neuer Spitzenwert. Was soll das denn bitte? Das kann ich nicht gebrauchen! Aber zum Glück gibt es liebe Lauffreunde, die einem per WhatsApp den Kopf streicheln und wieder aufbauen (und an den Termin zum EKG und Kardiologen erinnern.) Nach 15 Minuten war meine Herzfrequenz endlich wiede runter 120 und ich traute mich, den Rest des Weges anzugehen.

Bis auf diesen Punkt fand ich das Laufen dort am Berg gar nicht so schlimm. Anstrengend? ja! Aber machbar, irgendwie.

Ein Lauf war mir noch gegönnt im Urlaub. Dummerweise hab ich den Zugang zum angepeilten Wanderweg verpasst und dann den falschen genommen. Zwei fußbreit Trittfläche am Hang ist nicht ganz mein Ding, also wieder umdrehen…

Immerhin weiß ich jetzt, wo ich nächstes Jahr noch hin will 🙂 Weit ist der Weg zum Castel Penede nicht, nur steil. Nächstes Ostern dann.
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Auf dem Bild hier drüber seht ihr einen alten Teil der schottrigen Wegbefestigung, die man rund um Torbole oft an den Bergen findet. Die moderne Variante sind größere, rundere Stein – in den unterschiedlichsten Größen. Dieser Untergrund hat sich als absolut mies laufbar herausgestellt. Ich weiß nicht, warum. Aber mich haben die Trampelfade neben dieser Pflasterung nicht groß gewundert.
Leider bin ich allein mit den Kindern im Auto nach Hause gefahren – das hat mich zwei Laufeinheiten gekostet. Autofahren macht mich fertig. Erst recht, wenn ein großer Teil der Strecke aus Tunnel besteht. Überlebt hab ich es, doch lieber lauf ich nochmal nen Berg rauf als bald nochmal diese Distanz zu fahren.

Wieder daheim gab es am Sonntag eine lockere Runde mit Anja – das Tapering für Hannover hat begonnen!

Seid ihr in den letzten Tagen vor einem Wettkampf auch so aufgeregt? Voller Vorfreude?

Ja nix falsch machen in der letzten Woche. Nix neues ausprobieren. Schön brav sein. Ich bin ja leider kein Flo.

Heute fisselt es schon die ganze Zeit – ich hoffe sehr, das das heute Abend trocken ist. Ein kleines Läufchen mit Vanessa ist nämlich schon noch drin im Trainingsplan! Aber Erkältung? Nee, die brauch ich jetzt echt nicht. Auf dem Speiseplan stehen nur gute, feine Sachen. Das Wettkampfoutfit dreht seine Runden in der Waschmaschine, der Zeitmesschip ist auch schon im Koffer – da sollte nix schief gehen!

 

 

 

Laufen

HAJ-Botschafter: Noch 39 Tage und ein bisschen…

01. Mrz. 2016 - Laufen -
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Nur noch 39 Tage und ein paar Stunden, dann ist der HAJ-Marathon schon wieder Geschichte. Knapp mehr als ein Monat, etwas weniger Tage als die volle Distanz liegen noch vor uns – vor mir.

Januar

Der Januar stand ja ganz im Zeichen des „Wiedereinstiegs“ nach einem mehr oder weniger mauen Dezember. Ich würde sagen: lief.
Der Plan sagte, viele langsame Einheiten plus ein bisschen Crosstraining. Das ist dabei rausgekommen:

Neujahr – auslaufen des Silvesterlaufs – 35 min – 4,4 km
03. Jan – 1:35 h – 11,84 km zu zweit
04. Jan – Kindergeburtstag auf der Eislaufbahn – hat Spaß gemacht!
05. Jan – die ersten 40 min Yoga seit Langem
08. Jan – Leistungsdiagnostik und Bewegungsanalyse
09. Jan – 42 min Krafttraining für die Mitte, weitere 40 Min Yoga

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10. Jan – grottig langsame 2:06 h für knappe 14 km, dafür schöne neue Ecken entdeckt
12. Jan – 30 min Krafttraining, abends 55 min Dauerlauf (7,7 km) mit der Laufgruppe
13. Jan – 27 Minuten CORE
14. Jan – 40 min Yoga
15. Jan – bescheuerte Idee aufs Laufband (sehr kalt, sehr windig) zu gehen: gequälte 6,3 km in 45 min
17. Jan – 1:25 h für knapp 10 km
18. Jan – 50 min Kraft für die Mitte, 20 min Yoga
19. Jan – gute 40 min Kraft am Morgen, abends TempoDauerlauf mit der Laufgruppe: 42 min für gute 6 km
20. Jan –  huch, schon wieder 20 min Yoga
22. Jan – 56 min für 7,3 km
23. Jan – 40 min Krafttraining
24. Jan – mal ein gaaanz langsamer Lauf zu zweit 1:33 h für etwas mehr als 10 km
25. Jan – 40 min Kraft für den oberen Rücken
26. Jan – 15 min Yoga, abends ohne Laufgruppe „schnelle“ 10 km in 1:16 h
27. Jan – 52 min Kraft
28. Jan – das erste Mal mit dem Rad zur Arbeit (und zurück) – 2 x 11 km in 43 min

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30. Jan – laufen in Holland, yeah – Brötchen holen, 5,5 km in gut 40 min (schon mal mit nem großen blauen Ikea-Sack auf dem Rücken glaufen, aus dem die Brötchen nicht rauskullern sollten?)
31. Jan – gute 10 km durch die Dünen nach Den Helder, hin und wieder stehen geblieben, da der Weg nicht sooo eindeutig war – 1:21 h unterwegs gewesen

 

Fazit: 31 Einheiten mit 135,5 Kilometern. Das war ein echt guter, aktiver Monat.

Auch wenn das langsam Laufen hin und wieder nicht ganz eingehalten wurde, waren doch echt viele lange Läufe dabei.

Februar

Auch im Februar galt noch: lang und langsam. Das fiel dann schon mal nicht mehr so leicht wie im Januar. Die Füße still zu halten und echt immer langsam laufen – das ging einfach nicht. Immerhin ist einmal im Monat TempdoDauerLauf bei der Laufgruppe.

Am 13.02. war außderm Flugphase 2.0 angesagt –  nix ist mit langsam, fliegen solls jetzt sein!

03. Feb – den ganzen Tag Sonne, nur ich erwische die 30 Minuten fiesesten Schneeschauers: statt langsame 10 km wurden es fixe 4,7 km
05. Feb – 10.8 km in gruseligen 1:26 h
07. Feb – Laufen in Duisburg, inklusive Berg, diversen „hier lang?!“ und mit Silvia – 11,9 km in gut 1:30 h

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09. Feb – abends keine Zeit für die Laufgruppe, außerdem Regen und Wind angesagt = mittags los für 10 km in 1:20 h
11. Feb – Radfahren! Das Kind zur Schule, von dort auch wieder abholen – macht in Summe 24 km in 2:00 h
12. Feb – eigentlich lang und noch langsamer, uneigentlich Fahrtspiel mit Hügelchen in 1:10 h für 9,5 km

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13. Feb – Flugphase 2.0 – diverse Technik- und Athletikübungen, einige Kilometerchen in „ganz schön schnell“ bis „eigentlich zu schnell“, wieder mit Silvia 🙂
14. Feb – auslaufen mit Birgit, gute 8,5 km in einer knappen Stunde, noch 5 km etwas flotter drangehängt und nach insgesamt 1:40 h wieder daheim gewesen

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16. Feb – Oh je, schon wieder TDL, war der nicht erst? 6, 3 km in 41 min, davon waren 5 km in aktueller Bestzeit in 31:42 min, schnellster km 5:55 min
18. Feb – 22 km Rad in 80 min
19. Feb – 12 km in 55 min, 13 km in 50 Minuten (Schule – nach Hause – Schule – nach Hause, diverse Varianten inklusive: regnets? regnets nicht? Verflixt, ich bin zu spät)
19. Feb – ach, laufen auch noch? weil es sich so toll anfühlt? na dann: 5,8 km in 6:45min/km plus 1 km auslaufen
21. Feb – yeah, Lauftreffe mit den Mädls plus Frühstück hinterher – 12,4 km in 1:41 h – super wars!

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23. Feb – Intervalle, müssen auch mal sein… blödes Endomondo sagt sie nicht an? WTF, zwei mal neu gestartet, dann nach „okay, andauernd auf die Uhr gucken geht zur Not auch“ – Summe: 11,5 km in 1:26 h

Am 24. Feb hatte ich im Laden BEsuch von meiner Ex-Trainerin und hab ihr erzählt, wie easy und toll alles gerade läuft und wie gut sich das alles anfühlt. Ich glaub, sie war sogar ein bisschen neidisch, kann sie selbst gerade nicht laufen.

…. und danach:

Grippe.Hurra! Nicht?

Was soll das denn bitte? JETZT?! Wer hat die denn bestellt? Seit dem 24.02. nach dem VHS-Kurs lieg ich im Bett. Quasi nur unterbrochen von Stippvisiten im Bad und in der Küche. Und Freitag ein Besuch beim Arzt, weil es mir dann – so alles in allem – dann doch unheimlich wurde mit den ganzen komischen Symptomen, die ich selbst nicht mehr einordnen konnte. War auch ganz gut so. Hab neue Termine. Bei anderen Ärzten.

Heute ist der erste Tag, wo ich wieder vor die Tür bin und nicht beinahe 23 Stunden nur liegend im Bett verbrachte. Bis vorhin war es strahlender Sonnenschein bei kristallklarem Himmel. Allerfeinstes „der Frühling kommt!“-Wetterchen.

Ich hardere jetzt mit mir und meinem Schicksal. Klar hat es andere schlimmer getroffen. So eine Grippe geht vorbei. Birkis Probleme finde ich viel spannender, denn die sind viel diffuser und schwerer zu greifen. Ungeduldig und frustriert sind wir in ähnlichem Maße. Dabei sind wir nur Hobbysportler. Das macht doch nix, das ein oder andere Läufchen weniger, die eine oder andere Minute schneller oder langsamer.

Doch. Macht was.

Auf alle Fälle unzufrieden. Nicht laufen ist wie „Ach komm, das geht auch mit dieser Farbe“-Absteppen oder „Kreuzkümmel ist alle? Dann nehm ich die Currymischung“. Nee, stimmt nicht – denn da hab ich ja noch die Wahl gehabt, ob ich das mache. Bei Grippe zu laufen ist dämlich. Am Anfang unmöglich, danach zu früh anfangen ist dumm. Ich will ein schnelles „danach“.

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Glückmacher

Hab ich aber auch ein paar gehabt in den letzten Tagen: Meine Lieblingsstadtbibliothek hat fast alle Titel meines Januar-Wunschzettels bestellt – und nach und nach trudeln diese ein. Das beste: ich darf sie zuerst ausleihen!
Auch glücklich machte mich das Angebot von Anne, mir etwas vom Markt mitzubringen, wenn sie Hörbücher vorbei bringt. Dabei hatte ich nur nach Tips für gute Hörbücher gefragt. Facebook ist schon toll.

Drückt ihr mir die Daumen?

Für Geduld. Für eine schnelle, komplette Genesung. Ohne Nachwehen? Das könnte ich gut gebrauchen. Meine Familie übrigens auch. Also, das ich bald wieder fit bin. Und wieder laufe.

39 Tage – da kann noch viel passieren…

P.S.: Danke auch an Mandy von Go Girl! Run! für die schicken Aufkleber. Die haften fast überall, nicht nur auf Terminkalender 🙂
Sollte jemand irgendwo welche sichten, darf mir gerne ein Foto geschickt werden – und Mandy sicher auch. Am besten via Instagram. Und wer keine Lust zur Klebersuche hat, schaut vielleicht mal rein in Mandy und Carinas eBook Get ready to run. Könnte ich auch eigentlich mal machen, Zeit hab ich ja jetzt. Und Kopfweh nicht mehr…. ob das noch was für mich ist? Ich bin doch schon ein alter Hase…. ähm eine alte Schildkröte.